Höchststand seit 1982 US-Inflationsrate steigt auf 7,5 Prozent

Materialengpässe und rasant steigende Energiekosten treiben die Verbraucherpreise in den USA immer weiter in die Höhe. Anleger rechnen nun mit einer deutlichen Reaktion der US-Notenbank Fed.
US-Verbraucher kämpften mit steigenden Preisen: Besonders stark stiegen im Januar die Preise für Lebensmittel, Strom und Mieten.

US-Verbraucher kämpften mit steigenden Preisen: Besonders stark stiegen im Januar die Preise für Lebensmittel, Strom und Mieten.

Foto: © Brendan McDermid / Reuters/ REUTERS

Die Verbraucherpreise in den USA sind zu Jahresbeginn so rasant gestiegen wie seit 40 Jahren nicht mehr. Waren und Dienstleistungen kosteten im Januar 7,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, teilte das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Das ist der höchste Wert seit Februar 1982. Ökonomen hatten mit 7,3 Prozent gerechnet nach 7,0 Prozent im Dezember.

Im Zuge der Erholung von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind die Preise in zahlreichen Ländern stark angestiegen. Grund dafür sind unter anderem Probleme bei den internationalen Lieferketten und ein Mangel an Arbeitskräften. Besonders stark sind die Preise für Lebensmittel, Strom und Mieten gestiegen

Die Aktienmärkte reagierten mit Verlusten auf die hohe Inflationsrate. Der Dax  drehte ins Minus und fiel zuletzt um 0,22 Prozent auf 15.448 Punkte. Der EuroStoxx 50  sank um rund ein halbes Prozent, in den USA gaben die Future auf den Dow Jones und den Nasdaq 100 nach.

Angesichts des starken Preisauftriebs und des zugleich brummenden Arbeitsmarkts steuert die US-Notenbank auf eine Zinswende zu. Fed-Chef Jerome Powell (69) hat für März eine erste Erhöhung der Leitzinsen in Aussicht gestellt. Dann soll auch ein massives Anleihekauf-Programm enden. Womöglich wird die Notenbank sogar eine ungewöhnlich große Erhöhung um einen halben Punkt vornehmen. Die Wahrscheinlichkeit dafür wurde an den Terminmärkten nach Veröffentlichung der überraschend hohen Inflationsrate nun auf 50 Prozent taxiert.

mg/dpa-afx, Reuters, AFP
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