Bank of Spain Notenbank will Bank-Dividenden deckeln

Die spanische Zentralbank drängt die kriselnde Finanzbranche zu einer Deckelung der Dividenden. Die Barausschüttung an die Aktionäre solle in diesem Jahr nicht 25 Prozent des Gewinns übersteigen. Das Ziel der Zentralbanker ist klar.
Finanz- und Wirtschaftskrise in Spanien: Notenbank will Finanzpolster der Geldinstitute stärken

Finanz- und Wirtschaftskrise in Spanien: Notenbank will Finanzpolster der Geldinstitute stärken

Foto: Getty Images

Madrid - Die spanischen Finanzinstitute sollten sich nach Meinung der Notenbank bei der Zahlung von Dividenden zurückhalten. Bei der Barausschüttung empfiehlt die Bank of Spain in einem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben an die spanischen Banken eine Begrenzung auf 25 Prozent des Nettogewinns.

Damit solle gewährleistet werden, dass sich die Geldhäuser auch in den wirtschaftlichen Krisenzeiten auf genügend Kapital stützen können. Ein Sprecher der Notenbank betonte, dabei gehe es nur um die Barausschüttung. Die in Aktien ausgezahlten Dividenden seien davon nicht betroffen und sollten sich an der Gewinnentwicklung orientieren. Spanien steckt tief in der Rezession.

Zahlreiche Banken des Landes waren nach dem Platzen einer Blase am Immobilienmarkt in die Krise gestürzt und mussten mit Milliardensummen gestützt werden. Die Regierung griff dazu auch auf Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm ESM zurück.

kst/rtr/dpa-afx
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