Nach zwei Monaten Shanghai bereitet Lockdown-Ausstieg vor

Die chinesische Millionen-Metropole Shanghai lockert die strengen Corona-Auflagen. So sollen die Menschen unter bestimmten Bedingungen ihre Viertel wieder verlassen dürfen.
Warten auf Öffnung: Ein großer Teil der Einwohner Shanghais befinden sich seit zwei Monaten im Lockdown

Warten auf Öffnung: Ein großer Teil der Einwohner Shanghais befinden sich seit zwei Monaten im Lockdown

Foto: HECTOR RETAMAL / AFP

Zwei Monate nach Beginn des Lockdowns in Shanghai laufen in der chinesischen Wirtschaftsmetropole die Vorbereitungen für ein Ende der strengen Corona-Auflagen. Ab Mittwoch 00.00 Uhr (Ortszeit) würden bestimmte Einschränkungen der persönlichen Bewegungsfreiheit aufgehoben, erklärte die Stadtverwaltung am Montag.

So sollen die Menschen dann wieder ihre Wohngebiete verlassen können, wenn sie nicht in Hochrisikovierteln leben. Die ab dem 1. April eingeführten Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie hatten zu Unmut unter den rund 25 Millionen Einwohnern von Shanghai geführt. China verfolgt eine "Null-Covid-Strategie", mit der Ausbrüche um fast jeden Preis verhindert werden sollen.

"Die epidemische Lage in unserer Stadt ist effektiv unter Kontrolle gebracht worden und die Situation verbessert sich weiter", erklärte die Stadtverwaltung auf ihrem Kanal des Messengerdienstes WeChat. Für Sonntag wurden in Shanghai weniger als 100 Corona-Fälle gemeldet. Die Bewohner sollten aber weiter dazu angehalten werden, Masken zu tragen, Menschenansammlungen zu meiden und sich impfen zu lassen. Bereits zuvor war Unternehmen erlaubt worden, ihren Betrieb wieder aufzunehmen.

Ab Mittwoch werde auch der öffentliche Nahverkehr weitgehend laufen, teilte die Verwaltung mit. Zudem dürften Privatfahrzeuge wieder ohne vorherige Genehmigung auf die Straßen. Obwohl die Maßnahmen in den vergangenen Wochen bereits etwas gelockert worden waren, fuhren kaum Busse und Bahnen. Im eigenen Auto durfte man ohne ausdrückliche Erlaubnis nicht fahren.

Die Stadt habe einen Härtetest unter extremen Bedingungen bestanden, erklärte Shanghais KP-Sekretär Li Qiang (62). Die Stadt werde nun alles tun, um die wirtschaftliche Erholung voranzutreiben. Die Wiederaufnahme der Arbeit müsse beschleunigt und die Auflagen sollten weiter heruntergefahren werden.

Harte Maßnahmen vor allem in Metropolen wie Shanghai  haben der chinesischen Wirtschaft zugesetzt, weltweit Lieferketten aus dem Tritt gebracht und für Verwerfungen im internationalen Handel gesorgt.

hr/Reuters
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