Donnerstag, 27. Februar 2020

Ukraine-Krise Kreml verhängt Einfuhrverbote als Reaktion auf westliche Sanktionen

Gegenangriff: Russlands Präsident Wladimir Putin (hier vor einem neuen Monument für russische Kämpfer des Ersten Weltkriegs) verhängt einen Importstopp für Nahrungsmittel aus Sanktionsländern

Als Antwort auf die Wirtschaftssanktionen des Westens hat Russlands Präsident Wladimir Putin Importverbote verhängt. Der Gegenschlag zielt auf Lebensmittel und landwirtschaftliche Produkte und gilt vorerst für ein Jahr.

Moskau - Als Reaktion auf die Sanktionen des Westens hat Russland für ein Jahr Einfuhrverbote für Lebensmittel und andere Waren verhängt. Betroffen seien jene Länder, die im Ukraine-Konflikt Strafmaßnahmen gegen Moskau erlassen haben, heißt es in einem am Mittwoch unterzeichneten Dekret von Kremlchef Wladimir Putin. Der Schritt diene den nationalen Interessen und der Sicherheit Russlands. Das Einfuhrverbot umfasst demnach landwirtschaftliche Produkte, Käse und Lebensmittel.

Putin hatte eine Reaktion auf die Sanktionen der EU und der USA sowie von Kanada, Japan und anderen Ländern angedroht. Er hatte betont, dass diese Schritte nicht zum Schaden russischer Verbraucher sein dürften. Moskauer Medien hatten allerdings bereits nach einem Importstopp für Obst aus Polen vor Preisanstiegen von etwa 40 Prozent etwa bei Äpfeln gewarnt. Russland hatte zuletzt mehrere Importverbote für westliche Produkte erlassen, diese aber mit Hygiene begründet.

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luk/dpa

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