Dies ist eine korrigierte Version des Originaltexts vom 17.3.2020 (siehe Richtigstellung auch am Ende des Textes). 


Der US-Präsident stilisiert sich gern als gewiefter Dealmaker. Was für ein Coup, hätte Donald Trump den Amerikanern die Lösung der Corona-Krise durch ein cleveres Geschäft präsentieren können. Einfach den Hersteller eines Impfstoffs gegen die Lungenkrankheit Covid-19 kaufen, und das Mittel dann exklusiv den US-Bürgern zur Verfügung stellen. Gerade im Hinblick auf die Präsidentschaftswahl im November hätte er einen solchen Triumph gut gebrauchen können. 

Weltweit suchen Forscher mit Hochdruck nach einem Mittel gegen Covid-19. Mehr als 90 Studien sind bereits angemeldet, meist geht es dabei um die Erprobung bekannter Wirkstoffe, die womöglich auch gegen die Lungenerkrankung helfen könnten. Darunter sind ein Ebola-Medikament von Gilead und ein Malariamittel, das bis 2019 von Bayer produziert wurde. Die große Hoffnung aber liegt in der Entdeckung eines neuartigen Impfstoffs, der auch die Gesunden schützen – und damit die Volkswirtschaften aus der Schutzstarre befreien würde. Mindestens 40 Projekte seien weltweit angelaufen, schätzt der Verband Forschender Arzneimittelhersteller. Es ist das aktuell größte medizinische Rätsel der Menschheit – und vorn dabei sind gleich zwei Biotechunternehmen aus Deutschland.

Drei Forscherfirmen werden derzeit die besten Chancen eingeräumt, schnell einen Impfstoff zur Bekämpfung des Virus namens SARS-CoV-2 zu entwickeln: Moderna, das im amerikanischen Cambridge gegründet wurde, sowie BioNTech aus Mainz und CureVac aus Tübingen. Gerade steigert sich der Wettbewerb zu einer PR-Schlacht. Fast täglich vermelden die Unternehmen ihre Fortschritte. Moderna präsentiert der Welt die erste Probandin, der ein experimenteller Impfstoff gespritzt wird. CureVac verkündet, sofort einen klinischen Test beantragen zu wollen.

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