Freitag, 19. April 2019

Endlich verständlich G20 in Hamburg - alle Fakten über den Klub der Mächtigen

2. Teil: Wer nimmt eigentlich an den G20-Treffen teil?

Aufgepasst! Mitglied der G20 sind - sortiert nach Wirtschaftskraft: die USA, China, Japan, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Indien, Brasilien, Italien, Kanada, Südkorea, Russland, Australien, Mexiko, Indonesien, die Türkei, Saudi-Arabien, Argentinien und Südafrika.

Sofern Sie mitgezählt haben und stutzig geworden sind: Stimmt, das sind gar nicht 20 Staaten. Die "Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer" besteht in Wahrheit nur aus 19 Ländern. Mitglied Nummer 20 ist die Europäische Union, vertreten durch die EU-Kommission.

EU-Ratspräsident Donald Tusk, Kommissionschef Jean-Claude Juncker
AFP
EU-Ratspräsident Donald Tusk, Kommissionschef Jean-Claude Juncker

Damit sind aber längst nicht alle Teilnehmer der Gipfeltagungen genannt. Zahlreiche internationale Organisationen nehmen ebenfalls an den Gesprächen teil, etwa der Internationale Währungsfonds (IWF), die Weltbank, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder die Welthandelsorganisation (WTO). Auch der neue Generalsekretär der Uno, António Guterres, wird erwartet. Darüber hinaus werden zu jedem Gipfel zahlreiche Gastländer - ohne Stimmrecht - eingeladen, etwa aus Afrika.

Um die Verwirrung zu komplettieren: Spanien sitzt ebenfalls mit am Tisch, obwohl es gar kein Mitglied ist. Es ist permanentes Gastland. "Das Treffen der G20 in Hamburg wird in Wahrheit zur G35", konstatiert deshalb das "Hamburger Abendblatt".

Jede einzelne der Delegationen umfasst zum Teil mehrere Hundert Mitglieder. Die Zahl der Gipfelteilnehmer könnte insgesamt 20.000 erreichen. Allein aus den USA werden bis zu 800 Männer und Frauen erwartet.

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