mm-Grafik des Tages Wo das Glück über das Geld siegt

Am Donnerstag haben die Vereinten Nationen einen neuen "Weltglücksbericht" herausgebracht - unter anderem verantwortet von Starökonom Jeffrey Sachs. Glück kann man messen, wie die Grafik von Statista  zeigt.

Die Schweiz steht aktuell an der Spitze des Glücksrankings, dicht gefolgt von den nordeuropäischen Ländern um den bisherigen Spitzenreiter Dänemark. Am schlechtesten geht es im Vergleich der 158 untersuchten Länder den Einwohnern Togos. Grundsätzlich entspricht das Ranking der Reihenfolge des Reichtums: Wer Geld hat, hat auch Glück.

Es gibt jedoch bedeutende Abweichungen - einige davon haben wir für die Grafik ausgewählt. Die UN-Forscher haben ermittelt, wie viel des subjektiv berichten Glücks von objektiven Faktoren erklärt werden kann. Neben dem Pro-Kopf-Einkommen zählen dazu auch die soziale Sicherheit, die Lebenserwartung bei guter Gesundheit, die Freiheit über das eigene Leben zu bestimmen, Hilfsbereitschaft und die Abwesenheit von Korruption.

Optimistische Mexikaner, Griechen als größte Glücksverlierer

Was übrig bleibt, könnte man als Maß für Optimismus deuten - das aus eigener Kraft kommende Glück. Besonders groß ist die Differenz in Mexiko, das nach den objektiven Faktoren auf Rang 65 stünde, im Glücksindex aber auf Platz 14 zwischen Österreich und den USA vorrückt. Auch Venezuela schafft es mit guter Stimmung, das reichere Deutschland zu überholen. Deutschland und die USA liegen objektiv auf einer Höhe, das subjektive Glück ist bei den Amerikanern aber spürbar stärker als in dem Land, wo man "Uns geht's doch gut" oft als Beschwörung hört.

Echte Underperformer des Glücks sind reiche Staaten wie Katar, Singapur oder Hongkong. Katar erreicht bei den objektiven Faktoren das Level von Spitzenreiter Schweiz, macht daraus aber nur bescheidenes Glück. Hongkong landet sogar nur auf Platz 72, obwohl die Rahmenbedingungen für Rang 16 reichen würden.

Der größte Glücksverlierer ist Griechenland auf Rang 102. Im Lauf der Krise haben die Hellenen satte 1,47 Glückspunkte verloren - laut UN-Bericht "mehr, als von makroökonomischen Faktoren direkt erklärt werden kann, selbst wenn man die erheblichen Folgen höherer Arbeitslosigkeit berücksichtigt". Das Land durchlebt eine Depression im wahren Wortsinn.

Das Himalaya-Königreich Bhutan, das die Maximierung des Bruttonationalglücks zum Staatsziel erhoben hat, steht übrigens auf Rang 79, trotz geringen Einkommens zum großen Teil von objektiven Daten wie der sozialen Absicherung erklärt. Man kann also nicht behaupten, dass die Bhutaner auf dem letzten Loch ein Liedchen pfeifen.

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