Samstag, 18. Januar 2020

Wachstum in USA schwächt sich ab Weltbank senkt Wachstumsprognose

Weltwirtschaft schwächt sich ab: USA und Eurozone bremsen

Die Weltbank hat ihre Prognose für das globale Wirtschaftswachstum in diesem Jahr leicht von 2,7 auf 2,5 Prozent gesenkt. Die Volkswirtschaften der Industriestaaten sollen 2020 leicht an Schwung verlieren und noch um 1,4 Prozent wachsen. Das Wachstum der Schwellen- und Entwicklungsländer hingegen soll von erwarteten 3,5 Prozent für 2019 auf 4,1 Prozent zunehmen.

Als Bremse dürfte laut Prognose der Weltbank die USA wirken, die bislang die Rolle der Konjunkturlokomotive innehatte. US-Wirtschaft soll nach einem für 2019 prognostizierten Wachstum von 2,3 Prozent in diesem Jahr wegen der Auswirkungen der Handelskonflikte und gestiegener Unsicherheit nur noch um 1,8 Prozent wachsen.

Die Wachstumsprognose für die Eurozone senkte die Weltbank im Vergleich zum Vorjahr wegen einer Schwäche im verarbeitenden Gewerbe um einen Prozentpunkt auf 1,0 Prozent.

Gleichzeitig warnte die in Washington ansässige Weltbank eindringlich vor einer neuen Schuldenwelle in Schwellen- und Entwicklungsländern, die sich derzeit in "gefährlichen Wässern" befänden. Niedrige Zinsen in weiten Teilen der Welt seit 2010 hätten in vielen Ländern zu einer deutlich höheren Verschuldung geführt, hieß es in dem Bericht der Weltbank.

Diese Länder müssten jetzt daran arbeiten, ihre Haushalte und Finanzsysteme zu stärken, um bei erneut steigenden Zinsen nicht in eine Krise zu schlittern. Wegen der hohen Verschuldung könnten die Staaten auch mögliche externe Schocks kaum verkraften, hieß es.

la/dpa-afg

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