Coronavirus breitet sich aus Auch Daimler verlängert Werksferien

Das Coronavirus in China befällt immer mehr Menschen und die Zahl der Todesopfer steigt. Lesen Sie die wichtigsten Entwicklungen im Newsblog.
Ärzte und Krankenschwestern protestieren in Hongkong dafür die Grenzen nach Festlandchina zu schließen

Ärzte und Krankenschwestern protestieren in Hongkong dafür die Grenzen nach Festlandchina zu schließen

Foto: Liau Chung-Ren/ dpa

17.35 Uhr: Wie andere Autobauer verlängert auch Daimler wegen der Ansteckungsgefahr die Werksferien zum chinesischen Neujahrsfest. "Derzeit planen wir den Großteil unserer Produktion in China am 10. Februar wiederaufzunehmen", sagt eine Sprecherin. In der Verwaltung in China werde nach den Feiertagen wieder gearbeitet, dabei setze man auf flexible Arbeitsmodelle wie Home-Office.

16.50 Uhr: Der Schweizer Uhrenkonzern Swatch sagt wegen des Coronavirus-Ausbruchs eine Kundenveranstaltung in Zürich ab. "In Anbetracht der Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Coronavirus und um das Wohlergehen unserer Gäste, Partner und Kollegen zu garantieren" finde die Time-to-Move-Veranstaltung von 28. Februar bis 2. März nicht statt, teilt der Weltmarktführer mit. Auch die Pressetermine vom 4. bis 6. März wurden gestrichen.

15.20 Uhr: Die Lufthansa-Gruppe streicht wegen des Coronavirus weitere Flüge nach China. Dies betreffe auch die Töchter Swiss und Austrian, teilte der Dax -Konzern am Montag in Frankfurt mit. Peking und Shanghai werden bis zum 28. Februar nicht mehr angeflogen, die übrigen Ziele Nanjing, Shenyang und Qingdao sogar bis zum Ende des Winterflugplans am 28. März. Zunächst hatte die Lufthansa nur die Flüge bis zum 9. Februar gestrichen. Die 19 wöchentlichen Verbindungen nach Hongkong werden hingegen weiterhin unverändert angeboten. Man beobachte die Situation weiterhin laufend und stehe mit den Behörden im Kontakt, teilte das Unternehmen noch mit.

13.30 Uhr: Auch an den Börsen ist der Corona-Virus ein wichtiges Thema. Der mögliche Einsatz eines experimentellen Ebola-Mittels zur Bekämpfung des Coronavirus ermuntert Anleger zum Einstieg bei Gilead. Die Aktien der Pharmafirma steigen im vorbörslichen US-Geschäft um gut 13 Prozent. Das ist der größte Kurssprung seit sieben Jahren. Das Unternehmen arbeitet eigenen Angaben zufolge mit der chinesischen Regierung zusammen, um das Ebola-Medikament an Coronavirus-Patienten zu testen. Dagegen setzt die vorübergehende Schließung aller Filialen in China setzt Apple zu. Der US-Konzern notierte vorbörslich ein Prozent tiefer. Am Wochenende hatte der iPhone-Hersteller angekündigt, wegen des Coronavirus alle Geschäfte auf dem chinesischen Festland bis zum 9. Februar geschlossen zu halten.

11.24 Uhr: Wegen des Ausbruchs der Lungenkrankheit hat Hongkong weitere Grenzübergänge nach China geschlossen. Wie Regierungschefin Carrie Lam am Montag mitteilte, bleiben nur noch der Shenzhen Bay-Übergang, die Brücke nach Zhuhai und Macao und eine begrenzte Zahl von Flugverbindungen in die Volksrepublik offen. Dort könnten eingehende Gesundheitskontrollen gemacht werden. Zuvor waren bereits alle Fähr- und Zugverbindungen ausgesetzt worden.

11.10 Uhr: In Deutschland sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums unverändert zehn Infizierte bekannt. Diese seien "alle weitgehend symptomfrei oder symptomarm", sagt ein Ministeriumssprecher. "Wir können aktuell nicht von einem größeren Ausbruch ausgehen.

11.05 Uhr: Der Autozulieferer Webasto lässt seine Firmenzentrale in Stockdorf bei München bis einschließlich Dienstag kommender Woche (11. Februar) geschlossen. "Das sind dann seit unserer Schließung insgesamt zwei Wochen. Damit orientieren wir uns an der von Experten für den Virus angenommenen längsten Inkubationszeit von 14 Tagen", erklärt Vorstandschef Holger Engelmann. Eigentlich sollten die gut 1000 Beschäftigten am Standort am Dienstag wieder antreten. Sieben Webasto-Mitarbeiter in Deutschland und das fünfjährige Kind eines Beschäftigten tragen den Coronavirus in sich, nachdem es von einer chinesischen Mitarbeiterin eingeschleppt worden war.

10.33 Uhr: Die internationalen Kreuzfahrt-Reedereien lassen künftig keine Passagiere oder Besatzungsmitglieder mehr an Bord, die in den vergangenen 14 Tagen auf dem chinesischen Festland unterwegs waren. Das teilte der internationale Kreuzfahrt-Verband CLIA am Montag in Hamburg mit. Zudem würden wegen des Coronavirus Reisen und Routen in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden und der Weltgesundheitsorganisation WHO gegebenenfalls umdisponiert, verändert oder gestrichen. Das liege in der Verantwortung der jeweiligen Reederei.

10.26 Uhr: Im Kampf gegen das Corona-Virus hat China in weniger als zwei Wochen das erste von zwei Notkrankenhäusern in Wuhan hochgezogen. Das "Huoshenshan" ("Berg des Vulkan-Gottes") genannte Hospital in Schnellbauweise hat rund tausend Betten und wurde am Montag eröffnet. Rund 1400 medizinische Kräfte des Militärs betreiben das Behelfshospital, in dem Lungenkranke zentral in Quarantäne kommen und behandelt werden. An den Unterkünften war seit 23. Januar Tag und Nacht gearbeitet worden.

Im Video: Der Bau des Krankenhauses

Reuters

Ein zweites Hospital mit mehr als tausend weiteren Betten soll am Mittwoch eröffnet werden. Es wird "Leishenshan", "Berg des Feuergottes", genannt. Nach dem chinesischen Volksglauben sollen die Götter des Feuers oder des Vulkans helfen, Krankheiten zu bekämpfen. Die beiden Nothospitäler sollen helfen, den akuten Mangel an Krankenbetten zu beheben.

09.50 Uhr - Die Furcht vor einer sinkenden Nachfrage aus China wegen der Ausbreitung des Coronavirus belastet den Ölpreis. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent fiel um bis zu 2,1 Prozent auf 55,42 Dollar. Das ist der niedrigste Stand seit einem Jahr. Der weltgrößte Ölimporteur China hat Flüge gestrichen und Fabriken geschlossen, um die Ausbreitung der neuen Lungenkrankheit einzudämmen. "Reisebeschränkungen und die ausgedehnte Schließung großer Teile des chinesischen Industriesektors haben die Ölnachfrage belastet", schreiben die Rohstoffanalysten von ING in einer Notiz.

Arzt betrachtet CT-Bilder: Die Zahl der Todesopfer ist auf mehr als 600 gestiegen

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Foto: Chogo/ dpa

08.08 Uhr - China wirft einigen Ländern vor, im Zusammenhang mit dem Coronavirus überzureagieren. Das gelte vor allem für die USA, erklärt das Außenministerium in Peking. Die Regierung in Washington habe China keine substanzielle Hilfe angeboten, sondern vielmehr ununterbrochen Panik verbreitet. China hoffe, dass die Länder vernünftig, besonnen und auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse reagierten.

07.37 Uhr - Russland will im Laufe des Tages damit beginnen, seine Bürger aus Wuhan zurückzufliegen. Nach Regierungsangaben halten sich gegenwärtig mehr als 600 Russen in der Provinz Hubei auf. Nach der Beschränkung der Direktflüge nach China ist seit Mitternacht auch der Personen-Zugverkehr zwischen beiden Ländern ausgesetzt. Der letzte Zug von Peking nach Moskau kam an der Grenze leer an. Alle 136 Passagiere hätten den Zug verlassen müssen, meldet die russische Nachrichtenagentur RIA. Es habe sich um Chinesen gehandelt.

07.22 Uhr - Japan bemüht sich laut Ministerpräsident Shinzo Abe darum, Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs auf die in knapp einem halben Jahr in Tokio geplanten Olympischen Spiele zu verhindern. Die Regierung suche engen Kontakt zu allen Verantwortlichen wie dem Internationalen Olympischen Komitee und der Weltgesundheitsorganisation, um die richtigen Schritte einzuleiten, sagt Abe vor einem Parlamentsausschuss. Laut der Olympia-Ministerin Seiko Hashimoto erwägen die Organisatoren nicht, die Spiele abzusagen. Sie sollen am 24. Juli starten.

06.35 Uhr - US-Außenminister Mike Pompeo kündigt weitere Flüge nach China an, um US-Bürger zurückzuholen. Es würde einige Maschinen nach Hubei fliegen. Auch Bürger anderer Staaten könnten an Bord genommen werden. Zudem würden die US-Maschinen medizinische Güter nach China bringen.

05.28 Uhr - Die Zahl der in den USA mit dem Virus infizierten Personen erhöht sich auf elf. Bei einem Ehepaar im San Benito County in Kalifornien ist der Mann kürzlich nach Wuhan gereist und hat die Krankheit offenbar an seine Frau übertragen. Keiner der beiden Patienten sei im Krankenhaus, teilen die verantwortlichen Behörden mit.

05.12 Uhr - Der chinesische Telekommunikationsriese Huawei hat die Produktion wieder hochgefahren. Der Betrieb laufe wieder normal, sagt ein Unternehmenssprecher. Der Konzern besitzt eine Ausnahmegenehmigung der Regierung, mit der es bestimmten kritischen Branchen möglich ist, die Produktion von Waren und Konsumgütern trotz Zwangspause zur Eindämmung des Coronavirus wieder aufzunehmen. Der Sprecher sagt, der größte Teil der Produktion sei in Dongguan, einer Stadt in der südlichen Provinz Guangdong.

05.05 Uhr - Das erste von zwei neuen chinesischen Krankenhäusern zur Isolation von Coronavirus-Erkrankten in Wuhan ist nach nur acht Tagen Bau fertig. Die ersten Patienten werden am Montag erwartet, berichten staatliche Medien. Das Krankenhaus "Huoshenshan" ("Feuergott Berg") umfasst 1000 Betten. Mehr als 7500 Arbeiter sind an dem Schnellbauprojekt beteiligt. Das zweite Krankenhaus "Leishenshan" ("Donnergott Berg") mit 1600 Betten soll am 05. Februar eröffnet werden. Die Pläne für die Bauprojekte stammen von einem ähnlichen Schnellbau in Peking aus dem Jahr 2003 zur Bekämpfung des Sars-Virus.

04.01 Uhr - Kurz nach dem Aussetzen des Luftverkehrs mit China am Freitag nimmt Pakistan die Verbindung bereits wieder auf. "Ein Southern Airlines-Flug mit 145 Passagieren an Bord wird am Montag um 09.00 Uhr am internationalen Flughafen von Islamabad landen", teilte Abdul Sattar Khokhar vom Luftfahrtsministerium der Nachrichtenagentur Reuters per SMS mit. Immer mehr Fluggesellschaften haben Flüge nach China wegen des Ausbruchs des Coronavirus und der schrumpfenden Nachfrage ausgesetzt.

03.47 Uhr - Die australische Regierung hat 243 Bürger und Personen mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung aus Wuhan mit Hilfe einer gecharterten Qantas-Maschine ausgeflogen. "Wir haben schutzbedürftigen und isolierten Australiern Priorität eingeräumt, was sich in der Tatsache widerspiegelt, dass 89 der Australier auf dem Flug unter 16 und fünf unter zwei sind", sagt Außenministerin Marise Payne in Canberra. Rund 600 Australier sind in der Region Hubai registriert. Das Flugzeug verfüge über medizinische Luftfilter, die 99 Prozent aller Partikel, einschließlich Viren, eliminieren, sagt Qantas-Chef Alan Joyce. Die 243 Menschen werden in einem umstrittenen Gefangenenlager auf einer abgelegenen Insel im Indischen Ozean vor der Nordwestküste Australiens unter Quarantäne gestellt. Das von Australien geführte Zentrum wurde in der Vergangenheit zur Inhaftierung von Asylbewerbern genutzt.

02.38 Uhr - Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe kündigt an, die Bevölkerung mit allen notwendigen Maßnahmen vor dem Ausbruch des Coronavirus zu schützen. Japan habe bereits mit der Entwicklung von Schnell-Tests zur Frühdiagnostik von infizierten Personen begonnen.

01.49 Uhr - Der britische Arzneimittelhersteller GlaxoSmithKline arbeitet mit der weltweiten "Coalition for Epidemic Preparedness Innovations" (CEPI) zusammen, um die Entwicklung eines Impfstoffs gegen den Ausbruch des Coronavirus zu unterstützen. GSK stelle seine "adjuvante Plattformtechnologie" für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das 2019-nCoV-Virus zur Verfügung, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von GSK und CEPI. Dies ermögliche die Produktion von mehr Impfstoffdosen und erhöhe daher die Verfügbarkeit für mehr Menschen. Derzeit gibt es keinen Impfstoff gegen das Coronavirus, mehrere Länder und Organisationen arbeiten an der Entwicklung. Die französische Stiftung "Pasteur Institute" erklärt, sie habe eine Task Force eingesetzt, um in 20 Monaten einen Impfstoff gegen das Virus zu herzustellen. Die deutsche Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) erwartet, dass ein Impfstoff innerhalb von "ein paar Monaten" entwickelt werde.

01.29 Uhr - Die kalifornische Gesundheitsbehörde hat den neunten Fall einer Infektion mit dem Virus in den USA bestätigt. Die Frau und ihre Familie sei in ihrem Haus in Santa Clara unter Quarantäne. Sie sei nicht so krank, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müsse, teilen die verantwortlichen Behörden mit. Es gebe keinen Zusammenhang mit dem ersten Fall einer Ansteckung in Santa Clara. Die Frau ist kürzlich von einer Reise nach Wuhan zurückgekehrt. Die US-Gesundheitsbehörden stufen die Risiken für die Vereinigten Staaten weiterhin niedrig ein.

01.16 Uhr - Der Ausbruch der neuartigen Lungenkrankheit hat in China schon mehr Menschenleben gefordert als die Sars-Pandemie vor 17 Jahren - weltweit waren allerdings 774 Tote wegen einer Sars-Infektion zu beklagen. Die Gesundheitskommission in Peking meldete am Montag den bisher stärksten Anstieg der Infektionen und Todesfälle innerhalb eines Tages. Die Gesamtzahl der Todesfälle durch das Coronavirus ist am Sonntag in China auf 361 gestiegen. Das sind 57 mehr als am Vortag, teilt die Nationale Gesundheitskommission mit. 56 der neuen Todesfälle sind in der Provinz Hubei und einer in der Gemeinde Chongqing gemeldet. Die Zahl der neu bestätigten Infektionen in China ist am Sonntag um 2829 auf 17.205 geklettert. Die Gesundheitskommission sprach zudem von mehr als 20.000 Verdachtsfällen.

Das geschah in der vergangenen Woche

13.35 Uhr: 3.35 Uhr - Russland meldet den ersten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus. Es handele sich um zwei infizierte Personen, die chinesische Staatsbürger seien, teilen die russischen Behörden mit. Sie seien unter Quarantäne gestellt worden. Zudem würden russische Bürger aus dem chinesischen Wuhan ausgeflogen und isoliert untergebracht.

Aus China ausgeflogene Russen sollen nur dann unter Quarantäne gestellt werden, wenn bei ihnen Symptome der durch das Coronavirus ausgelösten Atemwegserkrankung festgestellt werden. Das sagt die stellvertretende Ministerpräsidentin Tatiana Golikowa. Alle Direktflüge aus Russland nach China würden von Mitternacht an ausgesetzt. Eine Ausnahme seien Flüge der Gesellschaft Aeroflot. Zudem werde geprüft, ob Chinesen vorübergehend keine Visa mehr ausgestellt werden sollen.

Polizisten riegeln die Brücke Jiujiang Yangtze River zur Provinz Hubei ab

Polizisten riegeln die Brücke Jiujiang Yangtze River zur Provinz Hubei ab

Foto: REUTERS

13.00 Uhr: Die Unternehmen in Peking sollen vom 10. Februar an den Betrieb wieder aufnehmen. Das habe die Verwaltung der chinesischen Hauptstadt beschlossen, berichten Staatsmedien.

12.54 Uhr: Die finnische Fluglinie Finnair stellt aufgrund des Ausbruchs des neuartigen Coronavirus alle Flüge nach China ein. Alle Flüge auf das chinesische Festland zwischen dem 6. und 29. Februar werden gestrichen, wie die Airline am Freitag in Helsinki mitteilte. Bis dahin sollten betroffene Finnair-Kunden, die sich gerade auf Reisen befinden, nach Helsinki zurückgebracht werden.

Nach Guangzhou will Finnair demnach bereits vom 5. Februar und bis zum 29. März nicht mehr fliegen. Für alle Verbindungen nach China bis Ende Februar werden ab sofort außerdem keine Buchungen mehr angenommen.

12.35 Uhr - In Südfrankreich kommt die erste Maschine an, die Franzosen aus den vom Coronavirus betroffenen Gebieten in China zurückholt. Das Flugzeug sei auf dem Militärstützpunkt Istres gelandet, meldet der französische Fernsehsender BFM. An Bord seien rund 200 Menschen.

12.42 Uhr: Der Billigflieger Scoot aus Singapur setzt alle Flüge von und nach China aus. Das berichten örtliche Medien. Das gelte vom 8. Februar an.

Das Medical Assessment Center am Flughafen in Frankfurt am Main ist bereit, für etwaige Quarantäne-Maßnahmen

Das Medical Assessment Center am Flughafen in Frankfurt am Main ist bereit, für etwaige Quarantäne-Maßnahmen

Foto: YANN SCHREIBER/ AFP

12.33 Uhr: Ein Flugzeug der Luftwaffe zur Rückholung von Deutschen ist unterwegs in die vom neuartigen Coronavirus am stärksten betroffene chinesische Provinz Hubei. Die Maschine hob am Freitag gegen 12 Uhr vom Flughafen Köln-Wahn ab. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen mit dem Flug rund 130 Menschen zurückgeholt werden - rund 90 deutsche Staatsbürger und etwa 40 Angehörige mit anderer Staatsangehörigkeit. Die Rückkehrer werden am Samstagmittag in Deutschland erwartet.

Der Airbus A310 "Kurt Schumacher" startete am Freitag auf dem Flughafen Köln Bonn in Richtung Wuhan

Der Airbus A310 "Kurt Schumacher" startete am Freitag auf dem Flughafen Köln Bonn in Richtung Wuhan

Foto: Oliver Berg/ dpa

12.30 Uhr: Die chinesische Frauenfußball-Nationalmannschaft wird an der olympischen Qualifikation in Sydney teilnehmen, befindet sich wegen des Ausbreitungsrisikos des Coronavirus derzeit aber noch in einem Hotel in Brisbane in Quarantäne. Australische Behörden hatten die unmittelbare Isolation des Teams bei seiner Ankunft in Australien angeordnet. Das Olympia-Qualifikationsturnier der asiatischen Liga war aufgrund des aktuellen Infektionsrisikos des Virus aus China zunächst von Wuhan nach Nanjing und später nochmals nach Sydney verlegt worden.

Die 32 Teammitglieder der chinesischen Auswahl, darunter Spielerinnen, Trainer und Betreuer, waren vor etwa einer Woche durch die vom Virus besonders betroffene chinesische Stadt Wuhan gereist. Das ganze Team sei aber bei guter Gesundheit, Anzeichen einer Infektion gebe es keine, teilte der chinesische Fußballverband mit. Die Quarantäne soll noch bis Mittwoch dauern.

12.21 Uhr: Die Tübinger Biotechfirma CureVac soll eine führende Rolle bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus übernehmen. Dafür bekommt das Unternehmen zusätzliche Gelder. Über die internationale Impfstoffinitiative CEPI (Coalition for Epidemic Preparedness Innovations), an der auch Deutschland beteiligt ist, werde CureVac 8,3 Millionen US-Dollar (rund 7,5 Millionen Euro) "für die beschleunigte Impfstoffentwicklung und -herstellung sowie klinische Studien" erhalten, hieß es am Freitag in einer gemeinsamen Mitteilung beider Seiten und des Bundesforschungsministeriums in Berlin.

12.20 Uhr: Japan stemmt sich gegen Gerüchte über eine mögliche Absage der Olympischen Spiele in Tokio in knapp einem halben Jahr. "Wir haben nie diskutiert, die Spiele abzusagen", teilte das Olympia-Organisationskomitee in Tokio am Freitag in einer Stellungnahme mit. Im Internet hatten zuvor entsprechende Gerüchte kursiert. Man werde weiterhin mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und relevanten Organisationen kooperieren und falls nötig, Gegenmaßnahmen überprüfen, hieß es weiter. "Vorbereitungen für Tokio 2020 gehen wie geplant weiter", teilte zudem das IOC mit.

Japan hat derweil seine Maßnahmen weiter verstärkt, um eine Ausbreitung der Krankheit im eigenen Land zu verhindern. Bis Freitag belief sich die Zahl der bestätigten Fälle des neuen Erregers in Japan auf 17. In den meisten Fällen erfolgten die Infektionen jedoch in China.

11.57 Uhr: Die Weltgesundheitsbehörde WHO ruft die Staaten auf, trotz der Verbreitung des Coronavirus die Grenzen offen zu halten, damit Menschen reisen könnten und der Handel nicht unterbrochen werde. Es gebe gute Gründe, die Grenzübergänge durchgängig zu lassen, damit Menschen nicht unkontrolliert und ohne medizinische Untersuchung einreisen, sagt WHO-Sprecher Christian Lindmeier in Genf. Die Staaten hätten die Souveränität, ihre Bürger zu schützen, doch sollten Grenzen so kurz wie möglich geschlossen werden.

11.55 Uhr: Am Kölner Flughafen ist ein Luftwaffen-Airbus gestartet, der Dutzende Deutsche wegen der Ausbreitung des Coronavirus aus China abholen soll. Nach bisheriger Planung soll der Truppentransporter am Samstagabend wieder in Frankfurt landen.

11.47 Uhr: Angesichts der weltweiten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus aus China hat Italien am Freitag den nationalen Notstand ausgerufen. Das gab die Regierung in Rom bekannt. Die Maßnahme erlaubt die rasche Bereitstellung von Geldern und raschere Schutzmaßnahmen gegen eine Weiterverbreitung des Virus. Zuvor hatten die italienischen Behörden die ersten Infektionsfälle im Land bestätigt, dabei handelt es sich um zwei Touristen aus China. Bereits am Donnerstag hatte Italien alle Flüge von und nach China gestoppt.

11.40 Uhr: Singapur untersagt Reisenden, die sich in jüngster Zeit in China aufgehalten haben, die Einreise. Visa für Chinesen würden nicht mehr erteilt, erklärt das Gesundheitsministerium von Singapur. Dies soll von Samstag an gelten und auch Transitreisende betreffen. Ausgenommen seien Bewohner von Singapur und Personen mit einer Arbeitserlaubnis.

Reisende in Peking am Bahnhof

Reisende in Peking am Bahnhof

Foto: Mark Schiefelbein/ AP

11.23 Uhr Die Zahl der Infektionsfälle in China ist auf mehr als 9800 gestiegen. Das teilt der chinesische UN-Botschafter Wang Qun in Wien mit. Insgesamt gebe es mittlerweile 9809 bestätigte Fälle. Darunter seien 1527 Menschen, deren Gesundheitszustand kritisch sei. Hinzu kämen 15.238 Verdachtsfälle. Bislang seien 213 Todesfälle bekannt.

11.16 Uhr: Die russischen Behörden raten von Küssen, Umarmungen und Händeschütteln zur Begrüßung ab. Zudem sollten in der Öffentlichkeit Schutzmasken getragen werden, um die Ansteckungsgefahr zu verringern, teilt die Behörde für Verbraucher- und Gesundheitsschutz mit. Firmen mit chinesischen Mitarbeitern, die sich derzeit in China aufhielten, sollten den Urlaub dieser Beschäftigten bis auf weiteres verlängern. In Russland wurde bislang kein Infektionsfall gemeldet.

Gestrandete Passagiere am Flughafen Rom. Die Regierung hat den Flugverkehr von und nach China gestoppt.

Gestrandete Passagiere am Flughafen Rom. Die Regierung hat den Flugverkehr von und nach China gestoppt.

Foto: TIZIANA FABI/ AFP

11.01 Uhr: Die italienische Regierung berät darüber, einen nationalen Notstand auszurufen. Am Donnerstagabend hatten die Behörden die ersten beiden Fälle von Virus-Erkrankungen in Italien gemeldet. Dabei handelt es sich um zwei chinesische Touristen. Die Regierung hat zudem den Flugverkehr von und nach China gestoppt.

10.54 Uhr: Japan verweigert Personen die Einreise, die in den vergangenen beiden Wochen in der chinesischen Provinz Hubei waren - dem Zentrum des Virus-Ausbruchs. Die Anordnung gelte bis auf weiteres, erklärt Ministerpräsident Shinzo Abe bei einem Treffen mit einer Arbeitsgruppe der Regierung zu dem Thema.

10.40 Uhr: Sieben Trainer des niederländischen Erstliga-Fußballclubs Ajax Amsterdam können der Zeitung "De Telegraaf" zufolge wegen des Coronavirus nicht zurück an ihren Arbeitsplatz. Ajax arbeite mit dem chinesischen Verein Guangzhou R&F zusammen, wo die sieben Fußballlehrer normalerweise im Einsatz seien.

Nach einem Heimaturlaub in den Niederlanden während der chinesischen Neujahrsferien kämen die Trainer nun nicht nach China zurück, meldete die Zeitung am Freitag. Zugleich säßen drei ehemalige Spieler von Feyenoord Rotterdam in China fest. Es werde erwartet, dass Giovanni van Bronckhorst, Jean-Paul van Gastel und Arno Philips nun dieses Wochenende in die Niederlande reisen könnten, schrieb "De Telegraaf".

10.33 Uhr: Nun gibt es auch in Großbritannien zwei bestätigte Krankheits-Fälle. Zwei Patienten seien in England positiv auf das Virus getestet worden, teilte der oberste englische Gesundheitsbeamte Chris Whitty am Freitag mit. Es handele sich um zwei Mitglieder derselben Familie. Wo die beiden behandelt werden, ließ Whitty ebenso offen wie weitere Details zu ihrer Identität.

9.35 Uhr: Die Mongolei schließt ihre Grenzübergänge zu China, berichtet Reuters. Nur den Bürgern der Mongolei, die sich derzeit noch in China befinden, dürfen noch bis zum 6. Februar in ihre Heimat zurückkehren. Allen anderen Reisenden ist der Grenzübertritt aus China in die Mongolei verwehrt. Die Grenzen sollen bis 2. März geschlossen bleiben. Aus der Mongolei, die zwischen China und Russland liegt, wurde bislang kein Infektionsfall gemeldet.

In dieser Kaserne müssen die zurückgeholten Deutschen dann für einige Zeit in Quarantäne

In dieser Kaserne müssen die zurückgeholten Deutschen dann für einige Zeit in Quarantäne

Foto: Uwe Anspach/ dpa

9.31 Uhr: Die Luftwaffe will noch am Freitag ein Flugzeug nach China schicken, um Deutsche aus der vom Coronavirus am stärksten betroffenen chinesischen Provinz Hubei auszufliegen. Nachdem die Zustimmung der beteiligten Staaten vorlag, soll der Flug nach dpa-Informationen am Vormittag von Köln-Wahn aus starten.

9.25 Uhr: Die chinesische Regierung stellte die Dropshipping-Abwicklungsdienste im Zuge der von Coronavirus Krise nahezu flächendeckend ein. Wenn Händler beim Dropshipping alleinig auf Hersteller aus Fernost setzen, kann dies aktuell existenzbedrohend sein. Menschen aus der ganzen Welt zögern, mit irgendetwas aus China in Kontakt zu kommen. Online-Käufer sind daher vielerorts besorgt, dass die in China hergestellten Produkten mit dem Virus infiziert sein könnten. Die Folge sind überdurchschnittliche Stornoraten bereits gekaufter Produkte.

GRAFIK Coronavirus Länder / Statista

GRAFIK Coronavirus Länder / Statista

Aufgrund der wachsenden Besorgnis und der drohenden Übertragung des Coronavirus stellt die chinesische Regierung die Aktivitäten der in China ansässigen Dropshipping-Händler großflächig ein. Viele Manufakturen empfehlen daher Ihren europäischen Widerverkäufer, auf Anzeigenwerbung wie die gängigen Facebook-Anzeigen zu verzichten.

9.15 Uhr: Zum Hintergrund: Wie viele Passagiere fliegen eigentlich von China nach Deutschland? Das hat das Statistische Bundesamt ermittelt und ist zu diesem ergebnis gekommen: In den ersten elf Monaten 2019 sind etwa 1,5 Millionen Passagiere aus China nach Deutschland geflogen. Das waren in etwa so viele wie im gesamten Vorjahr mit 1,6 Millionen Fluggästen. Erfasst wurden dabei ausschließlich Direktflüge, teilte das Statistische Bundesamt mit. Wegen des neuartigen Coronavirus haben mehrere Airlines vorerst ihre Verbindungen nach China eingestellt, darunter auch die Lufthansa.

Die meisten Passagiere aus China landeten den Angaben zufolge 2018 in Frankfurt (1.019 000 Reisende), gefolgt von München (449.000) und Berlin-Tegel (50.000). Wichtigste Airports für die Verbindung von China nach Deutschland waren die internationalen Flughäfen in Peking, Shanghai und Hongkong. Direktflüge nach Deutschland aus der Stadt Wuhan, in der das Corona-Virus zuerst bemerkt wurde, fanden nicht statt.

8.56 Uhr: Das Frankfurter Gesundheitsamt bereitet sich auf mehr als 100 Deutsche aus der vom Corona-Virus stark betroffenen chinesischen Provinz Hubei vor. Am Frankfurter Flughafen werden die Passagiere des Rückholfluges zunächst in das medizinische Zentrum Medical Assessment Center gebracht, wie der Leiter der Behörde, René Gottschalk, dem Sender hr-Info in einem am Freitagmorgen ausgestrahlten Beitrag sagte. Dies diene dazu, "mögliche Kontaktpersonen zu erfassen". Anschließend sollen die Passagiere in eine Quarantäne-Station gebracht werden, die sich im südpfälzischen Germersheim befindet.

Checkpoint am Jiujiang Yangtze River. Die Brücke in die Provinz Hubei wird von Polizisten abgeriegelt.

Checkpoint am Jiujiang Yangtze River. Die Brücke in die Provinz Hubei wird von Polizisten abgeriegelt.

Foto: REUTERS

8.21 Uhr: Die Abriegelung der Provinz Hubei funktioniert nicht hermetisch. Menschen überqueren am Fluss Jangtze in beide Richtungen eine Brücke, die die Stadt Huanggang in Hubei mit der Stadt Jiujiang in der Nachbarprovinz Jiangxi verbindet. Ein Polizist erklärt, wenn es "besondere Umstände" gebe, könnten Personen die Brücke passieren. Huanggang ist eine der am stärksten von dem Virus-Ausbruch betroffenen Städte.

7.05 Uhr: Die Zahl der Verstorbenen durch den neuartigen Coronavirus in China ist um 42 auf insgesamt mindestens 213 gestiegen. Wie die chinesischen Behörden am Freitag (Ortszeit) mitteilten, wurden alle neuen Todesfälle in der zentralchinesischen Provinz Hubei verzeichnet, die am stärksten von der Epidemie betroffen ist. Es handelt sich um den höchsten Anstieg der verzeichneten Todesfälle innerhalb eines Tages seit der Ausbreitung des Erregers. Die Zahl der Patienten mit dem neuartigen Coronavirus kletterte um 1981 auf 9692 Betroffene.

6.32 Uhr: Die Rückholung ausländischer Staatsbürger aus der Millionenmetropole Wuhan in der Provinz Hubei weiter. Eine Maschine mit französischen Bürgern hob am Freitagmorgen (Ortszeit) von Wuhan ab, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Ein Flugzeug mit britischen Bürgern an Bord hat nach Angaben der britischen Botschaft in China kurz vor 03.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit Wuhan verlassen.

Für die Passagiere der "Costa Smeralda" geht die Reise nach 12 Stunden Ausgangssperre am Freitagabend wieder weiter

Für die Passagiere der "Costa Smeralda" geht die Reise nach 12 Stunden Ausgangssperre am Freitagabend wieder weiter

Foto: FILIPPO MONTEFORTE/ AFP

6.00 Uhr: Tausende Passagiere saßen auf einem Kreuzfahrtschiff in Italien wegen eines Corona-Verdachts stundenlang fest. Eine Touristin aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao hatte auf der "Costa Smeralda" über Fieber und Atemprobleme geklagt. Sie und ihr Mann wurden isoliert und auf das Virus untersucht. Mehr als 6600 Menschen - darunter nach Angaben der Reederei 5023 Urlauber - durften das Schiff im Hafen in Civitavecchia am Donnerstag nicht verlassen. Erst am Abend kam die Entwarnung: Die Tests an den beiden Menschen waren negativ, teilte das Gesundheitsministerium in Rom mit. Die Passagiere durften an Land.

Die Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere erklärte, es habe sich um eine "normale Grippe" gehandelt. Das Schiff werde am Freitagabend in Richtung Savona in Ligurien weiterfahren und den Hafen La Spezia überspringen. Danach soll die Reise wie geplant weitergehen. An Bord waren auch deutsche Touristen, wie eine Sprecherin des Unternehmens sagte. Eine genaue Zahl konnte sie nicht nennen.

5.45 Uhr: Das Auswärtige Amt https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/china-node/chinasicherheit/200466?isLocal=false&isPreview=false#content_0  warnt vor Reisen in die Provinz Hubei. "Verschieben Sie nach Möglichkeit nicht notwendige Reisen nach China", heißt es in neuen Reisehinweisen der Behörde. Noch deutlicher rief die US-Regierung ihre Staatsbürger dazu auf, nicht mehr nach China zu reisen. Auch sollten Amerikaner in China die Ausreise erwägen. Der US-Reisehinweis für China wurde auf die höchste von vier Warnstufen hochgesetzt: "Nicht reisen."

02.55 Uhr: Die USA verschärfen ihre Reisehinweise für China. Auf der Internetseite des Außenministeriums heißt es: "Reisen Sie nicht nach China wegen des neuartigen Coronavirus, der erstmals in Wuhan, China, identifiziert wurde."

01:39 Uhr: Die Provinz Shandong an der chinesischen Ostküste hat Unternehmen laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Xinhua darum gebeten, ihren Betrieb nicht vor dem 10. Februar wieder aufzunehmen. So solle dabei geholfen werden, die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

2.00 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die rasante Ausbreitung des neuartigen Coronavirus aus China zum internationalen Gesundheitsnotstand erklärt. Das bedeutet, dass die mehr als 190 Mitgliedsländer von der WHO empfohlene Krisenmaßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung untereinander koordinieren.

Noch sei die Zahl der Infektionen außerhalb Chinas relativ gering, sagte WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstagabend nach der Sitzung eines Expertenausschusses. Aber man wisse nicht, welchen Schaden das Virus in einem Land mit einem schwachen Gesundheitssystem anrichten würde. "Wir sitzen alle im selben Boot", sagte Tedros. Das Virus könne nur gemeinsam aufgehalten werden. "Das ist die Zeit für Fakten, nicht Angst." Der Notstand heißt offiziell "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite".

In Deutschland bestätigte das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstagabend einen fünften Fall. Der Patient ist ein Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die vier zuvor bekannten Fälle beschäftigt sind.

Italien setzte nach zwei bestätigten Coronavirus-Fällen den Flugverkehr zwischen Italien und China aus. Das erklärte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Donnerstagabend in Rom. Italien sei das erste Land in der EU, das diese Maßnahme ergreife. Bei den beiden Patienten handelt es sich um zwei chinesische Touristen, die nun auf einer Isolierstation in Rom seien. Conte rief die Menschen auf, nicht in Panik zu geraten, die Lage sei unter Kontrolle.

Ticker: Das geschah am Donnerstag

BMW Brilliance: Das deutsch-chinesische Joint Venture hat in Shenyang seine drei Fabriken geschlossen

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19 Uhr: In Diplomatenkreisen wird davon ausgegangen, dass rund 90 Deutsche und einige zugehörige Familienmitglieder das Angebot zur Ausreise aus der Region Wuhan annehmen werden. Eine konkrete Zahl werde erst kurz vor dem Abflug feststehen, da die Teilnahme freiwillig sei, heißt es im Auswärtigen Amt. "Wir tun alles dafür, dass sich aus der Rückholung keine Gefahr für die deutsche Bevölkerung ergibt. Deswegen wird es vor dem Flug medizinische Untersuchungen geben, sowohl durch die chinesische Seite als auch durch unser medizinisches Personal auf dem Flieger. Auch während des Fluges befinden sich die Passagiere unter medizinischer Beobachtung durch das Fachpersonal."

17.00 Uhr: Offenbar Entwarnung in Italien: Die ersten Tests nach einem Verdacht auf das Coronavirus auf einem Kreuzfahrtschiff lassen hoffen. Wie das italienische Gesundheitsministerium am Donnerstag bestätigte, ergaben erste medizinische Untersuchungen keinen Hinweis auf den Erreger der Lungenkrankheit aus China. Man wolle aber noch weitere Resultate abwarten.
Wegen des Verdachts waren rund 7000 Menschen - darunter etwa 6000 Passagiere - stundenlang an Bord der "Costa Smeralda" im Hafen der italienischen Stadt Civitavecchia festgehalten worden (siehe unten). Eine Touristin aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao hatte an Bord Symptome wie Fieber und Atemprobleme gehabt, die ein Anzeichen für das Coronavirus sein können. Auch ihr Mann war untersucht worden.

15.30 Uhr - Auch Volkswagen und seine chinesischen Joint-Venture-Partner verlängern die Werksferien ihrer gemeinsamen Produktionsstätten in China. Das Gemeinschaftsunternehmen mit Saic werde die Produktion erst am 10. Februar wieder aufnehmen, dasjenige mit FAW nicht vor dem 9. Februar, wie Volkswagen mitteilte. Die geplanten Auslieferungen an Kunden seien von diesem Schritt nicht betroffen.

14.00 Uhr - BMW lässt die Produktion in China ruhen. Der Autobauer hat angesichts der Ausbreitung des Coronavirus in China seine drei Werke in der Millionenstadt Shenyang geschlossen. Die einwöchigen Neujahrsferien seien jetzt um eine weitere Woche bis 9. Februar verlängert worden, sagte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag in München. Nur die Büroangestellten arbeiteten ab kommenden Montag wieder, jedoch von zuhause aus. Shenyang ist der weltweit größte Standort des Autobauers: Rund 18.000 Mitarbeiter fertigen dort jährlich eine halbe Million Autos sowie Motoren. Wie es ab 10. Februar weitergehe, sei noch offen, sagte der Sprecher.

13.00 Uhr: Nun steht es fest. Die Deutschen, die sich in der Metropole Wuhan befinden, sollen am Samstag ausgeflogen werden. Die deutschen Konsularbeamten vor Ort sollen die Betroffenen informiert haben, dass sie dann zum Flughafen kommen sollen, um nach Frankfurt geflogen zu werden, berichtete ein deutscher Ingenieur telefonisch der Deutschen Presse-Agentur in Peking. Nach bisherigen Schätzungen geht es um rund 90 Bundesbürger. Sie sollen nach der Landung zwei Wochen in Quarantäne kommen.

"Costa Smeralda" (Bild Archiv): Tausende Passagiere sitzen auf dem Kreuzfahrtschiff fest in Civitavecchia bei Rom und dürfen es nicht verlassen. Es besteht der Verdacht, dass sich Passagiere mit dem Coronavirus angesteckt haben.

"Costa Smeralda" (Bild Archiv): Tausende Passagiere sitzen auf dem Kreuzfahrtschiff fest in Civitavecchia bei Rom und dürfen es nicht verlassen. Es besteht der Verdacht, dass sich Passagiere mit dem Coronavirus angesteckt haben.

Foto: Andrea Warnecke/DPA/TMN

12.00 Uhr - Wegen des Verdachts auf das Coronavirus sitzen Tausende Passagiere an Bord eines Kreuzfahrtschiffes im Hafen der italienischen Stadt Civitavecchia fest. Wie die Nachrichtenagentur Ansa und die englischsprachige Reuters am Donnerstag schreiben, sollen zwischen 6000 und 7000 Menschen an Bord der "Costa Smeralda" sein. Eine Touristin aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao habe Symptome wie Fieber und Atemprobleme gehabt, wie auch ein Sprecher der Reederei bestätigte. Sie und ihr Mann waren laut Medien am 25. Januar am Flughafen in Mailand angekommen. Die Frau sei auf dem Schiff medizinisch versorgt und isoliert worden. Die Ergebnisse eines Virustests wurden für den Nachmittag erwartet, ihr Mann habe kein Fieber. Die örtlichen Behörden ordneten an, dass die Passagiere zunächst nicht an Land gehen durften.

Das Ehepaar hat die Kreuzfahrt den Berichten nach in der Hafenstadt Savona in Ligurien begonnen. Das Schiff habe auf der regulären Tour durchs westliche Mittelmeer in Marseille, Barcelona und Palma de Mallorca Station gemacht, bevor es Civitavecchia anlief.

11.30 Uhr - Bei der geplanten Rückholung von etwa hundert Deutschen aus der vom neuartigen Coronavirus besonders betroffenen chinesischen Metropole Wuhan gibt es noch letzte Hürden. Bisher gebe es keine Landegenehmigung für die Bundeswehrmaschine in Wuhan, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag der "Bild"-Zeitung. Die Rückholung solle "schnellstmöglich" erfolgen. "Wir müssen es aber auch gründlich vorbereiten", fügte Spahn hinzu. Dem Bericht zufolge soll der Airbus der Luftwaffe am Freitagmittag von Köln-Wahn aus in Richtung China fliegen. Zuvor hatten bereits andere Medien berichtet, die Rückholaktion solle am Samstag stattfinden.

11 Uhr - Frankreich meldet eine weitere Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Bei der fünften Erkrankung im Land handele sich um die Tochter eines erkrankten 80-jährigen Touristen aus China, teilte das Gesundheitsministerium mit. Der Zustand des 80-Jährigen sei ernst, er werde weiter in einem Pariser Krankenhaus behandelt.

10.00 Uhr: Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus schließt Russland seine 4250 Kilometer lange Grenze zu China. Eine entsprechende Anordnung sei unterzeichnet und bereits in Kraft getreten, nun würden "alle über die beschlossenen Maßnahmen informiert", zitierten die russischen Nachrichtenagenturen am Donnerstag Ministerpräsident Michail Mischustin. Details zur Dauer der Grenzschließung nannte er zunächst nicht. Bereits am Montag hatte die Mongolei ihre knapp 4700 Kilometer lange Grenze zum chinesischen Nachbarn geschlossen.

Der neuartige Erreger einer Lungenkrankheit breitet sich seit Ende Dezember immer rascher aus. Bis Donnerstag meldeten die chinesischen Behörden mindestens 170 Tote und über 7700 Infizierte. Außerhalb Chinas gibt es inzwischen rund 50 Infektionsfälle in mindestens 18 Ländern, davon vier in Deutschland. Russland und die Mongolei sind bisher nicht betroffen.

08.45 Uhr - Anleger trennen sich angesichts der Ausbreitung des Coronavirus in China vom Yuan. Der Dollar verteuert sich zur chinesischen Landeswährung um ein halbes Prozent auf 7,0038 Yuan. Damit notiert der Yuan so tief wie seit einem Monat nicht mehr.

08.00 Uhr - Die Aktien des Halbleiterzulieferers Siltronic geraten im Frankfurter Frühhandel unter Druck und geben 4,3 Prozent nach. Ein Händler sprach von Gewinnmitnahmen, nachdem die Titel am Vortag um zwölf Prozent nach oben geschnellt waren. Er verwies zudem auf schwächere Halbleiter-Titel in Asien.

04.30 Uhr - Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung fürchtet negative Folgen durch den Ausbruch des Coronavirus in China. "Sollte sich der Corona-Virus, vor allem in China, deutlich ausbreiten, dürften die wirtschaftlichen Auswirkungen auch in Deutschland spürbar werden", sagt DIW-Präsident Marcel Fratzscher der Zeitung "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstagausgabe). "Die Nachfrage von Konsumenten dürfte sinken, vor allem für Konsumgüter und für Reisen", betont der Ökonom. Die Entscheidung von Lufthansa, die Flüge nach China zu streichen, sei hierfür ein Beispiel. "Deutsche Unternehmen sind stark gegenüber China exponiert", betont Fratzscher. "Alleine die vier großen deutschen Autobauer Audi, VW, Daimler und BMW erzielen mehr als ein Drittel ihrer Gewinne in China."

04.00 Uhr - Die schwedische Möbelkette IKEA hält in China alle 30 Einrichtungshäuser infolge der Ausbreitung des Virus vorrübergehend geschlossen. Mittlerweile ist der Erreger in allen Provinzen und Regionen des chinesischen Festlands nachgewiesen.

03.30 Uhr - Der Coronavirus kann bereits vor dem Auftreten von Symptomen wie Fieber oder Husten von Mensch zu Mensch übertragen werden, erklärt ein japanischer Gesundheitsexperte unter Bezug auf einen Nachweis aus China.

03.00 Uhr - Der Vorsitzende der US-Notenbank (Fed), Jerome Powell, sieht infolge des Virus mögliche Einbußen auf die amerikanische Wirtschaft zukommen. Es sei zwar noch zu früh, um zu sagen, wie groß die Auswirkungen auf die Vereinigten Staaten sein werden, aber dass dies "eine bedeutende Sache ist, die einige Auswirkungen auf die chinesische Wirtschaft haben wird, zumindest kurzfristig", sagt Powell zu Reportern. Chinas Wirtschaft sei aktuell von großer Bedeutung in der Weltwirtschaft, und "wenn Chinas Wirtschaft sich verlangsamt, spüren wir das - allerdings nicht so sehr wie Länder, die näher an China sind oder mehr Handel mit der Volksrepublik betreiben." Ein chinesischer Regierungsökonom prognostiziert, dass der Ausbruch Chinas Wachstum im ersten Quartal um einen Prozentpunkt auf 5 Prozent oder weniger reduzieren würde.

Das passierte am Mittwoch - Lufthansa stellt Flüge von und nach China ein

Lufthansa: Nach British Airways stellt auch die deutsche Airline ihre Direktflüge nach China vorerst ein

Lufthansa: Nach British Airways stellt auch die deutsche Airline ihre Direktflüge nach China vorerst ein

Foto: Regis Duvignau / REUTERS

1 6.00 Uhr: Die Lufthansa  streicht ihre Flüge von und nach China. Europas größte Fluggesellschaft mit ihren Töchtern folgt damit angesichts des neuartigen Coronavirus ihrem Konkurrenten British Airways und anderen Fluggesellschaften, wie das Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt bestätigte. Zuvor hatte die "Bild-Zeitung" berichtet.

15.30 Uhr: An Bord eines Lufthansa-Flugzeugs hat es einen Verdachtsfall einer Infektion mit dem neuen Coronavirus gegeben. Wie die Airline in Frankfurt am Main am Mittwoch mitteilte, wurden Passagiere des Flugs LH780 aus Frankfurt nach der Landung in der chinesischen Stadt Nanjing medizinisch untersucht. Chinesische Behörden hätten dies angeordnet, weil ein Mann an Bord bereits "innerhalb der letzten beiden Wochen in Wuhan war und nun Husten hatte". In der chinesischen Metropole Wuhan waren die ersten Lungenerkrankungen durch das Coronavirus bekannt geworden. Zunächst hatte das Nachrichtenportal "Aerotelegraph" am Mittwochmittag über den neuen Verdachtsfall berichtet.

VW Peking: Heimarbeit nach dem Neujahrsfest

VW Peking: Heimarbeit nach dem Neujahrsfest

Foto: Andy Wong/ dpa

15 Uhr: Volkswagen schickt Mitarbeiter in Peking im Anschluss an die Neujahrsferien für zwei Wochen nach Hause. Dort sollen sie während der Inkubationszeit abwarten, ob sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. In Peking arbeiten rund 3500 Mitarbeiter für den Konzern.

14.30 Uhr: Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes erwartet "in den nächsten Tagen" einen Sonderflug der Deutschen Luftwaffe, um Deutsche aus Wuhan zurückzubringen. Ein Konsularteam der Botschaft erfasse vor Ort alle Ausreisewilligen und kläre ihren Transport zum Flughafen. Die Rückkehrer müssen in Frankfurt am Main damit rechnen, dass sie vorübergehend isoliert werden, um eine Infektion bei ihnen auszuschließen. "14 Tage Quarantäne sind geplant", sagt eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Die Entscheidung liege bei den Frankfurter Gesundheitsbehörden.

12.00 Uhr: Russland und China arbeiten nach russischen Angaben zusammen an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Peking habe das Erbgut des Virus an Russland übergeben, teilt das russische Konsulat im chinesischen Guangzhou mit. "Russische und chinesische Wissenschaftler haben mit der Arbeit an einem Impfstoff begonnen." In Russland gibt es bislang noch keinen bestätigten Fall des neuartigen Coronavirus.

10.30 Uhr - Im Gegensatz zur British Airways fliegt die Lufthansa fliegt vorerst weiter nach China. "Wir beobachten die Lage sehr genau", sagte ein Lufthansa-Sprecher am Mittwoch auf Anfrage. Aktuell fänden alle Flüge von und nach China planmäßig statt. Allerdings beobachtet die Fluggesellschaft eine "leichte Buchungszurückhaltung".

9.00 Uhr - British Airways stellt wegen des neuartigen Coronavirus die Direktflüge zwischen Großbritannien und China ein. Dies gelte ab sofort, teilte die Fluggesellschaft am Mittwoch mit. Damit folge sie Reisewarnungen des britischen Außenministeriums. "Die Sicherheit unserer Kunden und unserer Besatzung hat immer Priorität", hieß es weiter. Die Airline bietet täglich Flüge von London-Heathrow nach Peking und Schanghai an.

Toyota-Werk in China: Der japanische Autobauer stoppt die Produktion

Toyota-Werk in China: Der japanische Autobauer stoppt die Produktion

Foto: © Vincent Du / Reuters/ REUTERS

8.30 Uhr - Der japanische Autobauer Toyota hat in China seine Produktion wegen der Ausbreitung des Coronavirus zunächst einmal gestoppt. Aufgrund verschiedener Faktoren wie den Vorgaben der lokalen und regionalen Behörden sowie der Teileversorgungssituation habe Toyota entschieden, den Betrieb in seinen Fabriken in China bis zum 9. Februar einzustellen, wie ein Sprecher des Autoherstellers der Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch sagte. Das Unternehmen werde die Situation beobachten und entscheiden, wie ab dem 10. Februar dort weiter verfahren werde.

8.00 Uhr - Wegen des Ausbruchs der Lungenkrankheit in China bleibt die deutsche Botschaftsschule in Peking vorerst geschlossen. Betroffen sind rund 530 Schüler und 200 Kinder im Kindergarten.

Vier Corona-Infektionen in Deutschland, mehr als 6000 Infizierte in China

07.10 Uhr: Wegen vier mit dem neuen Coronavirus infizierten Mitarbeitern schließt der Automobilzulieferer Webasto seinen Stammsitz im oberbayerischen Gauting bis Sonntag. Bis dahin sollen Mitarbeiter der Firmenzentrale auch nicht an nationale und internationale Standorte reisen, wie das Unternehmen am Dienstagabend mitteilte. Für China gelte sogar eine Sperre für zwei Wochen. Die vier ersten in Deutschland bestätigten Fälle der neuen Lungenkrankheit sind allesamt Mitarbeiter des Unternehmens. Eine Kollegin aus China war vergangene Woche zu einer Schulungsmaßnahme im Gautinger Ortsteil Stockdorf. Dort hatten sich die vier Mitarbeiter nach bisherigen Erkenntnissen angesteckt.

07.09 Uhr: In der Volksrepublik China stieg die Zahl der Erkrankungen innerhalb eines Tages bis Mittwoch um 1459. Damit sind mehr als 6000 Fälle erfasst. Weitere 26 Patienten sind in China gestorben. So kletterte die Gesamtzahl der Todesfälle auf 132. Während es außerhalb der Volksrepublik etwas mehr als 80 nachgewiesene Infektionen gibt, zählte die Gesundheitskommission in Peking bis Mittwoch rund 5951 Patienten allein in China. Es gibt fast 10.000 Verdachtsfälle. Die Kommission meldete sogar 5974 Fälle, rechnete dabei aber 23 Infektionen in Hongkong, Taiwan und Macao mit. Peking betrachtet diese Territorien als Teil der Volksrepublik. Von den Patienten sind demnach 1239 schwer erkrankt. Bei den Todesfällen handelt es sich meist um ältere Patienten mit Vorerkrankungen.

06.30 Uhr - Volkswagen lässt seine 3500 Mitarbeiter in Peking für zwei Wochen von daheim aus arbeiten. Wie der Autobauer am Mittwoch mitteilte, werden bis auf weiteres auch alle Geschäftsreisen in China und international ausgesetzt. Nach dem bisher geplanten Ende der - schon um drei Tage verlängerten - offiziellen Neujahrsferien am kommenden Montag sollen die Mitarbeiter in der Hauptstadt bis 17. Februar zuhause bleiben und von dort arbeiten. "Wir streben an, ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld für unsere Kollegen sicherzustellen."


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06.15 Uhr - Der Ausbruch der neuen Lungenkrankheit in China wird nach Einschätzung eines führenden chinesischen Lungenexperten erst in sieben bis zehn Tagen seinen Höhepunkt erreichen. Wie der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Virus, Zhong Nanshan, in einem Mittwoch verbreiteten Interview der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua sagte, sind "frühe Entdeckung und frühe Isolation" entscheidend, um das Virus in den Griff zu bekommen.

04.00 Uhr - Der Apple-Zulieferer Foxconn will trotz des Ausbruchs des Coronavirus am Produktionsstandort Wuhan alle Herstellungsverpflichtungen für den iPhone-Hersteller einhalten. "Wir kommentieren unsere spezifischen Produktionspraktiken nicht, aber wir können bestätigen, dass wir Maßnahmen ergriffen haben, um weiterhin alle globalen Produktionsverpflichtungen zu erfüllen", gab Foxconn in einer Erklärung bekannt.

03.36 Uhr - In der südchinesischen Stadt Shenzhen haben einem Medienbericht zufolge klinische Studien zum möglichen Einsatz von HIV-Medikamenten gegen das Virus begonnen. Das berichtete die staatlich unterstützte Finanzzeitung "Securities Times" unter Berufung auf einen Beamten der nationalen Gesundheitskommission.

03.00 Uhr - Nach einer Reihe von Staaten will nunmehr auch Australien seine Bürger aus der chinesischen Region Wuhan ausfliegen, die am stärksten vom Coronavirus betroffen ist. Das kündigte Premierminister Scott Morrison am Mittwoch in Canberra an. Für die ausgeflogenen Landsleute werde auf der Weihnachtsinsel eine eigene Quarantäne-Zone eingerichtet, in der sich die Betroffenen zunächst 14 Tage aufhalten müssten.

01.48 Uhr - Japan hat 206 Staatsbürger mit Hilfe eines gecharterten Flugzeugs aus der abgeriegelten Stadt Wuhan evakuiert. Der japanische Außenminister Toshimitsu Motegi erklärte, dass 650 japanische Bürger auf ihre Heimkehr hoffen. Ministerpräsident Shinzo Abe betonte, dass die Regierung alle möglichen Maßnahmen prüfen würde, um jene Bürger zurückzubringen, die nach Japan zurückkehren möchten.

01.18 Uhr - Das malayische Gesundheitsministerium hat drei neue Fälle des Virus bestätigt. Damit steigt die Gesamtzahl der Infizierten in Malaysia auf sieben. Bei den Neu-Ansteckungen handele es sich um ein vierjähriges Mädchen, einen 52-jährigen Mann und die Mutter von zwei Kindern, die sich bereits mit dem Erreger infiziert hatten. Alle sieben Menschen seien chinesische Staatsangehörige.

01.07 Uhr - Einem Team von australischen Wissenschaftlern ist die Reproduktion des Coronavirus im Labor gelungen. Der Durchbruch könnte dazu beitragen, die globale Ausbreitung der Krankheit zu bekämpfen. "Mit dem echten Virus haben wir jetzt die Möglichkeit, alle Testmethoden zu validieren und zu verifizieren und ihre Empfindlichkeiten und Besonderheiten zu vergleichen", sagte Julian Druce, Leiter des Labors für Virus-Identifikation am Peter Doherty-Instituts in Melbourne. Die gezüchtete Virusprobe könne so bei der Entwicklung eines Impfstoffs helfen.

00.53 Uhr - Die USA hält den Flugverkehr zwischen China und den Vereinigten Staaten zunächst weiter aufrecht. Es werde auf täglicher Basis entschieden, ob die Flüge ausgesetzt werden, gab das Weiße Haus in Washington bekannt.