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US-Präsident rechnet mit 100.000 Todesopfern in USA Trump verlängert Notfallmaßnahmen bis Ende April

US-Präsident Donald Trump erwartet, dass die Zahl der Toten in der Corona-Krise in den USA dramatisch steigen wird. Deswegen verlängere er die ursprünglich bis zum 30. März geltenden Richtlinien zur sozialen Distanzierung bis zum 30. April, kündigte Trump am Sonntag im Rosengarten des Weißen Hauses an. Je besser die Richtlinien eingehalten würden, "desto schneller wird dieser Alptraum enden", sagte Trump.

So bereitete US-Präsident Donald Trump die Amerikaner auf dramatische Opferzahlen vor. Wenn es gelinge, die Todeszahl durch Eindämmungsmaßnahmen auf 100.000 zu begrenzen, "dann haben wir alle zusammen einen guten Job gemacht", sagte er am Sonntag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Vor zwei Wochen hatte die Regierung Richtlinien für zunächst 15 Tage veröffentlicht, die unter anderem vorsehen, dass Menschen Abstand zueinander halten und Ansammlungen von mehr als zehn Menschen vermieden werden sollen. Trump zeigte sich optimistisch, dass bis zum Sommer das Schlimmste überstanden sei. "Wir können davon ausgehen, dass wir bis zum 1. Juni auf dem Weg der Erholung sind."

Noch vor wenigen Tagen hatte Trump gesagt, dass er die USA bis Ostersonntag - also in zwei Wochen - wieder weitgehend im Normalbetrieb sehen wolle. Nun sagte er: "Nichts wäre schlimmer, als den Sieg zu verkünden, bevor der Sieg gewonnen ist. Das wäre der größte Verlust von allem." Trump versicherte zugleich: "Wir werden diesen unsichtbaren Fluch, diesen unsichtbaren Feind besiegen.

la/dpa/reuters
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