Coronavirus breitet sich aus Auch VW setzt die Produktion in China aus

Das Coronavirus in China befällt immer mehr Menschen und die Zahl der Todesopfer steigt. Lesen Sie die wichtigsten Entwicklungen im Newsblog.
BMW Brilliance: Das deutsch-chinesische Joint Venture hat in Shenyang seine drei Fabriken geschlossen

BMW Brilliance: Das deutsch-chinesische Joint Venture hat in Shenyang seine drei Fabriken geschlossen

19 Uhr: In Diplomatenkreisen wird davon ausgegangen, dass rund 90 Deutsche und einige zugehörige Familienmitglieder das Angebot zur Ausreise aus der Region Wuhan annehmen werden. Eine konkrete Zahl werde erst kurz vor dem Abflug feststehen, da die Teilnahme freiwillig sei, heißt es im Auswärtigen Amt. "Wir tun alles dafür, dass sich aus der Rückholung keine Gefahr für die deutsche Bevölkerung ergibt. Deswegen wird es vor dem Flug medizinische Untersuchungen geben, sowohl durch die chinesische Seite als auch durch unser medizinisches Personal auf dem Flieger. Auch während des Fluges befinden sich die Passagiere unter medizinischer Beobachtung durch das Fachpersonal."

17.00 Uhr: Offenbar Entwarnung in Italien: Die ersten Tests nach einem Verdacht auf das Coronavirus auf einem Kreuzfahrtschiff lassen hoffen. Wie das italienische Gesundheitsministerium am Donnerstag bestätigte, ergaben erste medizinische Untersuchungen keinen Hinweis auf den Erreger der Lungenkrankheit aus China. Man wolle aber noch weitere Resultate abwarten.
Wegen des Verdachts waren rund 7000 Menschen - darunter etwa 6000 Passagiere - stundenlang an Bord der "Costa Smeralda" im Hafen der italienischen Stadt Civitavecchia festgehalten worden (siehe unten). Eine Touristin aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao hatte an Bord Symptome wie Fieber und Atemprobleme gehabt, die ein Anzeichen für das Coronavirus sein können. Auch ihr Mann war untersucht worden.

15.30 Uhr - Auch Volkswagen und seine chinesischen Joint-Venture-Partner verlängern die Werksferien ihrer gemeinsamen Produktionsstätten in China. Das Gemeinschaftsunternehmen mit Saic werde die Produktion erst am 10. Februar wieder aufnehmen, dasjenige mit FAW nicht vor dem 9. Februar, wie Volkswagen mitteilte. Die geplanten Auslieferungen an Kunden seien von diesem Schritt nicht betroffen.

14.00 Uhr - BMW lässt die Produktion in China ruhen. Der Autobauer hat angesichts der Ausbreitung des Coronavirus in China seine drei Werke in der Millionenstadt Shenyang geschlossen. Die einwöchigen Neujahrsferien seien jetzt um eine weitere Woche bis 9. Februar verlängert worden, sagte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag in München. Nur die Büroangestellten arbeiteten ab kommenden Montag wieder, jedoch von zuhause aus. Shenyang ist der weltweit größte Standort des Autobauers: Rund 18.000 Mitarbeiter fertigen dort jährlich eine halbe Million Autos sowie Motoren. Wie es ab 10. Februar weitergehe, sei noch offen, sagte der Sprecher.

13.00 Uhr: Nun steht es fest. Die Deutschen, die sich in der Metropole Wuhan befinden, sollen am Samstag ausgeflogen werden. Die deutschen Konsularbeamten vor Ort sollen die Betroffenen informiert haben, dass sie dann zum Flughafen kommen sollen, um nach Frankfurt geflogen zu werden, berichtete ein deutscher Ingenieur telefonisch der Deutschen Presse-Agentur in Peking. Nach bisherigen Schätzungen geht es um rund 90 Bundesbürger. Sie sollen nach der Landung zwei Wochen in Quarantäne kommen.

"Costa Smeralda" (Bild Archiv): Tausende Passagiere sitzen auf dem Kreuzfahrtschiff fest in Civitavecchia bei Rom und dürfen es nicht verlassen. Es besteht der Verdacht, dass sich Passagiere mit dem Coronavirus angesteckt haben.

"Costa Smeralda" (Bild Archiv): Tausende Passagiere sitzen auf dem Kreuzfahrtschiff fest in Civitavecchia bei Rom und dürfen es nicht verlassen. Es besteht der Verdacht, dass sich Passagiere mit dem Coronavirus angesteckt haben.

Foto: Andrea Warnecke/DPA/TMN

12.00 Uhr - Wegen des Verdachts auf das Coronavirus sitzen Tausende Passagiere an Bord eines Kreuzfahrtschiffes im Hafen der italienischen Stadt Civitavecchia fest. Wie die Nachrichtenagentur Ansa und die englischsprachige Reuters am Donnerstag schreiben, sollen zwischen 6000 und 7000 Menschen an Bord der "Costa Smeralda" sein. Eine Touristin aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao habe Symptome wie Fieber und Atemprobleme gehabt, wie auch ein Sprecher der Reederei bestätigte. Sie und ihr Mann waren laut Medien am 25. Januar am Flughafen in Mailand angekommen. Die Frau sei auf dem Schiff medizinisch versorgt und isoliert worden. Die Ergebnisse eines Virustests wurden für den Nachmittag erwartet, ihr Mann habe kein Fieber. Die örtlichen Behörden ordneten an, dass die Passagiere zunächst nicht an Land gehen durften.

Das Ehepaar hat die Kreuzfahrt den Berichten nach in der Hafenstadt Savona in Ligurien begonnen. Das Schiff habe auf der regulären Tour durchs westliche Mittelmeer in Marseille, Barcelona und Palma de Mallorca Station gemacht, bevor es Civitavecchia anlief.

11.30 Uhr - Bei der geplanten Rückholung von etwa hundert Deutschen aus der vom neuartigen Coronavirus besonders betroffenen chinesischen Metropole Wuhan gibt es noch letzte Hürden. Bisher gebe es keine Landegenehmigung für die Bundeswehrmaschine in Wuhan, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag der "Bild"-Zeitung. Die Rückholung solle "schnellstmöglich" erfolgen. "Wir müssen es aber auch gründlich vorbereiten", fügte Spahn hinzu. Dem Bericht zufolge soll der Airbus der Luftwaffe am Freitagmittag von Köln-Wahn aus in Richtung China fliegen. Zuvor hatten bereits andere Medien berichtet, die Rückholaktion solle am Samstag stattfinden.

11 Uhr - Frankreich meldet eine weitere Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Bei der fünften Erkrankung im Land handele sich um die Tochter eines erkrankten 80-jährigen Touristen aus China, teilte das Gesundheitsministerium mit. Der Zustand des 80-Jährigen sei ernst, er werde weiter in einem Pariser Krankenhaus behandelt.

10.00 Uhr: Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus schließt Russland seine 4250 Kilometer lange Grenze zu China. Eine entsprechende Anordnung sei unterzeichnet und bereits in Kraft getreten, nun würden "alle über die beschlossenen Maßnahmen informiert", zitierten die russischen Nachrichtenagenturen am Donnerstag Ministerpräsident Michail Mischustin. Details zur Dauer der Grenzschließung nannte er zunächst nicht. Bereits am Montag hatte die Mongolei ihre knapp 4700 Kilometer lange Grenze zum chinesischen Nachbarn geschlossen.

Der neuartige Erreger einer Lungenkrankheit breitet sich seit Ende Dezember immer rascher aus. Bis Donnerstag meldeten die chinesischen Behörden mindestens 170 Tote und über 7700 Infizierte. Außerhalb Chinas gibt es inzwischen rund 50 Infektionsfälle in mindestens 18 Ländern, davon vier in Deutschland. Russland und die Mongolei sind bisher nicht betroffen.

08.45 Uhr - Anleger trennen sich angesichts der Ausbreitung des Coronavirus in China vom Yuan. Der Dollar verteuert sich zur chinesischen Landeswährung um ein halbes Prozent auf 7,0038 Yuan. Damit notiert der Yuan so tief wie seit einem Monat nicht mehr.

08.00 Uhr - Die Aktien des Halbleiterzulieferers Siltronic geraten im Frankfurter Frühhandel unter Druck und geben 4,3 Prozent nach. Ein Händler sprach von Gewinnmitnahmen, nachdem die Titel am Vortag um zwölf Prozent nach oben geschnellt waren. Er verwies zudem auf schwächere Halbleiter-Titel in Asien.

04.30 Uhr - Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung fürchtet negative Folgen durch den Ausbruch des Coronavirus in China. "Sollte sich der Corona-Virus, vor allem in China, deutlich ausbreiten, dürften die wirtschaftlichen Auswirkungen auch in Deutschland spürbar werden", sagt DIW-Präsident Marcel Fratzscher der Zeitung "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstagausgabe). "Die Nachfrage von Konsumenten dürfte sinken, vor allem für Konsumgüter und für Reisen", betont der Ökonom. Die Entscheidung von Lufthansa, die Flüge nach China zu streichen, sei hierfür ein Beispiel. "Deutsche Unternehmen sind stark gegenüber China exponiert", betont Fratzscher. "Alleine die vier großen deutschen Autobauer Audi, VW, Daimler und BMW erzielen mehr als ein Drittel ihrer Gewinne in China."

04.00 Uhr - Die schwedische Möbelkette IKEA hält in China alle 30 Einrichtungshäuser infolge der Ausbreitung des Virus vorrübergehend geschlossen. Mittlerweile ist der Erreger in allen Provinzen und Regionen des chinesischen Festlands nachgewiesen.

03.30 Uhr - Der Coronavirus kann bereits vor dem Auftreten von Symptomen wie Fieber oder Husten von Mensch zu Mensch übertragen werden, erklärt ein japanischer Gesundheitsexperte unter Bezug auf einen Nachweis aus China.

03.00 Uhr - Der Vorsitzende der US-Notenbank (Fed), Jerome Powell, sieht infolge des Virus mögliche Einbußen auf die amerikanische Wirtschaft zukommen. Es sei zwar noch zu früh, um zu sagen, wie groß die Auswirkungen auf die Vereinigten Staaten sein werden, aber dass dies "eine bedeutende Sache ist, die einige Auswirkungen auf die chinesische Wirtschaft haben wird, zumindest kurzfristig", sagt Powell zu Reportern. Chinas Wirtschaft sei aktuell von großer Bedeutung in der Weltwirtschaft, und "wenn Chinas Wirtschaft sich verlangsamt, spüren wir das - allerdings nicht so sehr wie Länder, die näher an China sind oder mehr Handel mit der Volksrepublik betreiben." Ein chinesischer Regierungsökonom prognostiziert, dass der Ausbruch Chinas Wachstum im ersten Quartal um einen Prozentpunkt auf 5 Prozent oder weniger reduzieren würde.

Das passierte am Mittwoch - Lufthansa stellt Flüge von und nach China ein

Lufthansa: Nach British Airways stellt auch die deutsche Airline ihre Direktflüge nach China vorerst ein

Lufthansa: Nach British Airways stellt auch die deutsche Airline ihre Direktflüge nach China vorerst ein

Foto: Regis Duvignau / REUTERS

1 6.00 Uhr: Die Lufthansa  streicht ihre Flüge von und nach China. Europas größte Fluggesellschaft mit ihren Töchtern folgt damit angesichts des neuartigen Coronavirus ihrem Konkurrenten British Airways und anderen Fluggesellschaften, wie das Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt bestätigte. Zuvor hatte die "Bild-Zeitung" berichtet.

15.30 Uhr: An Bord eines Lufthansa-Flugzeugs hat es einen Verdachtsfall einer Infektion mit dem neuen Coronavirus gegeben. Wie die Airline in Frankfurt am Main am Mittwoch mitteilte, wurden Passagiere des Flugs LH780 aus Frankfurt nach der Landung in der chinesischen Stadt Nanjing medizinisch untersucht. Chinesische Behörden hätten dies angeordnet, weil ein Mann an Bord bereits "innerhalb der letzten beiden Wochen in Wuhan war und nun Husten hatte". In der chinesischen Metropole Wuhan waren die ersten Lungenerkrankungen durch das Coronavirus bekannt geworden. Zunächst hatte das Nachrichtenportal "Aerotelegraph" am Mittwochmittag über den neuen Verdachtsfall berichtet.

VW Peking: Heimarbeit nach dem Neujahrsfest

VW Peking: Heimarbeit nach dem Neujahrsfest

Foto:

Andy Wong/ dpa

15 Uhr: Volkswagen schickt Mitarbeiter in Peking im Anschluss an die Neujahrsferien für zwei Wochen nach Hause. Dort sollen sie während der Inkubationszeit abwarten, ob sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. In Peking arbeiten rund 3500 Mitarbeiter für den Konzern.

14.30 Uhr: Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes erwartet "in den nächsten Tagen" einen Sonderflug der Deutschen Luftwaffe, um Deutsche aus Wuhan zurückzubringen. Ein Konsularteam der Botschaft erfasse vor Ort alle Ausreisewilligen und kläre ihren Transport zum Flughafen. Die Rückkehrer müssen in Frankfurt am Main damit rechnen, dass sie vorübergehend isoliert werden, um eine Infektion bei ihnen auszuschließen. "14 Tage Quarantäne sind geplant", sagt eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Die Entscheidung liege bei den Frankfurter Gesundheitsbehörden.

12.00 Uhr: Russland und China arbeiten nach russischen Angaben zusammen an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Peking habe das Erbgut des Virus an Russland übergeben, teilt das russische Konsulat im chinesischen Guangzhou mit. "Russische und chinesische Wissenschaftler haben mit der Arbeit an einem Impfstoff begonnen." In Russland gibt es bislang noch keinen bestätigten Fall des neuartigen Coronavirus.

10.30 Uhr - Im Gegensatz zur British Airways fliegt die Lufthansa fliegt vorerst weiter nach China. "Wir beobachten die Lage sehr genau", sagte ein Lufthansa-Sprecher am Mittwoch auf Anfrage. Aktuell fänden alle Flüge von und nach China planmäßig statt. Allerdings beobachtet die Fluggesellschaft eine "leichte Buchungszurückhaltung".

9.00 Uhr - British Airways stellt wegen des neuartigen Coronavirus die Direktflüge zwischen Großbritannien und China ein. Dies gelte ab sofort, teilte die Fluggesellschaft am Mittwoch mit. Damit folge sie Reisewarnungen des britischen Außenministeriums. "Die Sicherheit unserer Kunden und unserer Besatzung hat immer Priorität", hieß es weiter. Die Airline bietet täglich Flüge von London-Heathrow nach Peking und Schanghai an.

Toyota-Werk in China: Der japanische Autobauer stoppt die Produktion

Toyota-Werk in China: Der japanische Autobauer stoppt die Produktion

Foto: © Vincent Du / Reuters/ REUTERS

8.30 Uhr - Der japanische Autobauer Toyota hat in China seine Produktion wegen der Ausbreitung des Coronavirus zunächst einmal gestoppt. Aufgrund verschiedener Faktoren wie den Vorgaben der lokalen und regionalen Behörden sowie der Teileversorgungssituation habe Toyota entschieden, den Betrieb in seinen Fabriken in China bis zum 9. Februar einzustellen, wie ein Sprecher des Autoherstellers der Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch sagte. Das Unternehmen werde die Situation beobachten und entscheiden, wie ab dem 10. Februar dort weiter verfahren werde.

8.00 Uhr - Wegen des Ausbruchs der Lungenkrankheit in China bleibt die deutsche Botschaftsschule in Peking vorerst geschlossen. Betroffen sind rund 530 Schüler und 200 Kinder im Kindergarten.

Vier Corona-Infektionen in Deutschland, mehr als 6000 Infizierte in China

07.10 Uhr: Wegen vier mit dem neuen Coronavirus infizierten Mitarbeitern schließt der Automobilzulieferer Webasto seinen Stammsitz im oberbayerischen Gauting bis Sonntag. Bis dahin sollen Mitarbeiter der Firmenzentrale auch nicht an nationale und internationale Standorte reisen, wie das Unternehmen am Dienstagabend mitteilte. Für China gelte sogar eine Sperre für zwei Wochen. Die vier ersten in Deutschland bestätigten Fälle der neuen Lungenkrankheit sind allesamt Mitarbeiter des Unternehmens. Eine Kollegin aus China war vergangene Woche zu einer Schulungsmaßnahme im Gautinger Ortsteil Stockdorf. Dort hatten sich die vier Mitarbeiter nach bisherigen Erkenntnissen angesteckt.

07.09 Uhr: In der Volksrepublik China stieg die Zahl der Erkrankungen innerhalb eines Tages bis Mittwoch um 1459. Damit sind mehr als 6000 Fälle erfasst. Weitere 26 Patienten sind in China gestorben. So kletterte die Gesamtzahl der Todesfälle auf 132. Während es außerhalb der Volksrepublik etwas mehr als 80 nachgewiesene Infektionen gibt, zählte die Gesundheitskommission in Peking bis Mittwoch rund 5951 Patienten allein in China. Es gibt fast 10.000 Verdachtsfälle. Die Kommission meldete sogar 5974 Fälle, rechnete dabei aber 23 Infektionen in Hongkong, Taiwan und Macao mit. Peking betrachtet diese Territorien als Teil der Volksrepublik. Von den Patienten sind demnach 1239 schwer erkrankt. Bei den Todesfällen handelt es sich meist um ältere Patienten mit Vorerkrankungen.

06.30 Uhr - Volkswagen lässt seine 3500 Mitarbeiter in Peking für zwei Wochen von daheim aus arbeiten. Wie der Autobauer am Mittwoch mitteilte, werden bis auf weiteres auch alle Geschäftsreisen in China und international ausgesetzt. Nach dem bisher geplanten Ende der - schon um drei Tage verlängerten - offiziellen Neujahrsferien am kommenden Montag sollen die Mitarbeiter in der Hauptstadt bis 17. Februar zuhause bleiben und von dort arbeiten. "Wir streben an, ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld für unsere Kollegen sicherzustellen."


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06.15 Uhr - Der Ausbruch der neuen Lungenkrankheit in China wird nach Einschätzung eines führenden chinesischen Lungenexperten erst in sieben bis zehn Tagen seinen Höhepunkt erreichen. Wie der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Virus, Zhong Nanshan, in einem Mittwoch verbreiteten Interview der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua sagte, sind "frühe Entdeckung und frühe Isolation" entscheidend, um das Virus in den Griff zu bekommen.

04.00 Uhr - Der Apple-Zulieferer Foxconn will trotz des Ausbruchs des Coronavirus am Produktionsstandort Wuhan alle Herstellungsverpflichtungen für den iPhone-Hersteller einhalten. "Wir kommentieren unsere spezifischen Produktionspraktiken nicht, aber wir können bestätigen, dass wir Maßnahmen ergriffen haben, um weiterhin alle globalen Produktionsverpflichtungen zu erfüllen", gab Foxconn in einer Erklärung bekannt.

03.36 Uhr - In der südchinesischen Stadt Shenzhen haben einem Medienbericht zufolge klinische Studien zum möglichen Einsatz von HIV-Medikamenten gegen das Virus begonnen. Das berichtete die staatlich unterstützte Finanzzeitung "Securities Times" unter Berufung auf einen Beamten der nationalen Gesundheitskommission.

03.00 Uhr - Nach einer Reihe von Staaten will nunmehr auch Australien seine Bürger aus der chinesischen Region Wuhan ausfliegen, die am stärksten vom Coronavirus betroffen ist. Das kündigte Premierminister Scott Morrison am Mittwoch in Canberra an. Für die ausgeflogenen Landsleute werde auf der Weihnachtsinsel eine eigene Quarantäne-Zone eingerichtet, in der sich die Betroffenen zunächst 14 Tage aufhalten müssten.

01.48 Uhr - Japan hat 206 Staatsbürger mit Hilfe eines gecharterten Flugzeugs aus der abgeriegelten Stadt Wuhan evakuiert. Der japanische Außenminister Toshimitsu Motegi erklärte, dass 650 japanische Bürger auf ihre Heimkehr hoffen. Ministerpräsident Shinzo Abe betonte, dass die Regierung alle möglichen Maßnahmen prüfen würde, um jene Bürger zurückzubringen, die nach Japan zurückkehren möchten.

01.18 Uhr - Das malayische Gesundheitsministerium hat drei neue Fälle des Virus bestätigt. Damit steigt die Gesamtzahl der Infizierten in Malaysia auf sieben. Bei den Neu-Ansteckungen handele es sich um ein vierjähriges Mädchen, einen 52-jährigen Mann und die Mutter von zwei Kindern, die sich bereits mit dem Erreger infiziert hatten. Alle sieben Menschen seien chinesische Staatsangehörige.

01.07 Uhr - Einem Team von australischen Wissenschaftlern ist die Reproduktion des Coronavirus im Labor gelungen. Der Durchbruch könnte dazu beitragen, die globale Ausbreitung der Krankheit zu bekämpfen. "Mit dem echten Virus haben wir jetzt die Möglichkeit, alle Testmethoden zu validieren und zu verifizieren und ihre Empfindlichkeiten und Besonderheiten zu vergleichen", sagte Julian Druce, Leiter des Labors für Virus-Identifikation am Peter Doherty-Instituts in Melbourne. Die gezüchtete Virusprobe könne so bei der Entwicklung eines Impfstoffs helfen.

00.53 Uhr - Die USA hält den Flugverkehr zwischen China und den Vereinigten Staaten zunächst weiter aufrecht. Es werde auf täglicher Basis entschieden, ob die Flüge ausgesetzt werden, gab das Weiße Haus in Washington bekannt.

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