Montag, 14. Oktober 2019

Türkische Lira gibt nach, Inflation in Türkei bleibt hoch Leitzins bleibt bei 24 Prozent

Markt in Istanbul: Die hohe Inflation setzt der Bevölkerung zu

Die türkische Notenbank hat die Zinsen trotz einer anhaltend schwachen türkischen Währung und einer hohen Inflationsrate nicht verändert. Wie die Zentralbank am Donnerstag nach der Zinssitzung mitteilte, bleibt der Leitzins weiter bei 24 Prozent. Analysten hatten diese Entscheidung erwartet. Allerdings zog die Notenbank die Aussage zurück, dass sie - falls notwendig - zu einer weiteren Zinserhöhung bereit sei.

Im September 2018 hatte die Zentralbank den Leitzins zuletzt angehoben, damals mit einem überraschend starken Zinsschritt um 6,25 Prozentpunkte. Die Türkei leidet seit geraumer Zeit unter einer hohen Inflation. Nach jüngsten Daten hatte sie im März bei knapp 20 Prozent gelegen. Im vergangenen Jahr war die Teuerungsrate zeitweise bis auf 25 Prozent gestiegen.

Die Landeswährung Lira reagierte mit Kursverlusten auf die geldpolitischen Entscheidungen der Notenbank. Kurz nach der Zinsentscheidung wurde ein Euro für 6,63 Lira gehandelt. Zuvor hatte der Euro noch 6,58 Lira gekostet.

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