Die Hagebau-Gruppe mit Sitz im niedersächsischen Soltau zählt mit rund 2,8 Milliarden Euro Umsatz zu den größten Baumarktketten Deutschlands. Anders als etwa Hornbach (börsennotiert) oder Obi (mehrheitlich in Besitz der Tengelmann-Gruppe) ist Hagebau ein Franchisesystem. Regional treten die Händler häufig auch unter eigenem Namen am Markt auf, bislang zumindest. 

Vorsitzender der Geschäftsführung ist seit 2017 Jan Buck-Emden (55), der zuvor lange CEO bei Xella war und dort vergeblich versucht hatte, den Baustoffkonzern für die damaligen Private-Equity-Eigentümer Goldman Sachs und PAI Partners an die Börse zu bringen. In Soltau versucht er nun, das Baumarktgeschäft ins digitale Zeitalter zu überführen. Und zwar ziemlich radikal. 

Herr Buck-Emden, über viele Jahre hat Hagebau gemeinsam mit der Otto Gruppe das Onlinegeschäft betrieben. Im vergangenen Sommer haben Sie sich getrennt, dabei ist Otto immerhin der zweitgrößte Onlinehändler in Deutschland. Sie mussten Ihr Geschäft auf komplett neue Beine stellen. 

Jan Buck-Emden: Wir wollten das so. Die Kollegen von Otto sind Profis. Aber wir wollten eigenständig sein. 

Mit rund 280 Millionen Euro Umsatz war Ihr Joint Venture "Baumarkt direkt" auch im Vergleich zur Konkurrenz gar nicht so klein. Warum der radikale Schnitt?

Wir sind Baumarktbetreiber und Baustoffhändler. Wir wollen kein Plattformbetreiber sein, sondern eine echte Cross-Channel-Strategie fahren. Wir wollen den Kunden ermöglichen, dass sie online die Produkte finden, die sie auch in unseren Betrieben finden und umgekehrt. Dafür brauchen wir eine große Überschneidung der Sortimente. Das können wir nur in Eigenregie machen. 

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