Seit März 2019 ist Gabriel Felbermayr (43) Präsident des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel. Der Österreicher, der seine Karriere einst bei McKinsey begann, ist absoluter Experte für globale Wirtschaftsbeziehungen und den Welthandel. Er gilt als einer der einflussreichsten Ökonomen des Landes und berät als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats auch die Bundesregierung. 

Im Gespräch mit dem manager magazin warnt Felbermayr vor einem Ende der Globalisierung, wie wir sie bislang kannten. "Manche Bauprinzipien funktionieren nicht mehr", sagt er – und entwirft zu Beginn des neuen Jahrzehnts die Strukturen einer neuen Welthandelsordnung. Er fordert ein neues Verhältnis zu China und den USA – und eine völlig neue Klimaschutzpolitik. Denn ohne eine endlich ehrliche welweite Verschmutzungsbilanz, ohne die Gründung einer Anti-Opec und ohne faire CO2-Preise, werde das Klima nicht zu retten sein.

Herr Felbermayr, 2019 war ein schlechtes Jahr für die Globalisierung, der Welthandel ist geschrumpft. 2020 soll wieder etwas besser werden. Aber es sieht so aus, als ob sich das ganze Paradigma verschiebt. Ist das Goldene Zeitalter der Globalisierung vorbei?

Ja. Der weltweite Güterhandel wuchs bis 2007 stärker als die Industrieproduktion. Seither läuft dieses Verhältnis seitwärts, mit leicht negativem Trend. Es hat deshalb auch überhaupt nichts zu tun mit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten. Das Phänomen ist viel älter.

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