Montag, 22. April 2019

Endlich verständlich G20 in Hamburg - alle Fakten über den Klub der Mächtigen

12. Teil: Bei der G20 trifft der Westen auf Schwellenländer. Ist da nicht Knatsch programmiert?

Wer Treffen der G20 verfolgt, kann Anzeichen für die Verschiebung der globalen Machtverhältnisse entdecken. Nicht immer können die westlichen Industrienationen ihre Agenda durchsetzen.

Ein Beispiel ist Russland: Beim G20-Gipfel 2014 in Brisbane hätten Australien und viele westliche Staaten Moskau gern kurzfristig ausgeladen, wegen der völkerrechtswidrigen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim im März desselben Jahres. Der australische Vorstoß scheiterte aber. Vor allem die Brics-Staaten (neben Russland Brasilien, Indien, China und Südafrika) stellten sich quer. Und deren wirtschaftliche Bedeutung ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich gestiegen.

Putin in Brisbane

In der Öffentlichkeit der G20-Länder wurde der Brisbane-Gipfel sehr unterschiedlich wahrgenommen: In Deutschland etwa zeigte das Fernsehen Aufnahmen, die Russlands Präsident Wladimir Putin isoliert von den anderen Teilnehmern erscheinen ließen. In Indien und China dagegen druckten die Zeitungen Bilder, die den Kreml-Chef lachend in Musketierpose zeigten, Schulter an Schulter mit den Staats- und Regierungschefs von China, Indien, Brasilien und Südafrika.

BRICS-Gruppe beim G20-Treffen

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