Montag, 24. Februar 2020

Waren im Wert von 75 Milliarden Dollar China halbiert Strafzölle auf US-Importe

Die USA und China sind im Handelskonflikt mit ihrem ersten Teilabkommen aufeinander zugegangen. Jetzt halbiert China zum 14. Februar seine Sonderzölle auf US-Waren
Damir Sagolj/ REUTERS
Die USA und China sind im Handelskonflikt mit ihrem ersten Teilabkommen aufeinander zugegangen. Jetzt halbiert China zum 14. Februar seine Sonderzölle auf US-Waren

Zur Umsetzung der Teilvereinbarung im Handelskrieg mit den USA halbiert China seine Sonderzölle auf Importe amerikanischer Waren im Wert von 75 Milliarden US-Dollar. Der Schritt zum 14. Februar erfolgt zeitgleich mit einer Verringerung amerikanischer Strafzölle auf Importe aus China. Wie das Finanzministerium in Peking am Donnerstag mitteilte, halbieren sich die Sonderabgaben von fünf und zehn Prozent, die seit September 2019 erhoben worden waren.

Das Ministerium äußerte seine Hoffnung, dass sich beide Seiten an das Handelsabkommen hielten, um die Zuversicht am Markt, die Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen und das Wachstum der Weltwirtschaft zu verbessern. Die Zollsenkung solle die "die gesunde und stabile Entwicklung" der Handelsbeziehungen fördern, hieß es weiter in der Mitteilung. Andere Strafzölle blieben allerdings vorerst unverändert.

Was Sie über den Handelsstreit zwischen USA und China wissen sollten

Die beiden größten Volkswirtschaften hatten Mitte Januar eine teilweise Vereinbarung über die erste Phase in ihrem fast seit zwei Jahre laufenden Handelskrieg geschlossen. Er sieht die Verringerung der Zölle vor, berührt aber den Großteil der seit 2018 geltenden Sonderabgaben nicht. Vor allem versprachen die USA, angedrohte weitere Strafzölle nicht mehr zu verhängen.

China verpflichtete sich in dem Abkommen, seine Importe aus den USA innerhalb von zwei Jahren um 200 Milliarden US-Dollar zu erhöhen. Zudem soll der Vertrag Probleme beim Schutz von geistigem Eigentum und den von China erzwungenen Technologietransfers lösen. Auch bekommen US-Finanzdienstleister besseren Zugang zu Chinas Markt.

rei/dpa

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