Mittwoch, 16. Oktober 2019

Wegen weiterhin "bösartigen Aktivitäten von Russland" USA verhängen weitere Sanktionen gegen Russen

USA verhängen weitere Sanktionen gegen russische Einrichtungen und Bürger, heben dafür aber auch welche auf

Die USA haben weitere Sanktionen gegen russische Einrichtungen und Bürger verhängt. Gegen drei russische Unternehmen sollen bereits bestehende Strafmaßnahmen allerdings aufgehoben werden.

Die neuen Sanktionen begründete das Finanzministerium am Mittwoch mit Einmischungen in die vergangene US-Präsidentenwahl, einen Hackerangriff auf die Welt-Anti-Dopingagentur sowie weitere bösartige Aktivitäten.

Ziel der Sanktionen sei "Abschreckung und Verteidigung" angesichts der "anhaltenden bösartigen Aktivitäten von Russland, seinen Vertretern und seinen Geheimdiensten", erklärte US-Finanzminister Steven Mnuchin. Die USA würden in diesem Bereich weiter mit ihren internationalen Verbündeten und Partnern zusammenarbeiten.

Die Aufhebung von Strafmaßnahmen betrifft den Angaben zufolge drei von dem Oligarchen Oleg Deripaska kontrollierte Unternehmen: den Aluminium-Produzenten Rusal, dessen Mutterkonzern En+ sowie JSC EuroSibEnergo (ESE). Deripaska soll zum inneren Zirkel um Präsident Wladimir Putin gehören, gegen ihn bleiben die Sanktionen gegen ihn bleiben bestehen. Die drei Unternehmen haben zugesagt, den Anteil Deripaskas zu verringern. So soll seine Beteiligung an En+ von derzeit rund 70 Prozent auf 44,95 Prozent reduziert werden, wie das US-Finanzministerium mitteilte.


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Washington hatte die Strafmaßnahmen gegen Deripaska sowie andere russische Unternehmer und Regierungsvertreter Anfang April im Zusammenhang mit den "andauernden und immer dreisteren boshaften Aktivitäten der russischen Regierung überall in der Welt" sowie mit dem Giftanschlag auf den Ex-Agenten Skripal in Großbritannien begründet.

rtr/AFP/akn

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