Fehlende Impfung Brasiliens Präsident muss seine Pizza auf New Yorks Bürgersteig essen

Spott und Hohn in den sozialen Netzwerken für den brasilianischen Präsidenten: Jair Bolsonaro, der in New York an der jährlichen Uno-Generaldebatte teilnimmt, musste sein Abendessen auf der Straße zu sich nehmen. Schließlich dürfen Restaurants in der US-Metropole nur geimpfte Personen bedienen.
Unbeliebt und ungeimpft: Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat unter den westlichen Staatschefs nicht sehr viele Freunde

Unbeliebt und ungeimpft: Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat unter den westlichen Staatschefs nicht sehr viele Freunde

Foto: STEFAN JEREMIAH / REUTERS

Kurz vor dem Beginn der jährlichen Generaldebatte der Uno-Vollversammlung in New York hat Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro (66) mit einem Foto für Aufsehen gesorgt. Auf dem Bild, das ein Mitglied der brasilianischen Delegation am Montagabend bei Twitter unter der Überschrift "Luxusdinner in New York" gepostet hat, ist der Präsident beim Verzehr einer Pizza auf dem Bürgersteig zu sehen.

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Hintergrund ist offensichtlich Bolsonaros fehlende Corona-Impfung. Schließlich dürfen die Restaurants in der US-Metropole in den Innenräumen nur Gäste bedienen, die mindestens eine Corona-Impfdosis erhalten haben.

Bolsonaro, der wegen seines Umgangs mit der Corona-Pandemie in Brasilien stark kritisiert wird, gibt selbst an, bisher keine Corona-Impfung erhalten zu haben. Er wolle als "letzter Brasilianer" geimpft werden. Sein Hotel in New York musste er nach brasilianischen Medienberichten am Sonntag durch die Hintertür betreten, um Demonstranten auszuweichen, die vor dem Gebäude "Bolsonaro raus" riefen.

Wegen der Impfpflicht in vielen öffentlichen Innenräumen war zuletzt auch eine Debatte über einen verpflichtenden Impfnachweis für die Teilnahme an der Generaldebatte der Vereinten Nationen entbrannt - ein angesichts der diplomatischen Sonderstellung des Uno-Sitzes zum Scheitern verurteiltes Unterfangen.

mg/AFP