Mittwoch, 13. November 2019

Klimaschutz Deutschland tritt Kohleausstieg-Allianz bei

Noch wird in Deutschland Braunkohle zur Verbrennung und zur Gewinnung von Strom abgebaut, doch der Ausstieg ist beschlossen

Deutschland tritt an diesem Sonntag der internationalen Allianz für den Kohleausstieg bei. "Der Kohleausstieg ist ein zentraler Baustein für den weltweiten Klimaschutz", sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze anlässlich der am Rande des UN-Klimagipfels in New York geplanten Verkündung den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Mit den Beschlüssen des Klimakabinetts bekennt sich die Bundesregierung offiziell zum Kohleausstieg. Damit können wir endlich auch der Allianz der Kohleausstiegsländer beitreten."

Die Allianz zeige, dass die Kohleverstromung in den verschiedenen Teilen der Welt zum Auslaufmodell werde. "Wenn ein großes Industrieland wie Deutschland sich von Atom und Kohle verabschiedet und seine Energieversorgung schrittweise vollständig auf erneuerbare Energien umstellt, ist das auch ein starkes Signal für andere Teile der Welt", erklärte Schulze.

Bis spätestens 2038 alle Kraftwerke vom Netz

In Deutschland sollen bis spätestens 2038 schrittweise alle Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 42,5 Gigawatt vom Netz genommen werden, nach Möglichkeit schon bis 2035. Bis 2030 soll die Kraftwerksleistung auf 17 Gigawatt reduziert werden.

Die 2017 gegründete sogenannte "Powering Past Coal Alliance" umfasste bislang 30 nationale Regierungen sowie zudem Regionen und Unternehmen. Sie bekennen sich dazu, den Bau neuer Kohlekraftwerke zu stoppen, die internationale Kohlefinanzierung zu beenden, ein Datum für den Kohleausstieg festzulegen und ihre nationalen Klimaschutzmaßnahmen auf die Ziele des Pariser Klimaabkommens auszurichten. Deutschland hat mit den Beschlüssen des Klimakabinetts am Freitag dafür die Weichen gestellt.

rei/dpa

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