Donnerstag, 5. Dezember 2019

Verhandlungen zwischen USA und China "Wir sind ziemlich nah dran"

Verhandler Liu He (L) , Robert Lighthizer, Steven Mnuchin (rechts)Ö: "Ziemlich nah dran"

Die USA und China kommen nach eigenen Angaben bei der Lösung ihres Handelsstreits voran. "Wir sind inzwischen ziemlich nah dran", sagte Kellyanne Conway, Beraterin von US-Präsident Donald Trump, am Dienstag dem Sender Fox News. Die Verhandlungen zwischen beiden Seiten würden fortgesetzt. Allerdings blieben drei große Streitpunkte bestehen: erzwungener Technologietransfer, Diebstahl geistigen Eigentums und das Ungleichgewicht in der Handelsbilanz. Das chinesische Handelsministerium erklärte, beide Seiten hätten über Kernfragen gesprochen und seien sich einig, dass relevante Probleme gelöst werden müssten.

Chinas Vizepremier Liu He, der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer und US-Finanzminister Steven Mnuchin hatten zuvor telefoniert, um in der Sache voranzukommen. An den Börsen steigt die Erwartung, dass es bald ein Abkommen geben wird: Die US-Börsen setzten am Dienstag zunächst ihre Rekordjagd fort und erreichten neue Rekordstände.

Die beiden weltgrößten Wirtschaftsmächte überziehen sich seit rund eineinhalb Jahren mit milliardenschweren Sonderzöllen. Der Streit bremst das Wachstum der Weltwirtschaft. Trump stört sich an zahlreichen Punkten im gegenseitigen Verhältnis und will sie ändern. Beide Seiten verhandeln darüber seit vielen Monaten und haben sich inzwischen darauf verständigt, nicht alle strittigen Fragen auf einmal zu klären.

la/reuters

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