Diesen Text können Sie sich als Audiostory auch vorlesen lassen: Ali und sein Berater

Burkhard Schwenker sitzt in einem großen Besprechungssaal, hinter der breiten Fensterfront thront die Elbphilharmonie. Die gläsernen Fassadenteile funkeln so strahlend, dass man fast vergisst, was diese Fenster kosten: bis zu 72.000 Euro das Stück. Die Aussicht auf den Hamburger Hafen ist phänomenal. Der Eindruck: In diesem Büro der Unternehmensberatung Roland Berger in bester Hamburger Lage arbeitet ein Mann mit Einfluss. Schwenker trägt einen gut geschnittenen dunklen Anzug und Manschettenknöpfe, wie es sich für einen erfolgreichen Berater gehört. Er raucht Mentholzigaretten.

"Ali in unser Leben zu lassen war eigentlich ganz einfach", sagt Schwenker, "meine Frau und ich hatten das Gefühl, dass man helfen muss, und wir konnten das. Ganz einfach."

Ali Mirzaei ist der Grund für dieses Gespräch, und einfach, so wird recht schnell klar, war es dann doch nicht. Ali ist ein afghanischer Flüchtling, 26 Jahre alt, Waise. Schwenker ist einer der profiliertesten Köpfe der deutschen Wirtschaft und führt das dazugehörige Hochleistungsleben. Vor drei Jahren haben seine Frau Sabine und er für den Flüchtling Ali eine Art Patenschaft übernommen. "Der Kontakt ist eng", sagt Schwenker, "sehr eng. Ali gehört zur Familie." Jüngst waren die beiden beim Fußball, St. Pauli gegen Ingolstadt.

Die beiden Männer könnten unterschiedlicher kaum sein. Auf der einen Seite: der bekannte Wirtschaftsmann, 60 Jahre alt, Mathematiker, promovierter Betriebswirt, Professor. Der rund acht Jahre Chef der Unternehmensberatung Roland Berger war, und zwar zu einer Zeit, in der sich fast niemand die Firma Roland Berger ohne den Gründer Roland Berger an der Spitze vorstellen konnte. Schwenker führte das Beratungsunternehmen und seine über 2000 weltweit verteilten Mitarbeiter gleich zweimal. Von 2003 bis 2010 und von 2013 bis 2014. Dazwischen war er Aufsichtsratschef.

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