Die Erregung war ihm anzumerken. Als Bahn-Vorsteher Richard Lutz (55) vor der Aufsichtsratssitzung am 7. November vor Mitgliedern des Präsidiums sprechen sollte, wirkte er ungewohnt fahrig. Offenbar waren ihm die Querelen nicht bekommen, die er angezettelt hatte. Lutz und sein heimlicher Vize, Netzvorstand Ronald Pofalla (60), hatten Stimmung gegen Finanzmann Alexander Doll (49) gemacht und dessen Ausscheiden verlangt – zunächst vergeblich.

Den missliebigen Kollegen sind sie inzwischen zwar los; mangels Perspektive wählte Doll selbst den Ausgang. Die Affäre aber schwelt weiter. Erst jetzt wird in vollem Umfang klar, was Lutz und Pofalla radikalisierte. Am Ende war es wohl eine Sorge: als Herren eines zutiefst maroden Konzerns enttarnt zu werden.

Noch Mitte September schien die Welt im Bahn-Tower heil. Vor Kollegen lobte Lutz die Arbeit seines Finanzers Doll. Doch dann kam die Farce um Sigrid Nikutta (50). Doll verweigerte sich einem Manöver, das verhindern sollte, dass die Chefin der Berliner

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