Donnerstag, 27. Februar 2020

Müllvermeidung - so funktioniert es anderswo Die Müll-Musterschüler der Welt

6. Teil: Serbien - Müll-Entwicklungsland in Europa

Überfüllte Mülltonnen in Belgrad: Serbien hat bis heute keine funktionierende Abfallwirtschaft

Serbien hat mit gerade einmal rund 0,3 Prozent (2016) eine der niedrigsten Recyclingquoten in Europa überhaupt. In 20 Prozent des Landes existiert überhaupt keine Müllabfuhr. Dort wo Unternehmen Müll zu Deponien abfahren, funktioniert der Service meist auch nur lückenhaft.

Nur 60 Prozent des Hausmülls landen überhaupt in Deponien. Die drei größten Städte des Landes, Belgrad, Novi Sad and Niš verfügen über überhaupt keine gesundheitlich adequate Deponie. Auch ein dauerhafte Lagerstätte für Gefahrenstoffe existiert in Serbien nicht - obwohl jährlich geschätzt rund 100.000 Tonnen davon anfallen.

Das soll sich nach dem Willen von Belgrad nun ändern: Im Oktober hat die Stadt einen Vertrag mit einem japanischen/farnzösischen Projektbetreiber geschlossen, der eine der größten Mülldeponien Europas in Serbien dichtmachen und ein Kraftwerk bauen will, in dem Müll künftig verfeuert werden soll.

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