Anfang 2019 zeigt Ola Källenius (49) schon einmal, dass Daimler unter ihm ein anderes Unternehmen werden soll. Der Entwicklungschef verhandelt mit seinem Kollegen von BMW, Klaus Fröhlich (58), einem sehr selbstbewussten Machtmanager, über die gemeinsame Entwicklung aller Kompaktwagen. Doch Fröhlich will, anders als Källenius, nur eine kleine Lösung: ein Elektroauto, natürlich mit BMW- und Mercedes-Variante. Und dann passiert etwas, was man von den Stuttgarter Autogrößen ("Das Beste oder nichts") einfach nicht kennt. Källenius gibt nach, gegen den Willen wichtiger Entwickler im eigenen Haus.

Schweres Erbe: Ola Källenius übernimmt auf der Hauptversammlung am 22. Mai.
Illustration: Alexandra Grünig für manager magazin; Fotos [M] Mustafa Yalcin / Anadolu Agency / picture alliance / Michele Piaquadro / Alamy Stock Photo

Schweres Erbe: Ola Källenius übernimmt auf der Hauptversammlung am 22. Mai.

Offiziell dauert es noch bis zum 22. Mai, bis seine Ära beginnt. Auf der Hauptversammlung in Berlin übernimmt Ola Källenius die Führung der Daimler AG, löst Dieter Zetsche (65) an der Konzernspitze ab. Doch die ersten Zeichen setzt er bereits.

New Daimler soll – es geht ja auch nicht anders – grüner werden. Spätestens 2040 will Källenius das Unternehmen komplett von CO₂ befreit haben. Die neu verkauften Autos, die Produktion, möglichst auch die Zulieferer. Wo Daimler draufsteht, darf kein Kohlendioxid rauskommen.

2040, das wäre zehn Jahre früher, als es das Pariser Klimaabkommen vorsieht. Das lässt sich gut vermarkten; bemerkenswert aber ist vor allem, dass Källenius darüber mit Leuten diskutiert, die bei Daimler eigentlich nicht gern gesehen sind. Er holt sich Mobilitäts- und Umweltexperten vom ICCT ins Haus, also ausgerechnet die, die den Dieselskandal ins Rollen brachten.

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