Spätestens mit dem Klimaschutzabkommen von Paris, das seit dem November 2016 in Kraft ist, hat sich Deutschland zu einer drastischen Reduktion der Treibhausgasemissionen verpflichtet. Zwar legt das Abkommen keine exakten Grenzwerte fest – das formulierte Ziel ist es, die Erwärmung bis 2050 deutlich unter 2 Grad zu halten (als Konsens gilt sogar die 1,5-Grad-Marke). Doch um die Zusagen einzuhalten, müssten die deutschen Emissionen um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 sinken. 

Allein: Werden alle bislang getroffenen Maßnahmen inklusive des Kohleausstiegs effizient umgesetzt, wird nach Berechnungen der Boston Consulting Group (BCG) bis 2050 lediglich ein Minus von 61 Prozent erreicht. Um die Lücke zu schließen, müssen vor allem die Unternehmen deutlich mehr einsparen. 

Das 80-Prozent-Ziel halten die BCG-Berater für „technisch möglich“ und „volkswirtschaftlich verkraftbar“, eine Reduktion um 95 Prozent „wären an der Grenze absehbarer technischer Machbarkeit und heutiger gesellschaftlicher Akzeptanz“. Unklar ist, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel ihr zuletzt mehrfach wiederholtes Versprechen einlösen will, Deutschland werde bis 2050 „klimaneutral“ sein.

Um einen Überblick zu bekommen, hat das manager magazin alle Dax-Konzerne nach ihren Emissionen und Klimazielen befragt. Die Datenlage ist keineswegs einheitlich. Einige Unternehmen berücksichtigen bei den CO2-Emissionen nur die eigene Verschmutzung – Fachleute sprechen hier von „Scope 1“ – sowie die aus zugekauftem Strom, Dampf und Wärme, genannt „Scope 2“. Ziel müsste aber auch die Einbeziehung von vor- und nachgelagerten Emissionen („Scope 3“) sein, die bei Vorprodukten oder in der Logistik anfallen, genauso wie beim Gebrauch von Dienstwagen, geschäftlichen Flugreisen oder, noch wichtiger, durch den Gebrauch der verkauften Produkte.

Einen verpflichtenden Standard gibt es nicht. Die meisten Dax-Konzerne orientieren sich allerdings am Greenhouse Gas Protocol (GHG-Protokoll). Die Veröffentlichung Scope-3-Emissionen ist danach jedoch freiwillig, sogar eine Auswahl einzelner Faktoren ist möglich, sodass die Werte stark variieren. Oft liegen die Unterschiede in den Details. 

Es folgt die große Übersicht über den CO2-Fußabdruck und die Klimaversprechen der Dax-30-Konzerne in alphabetischer Reihenfolge:

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