Zum Abschied bekommt Harald Krüger (53) stehende Ovationen. Eben erst haben die BMW-Aufsichtsräte Oliver Zipse (55) zu seinem Nachfolger als Vorstandschef gewählt, Chefkontrolleur Norbert Reithofer (63) hat die Arbeit Krügers gewürdigt, und Krüger hat sich aufs Herzlichste bedankt. Da erheben sich die Räte und klatschen ausdauernd. Das BMW-Werk in Spartanburg, South Carolina, es bietet an diesem Tag Mitte Juli ein BMW-bewährtes Bild der Harmonie.

Zipse, Krügers Nachfolger als Hoffnungsträger, war Produktionsvorstand, zuvor Strategiechef. Nach außen agiert er still und unauffällig, nach innen durchsetzungsstark. Ein bisschen, hofft mancher Aufsichtsrat, wie Reithofer früher als Vorstandschef.

Zipse findet, die Lage des Konzerns sei eigentlich ganz gut, "ein bisschen justieren reicht", gibt er in den Wochen nach seiner Berufung mehreren Gesprächspartnern mit.

Doch warum tauscht BMW dann den Vorstandschef nach nur vier Jahren aus? Jenen allseits beliebten Harald Krüger?

Die Harmonie, die BMW rund um den Chefwechsel zu verströmen versucht, grenzt an Selbstbetrug. Tatsächlich offenbart Krügers Abschied ungeahnte Schwächen. Der Konzern wurde in der deutschen Industrie lange bewundert für sein exzellentes Personalmanagement. Ganz oben funktioniert es nicht mehr.

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