"Die beiden wichtigsten Tage deines Lebens sind der Tag, an dem du geboren wurdest, und der Tag, an dem du herausfindest, warum." (Mark Twain)

Als Benjamin Patrick Otto (44) das erste Mal mit seinem Vater über die Bürde seines Lebens spricht, ist er 14 Jahre alt. Michael Otto (76) prüft damals den Kauf einer Technikfirma und sieht darin eine Chance, Benjamin für das Unternehmen zu begeistern. Der Filius hört zu, stellt Fragen. Da, so erinnert er sich, habe er gewusst, dass er eines Tages eine führende Rolle in dem Konzern übernehmen wird, der seinen Namen trägt. Nur ist ihm nicht klar: Wird es eine Freude oder wird es eine Qual?

Otto – das ist ein Teil des deutschen Wirtschaftswunders. 1949 vom Großvater Werner als Versandhandel gegründet, hat sein Vater das Unternehmen zu einem internationalen Konzern ausgebaut, mit 13,4 Milliarden Euro Umsatz und 53.000 Mitarbeitern in 30 Ländern. Diese Last hat aus Benjamin einen nachdenklichen Menschen gemacht. Lange schien es, als müsse er daran scheitern, sein Erbe in die Zukunft zu führen.

Doch jetzt will dieser Benjamin es allen zeigen. "Früher", sagt er, "hatte ich fast Sorge, dass kein Feld mehr für mich frei ist, weil mein Vater so erfolgreich war. Heute sehe ich das anders." Der Satz, der so beiläufig wirkt, ist ein persönlicher Befreiungsschlag – Benjamin Ottos Kampfansage an Amazon und Alibaba und all die anderen, die Ottos Existenz bedrohen und seinem unternehmerischen Verständnis zuwider sind.

Benjamin Otto bereitet sich darauf vor, "die nächste Stufe zu zünden". Er will beweisen, dass er diesen Konzern in das digitale Zeitalter steuern kann. Viel größer könnte die Aufgabe nicht sein. Selbst auf den Fluren seines eigenen Konzerns umwabert den sanftmütigen Mann vor allem eine Frage: Kann das gut gehen?

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