Zur Ausgabe
Artikel 58 / 78
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Wo investieren die Experten?

mm-Umfrage unter deutschen Wagniskapitalgebern nach technologischen Neuerungen
aus manager magazin 9/2001

Befragte Wagniskapitalgeber

Stefan Friese, 36, Mitglied der Geschäftsleitung bei 3i Deutschland

Werner Dreesbach, 46, Senior Principal bei Atlas Venture

Deutschland

Hans-Dieter Koch, 48, CEO bei B-Business-Partner in München

Sabine Bendiek, 34, Prinzipalin bei Earlybird in Hamburg

Friedrich Bornikoel, 51, Managing Partner bei TVM in München

Axel S. Polack, 44, Senior Associate bei TVM in München

Welches sind die wichtigsten Technologien des nächsten Jahrzehnts?

a) Software für den Austausch und die Verschlüsselung wertvoller Inhalte (z.B. Musik); b) biotechnische Verfahren zur Medikamentherstellung; c) Roboter in der Fertigungsautomatisation

"X-Internet" (= Executable/ Extended Internet); neue Materialien für opto-elektronische Komponenten; Proteomik; Bioinformatik; nanotechnische Materialien

Optische (= Glasfaser) Signalleitung für Breitband-Datentransfer; Software zur Business Process Integration (BPI); Sicherheitssysteme für alle digitalen Anwendungen (zum Beispiel Iris-Identifikation)

Nano- und Mikrosystemtechnik; Optoelektronik; Embedded Systems

a) Opto-Elektronik, DSL und drahtlose Breitband-Datenkommunikation; b) Business-Process-Support/Automatisation;

c) neue Speichermedien

Gen-Funktionsanalyse/Pharmakogenomik; Proteomik; Tissue Engineering; Food-Reengineering/Nutraceuticals

Welche Produkte, welche Lebens- und Arbeitsbereiche werden durch diese Zukunftstechnologien am deutlichsten verändert?

a) Das Internet und alle daran gekoppelten Medien; b) die Arzneimittel selbst und die Pharmazeutische Produktion; c) die Chip- und Halbleiterproduktion, Automobil- und Verpackungsindustrie

Nicht nur der PC, sondern auch mobile Endgeräte kommunizieren übers Internet; das Internet wird total dezentralisiert; virtuelle Arzneimittelforschung und individuelle Medikamententherapie

Es wird künftig keine einzelnen "Killer"-Applikationen geben, sondern ein Zusammenwirken vieler Elemente. Die sind immer weniger proprietär, sondern "frei" - wie etwa das Betriebssystem Linux. Folglich gibt es auch kein "nächstes Microsoft oder Cisco"

Privathaushalte werden in sich vernetzt; im Internet entstehen immer mehr Peer-to-Peer-Netzwerke; es gibt neue Materialien mit bislang unbekannten Qualitäten - darunter ein Nachfolger für Silizium

Die IuK-Produktzyklen werden noch kürzer; überall im Alltag werden Daten in jeder Form verfügbar sein, weltweit jedermann und jeder Datenspeicher zu jeder Zeit. Das Supply-Chain-Management wird automatisiert. Dells "Build-to-Order" wird allgemeines Produktionsprinzip.

Eine Revolution der gesamten Medizin in Richtung Prävention, Gentherapie, individualisierte Therapie, zum Beispiel Organersatz; Infektionskrankheiten werden ausgerottet; Krebs wird beherrschbar

Welche Unternehmen haben bei der Entwicklung der genannten Technologien den größten Vorsprung?

a) Dooyoo, Intershop; b) Epigenomics, Ingenion; c) Micronas, SEZ

Altio, Microsoft, Hewlett-Packard, Sun, IBM, Systemonic, FSC, Zynomix

Qualcom, Cisco, Juniper, Siebel, Ariba, Asera

Bridgeco, Lumics, Hemoteq, Novasonics, Calypso

CoreOptics, Infitel, Impress, Axxom, Comstock Systems, ISI

Über Unternehmen der Biotech-

Branche will sich TVM nicht äußern

Zur Ausgabe
Artikel 58 / 78
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel