Frankreich Staatsschulden schnellen auf 1,87 Billionen

Frankreichs Schuldenberg ist im ersten Quartal deutlich gewachsen. Er stieg um 36,5 Milliarden auf 1,87 Billionen Euro. Das entspricht 91,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts - und das bei ungesunden Wirtschaftsaussichten.
Promenade des Anglais in Nizza: Reiches Nachbarland kämpft mit steigender Staatsverschuldung

Promenade des Anglais in Nizza: Reiches Nachbarland kämpft mit steigender Staatsverschuldung

Foto: REUTERS

Paris - Frankreichs Schuldenberg ist im ersten Quartal deutlich gewachsen. Er stieg um 36,5 Milliarden auf 1,87 Billionen Euro, wie das Statistikamt Insee am Freitag in Paris mitteilte. Das entspricht 91,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Ende 2012 waren es noch 90,2 Prozent. Die Regierung in Paris geht davon aus, dass die Schulden im kommenden Jahr auf 94,3 Prozent anschwellen werden.

In Deutschland schrumpften die Staatsschulden bis Ende März dagegen um 14,2 Milliarden auf 2,058 Billionen Euro. Das Münchener Ifo-Institut geht davon aus, dass Deutschlands Schuldenberg bis 2014 auf rund 77,5 Prozent des hiesigen Bruttoinlandsprodukts (BIP) abgetragen wird; im Jahr 2012 türmte sich der deutsche Schuldenberg noch auf eine Höhe von knapp 82 Prozent der jährlichen deutschen Wirtschaftsleistung (BIP).

Frankreich steckt im Unterschied zu Deutschland in einer Rezession und kämpft gegen eine Rekordarbeitslosigkeit. Der Internationale Währungsfonds geht davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,2 Prozent schrumpfen wird.

kst/rtr
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