Folgen eines Brexit für Großbritannien "Ziemlich schlecht bis sehr, sehr schlecht"

Von mm-newsdesk
Christine Lagarde: "Es kann Jahre dauern, bis Großbritannien die Handelsbeziehungen mit der EU neu verhandelt hat"

Christine Lagarde: "Es kann Jahre dauern, bis Großbritannien die Handelsbeziehungen mit der EU neu verhandelt hat"

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Ein Austritt aus der EU könnte Großbritanniens Konjunktur nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) spürbar bremsen. "Ein Votum für den Ausstieg würde zu einer längeren Phase der Unsicherheit führen", erklärte der Fonds am Freitag zu einem Bericht über die britische Wirtschaft. Dies könne Schwankungen an den Finanzmärkten auslösen und die Produktion treffen.

Ein plötzliches Ende von Investitionen in Schlüsselsektoren wie dem Gewerbe-Immobilienmarkt und die Finanzindustrie könnte das Leistungsbilanzdefizit verschärfen, das bereits auf Rekordniveau liege. Die Auswirkungen eines sogenannten Brexit auf die britische Wirtschaft reichten in einer Spanne von "ziemlich schlecht bis sehr, sehr schlecht", sagte IWF-Chefin Christine Lagarde auf einer Pressekonferenz in London.

Die Briten stimmen am 23. Juni in einem Referendum darüber ab, ob das Land aus der Europäischen Union (EU) austreten soll. Zuletzt wurden die Warnungen von Notenbankern, Politikern und Ökonomen vor den Folgen eines solchen Brexit immer lauter.

Lagarde sagte, es könnte Jahre dauern, bis Großbritannien nach einem Austritt die Handelsbeziehungen mit der EU oder anderen großen Wirtschaftsregionen neu verhandelt habe.

la/dpa