Brandbrief von Blackrock, Pfizer und Co. 170 US-Topmanager fordern Bestätigung von US-Wahlergebnis

Am Mittwoch soll der Kongress das US-Wahlergebnis bestätigen. Mehrere Republikaner aber haben Widerstand dagegen angekündigt. US-Topmanager wie Goldman-Sachs-Chef Solomon, Blackrock-CEO Fink sowie Pfizer-Vorsteher Bourla appellieren nun in einem Brandbrief an die Abgeordneten.
Von den Verzögerungen genervt: Blackrock-CEO Laurence Fink und seine Mitstreiter

Von den Verzögerungen genervt: Blackrock-CEO Laurence Fink und seine Mitstreiter

Foto: Mark Lennihan/ AP

Mehr als 170 Topmanager von US-Konzernen haben die Kongressabgeordneten in einem offenen Brief aufgefordert, das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen rasch zu bestätigen. Versuche, diesen Prozess zu behindern oder zu verzögern, stünden im Widerspruch zu den "wesentlichen Grundwerten unserer Demokratie", hieß es in dem am Montag (Ortszeit) in New York veröffentlichten Appell . Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem Goldman-Sachs-Chef David Solomon (59), Blackrock-CEO Laurence Douglas Fink (68) sowie Pfizer-Vorsteher Albert Bourla (59).

"Die Präsidentschaftswahlen sind entschieden, und es ist an der Zeit für dieses Land, sich nach vorne zu bewegen", heißt es in dem von der Lobby-Organisation Partnership for New York City organisierten Brief. Die Wirtschaftsführer fordern Amtsinhaber Donald Trump (74) und dessen Unterstützer in der republikanischen Partei damit auf, ihren Widerstand gegen den Wahlausgang aufzugeben und ohne Verzögerungen eine geordnete Übergabe an die neue Regierung des gewählten Präsidenten Joe Biden (78) von den Demokraten zu ermöglichen.

Der US-Kongress soll die Wahlergebnisse an diesem Mittwoch bestätigen. Mehrere Republikaner in Repräsentantenhaus und Senat kündigten dagegen Widerstand an - was die Zustimmung aber nur um einige Stunden verzögern dürfte. Biden hatte die Präsidentschaftswahl klar gegen den Amtsinhaber Trump gewonnen und soll am 20. Januar vereidigt werden. Trump weigert sich nach wie vor, seine Niederlage einzugestehen. Für seine Behauptung, es habe massiven Wahlbetrug gegeben, wurden jedoch keine stichhaltigen Beweise vorgelegt.

mg/dpa-afx
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