Ukraine-Konflikt EU verhängt weitere Sanktionen gegen Russland

Die Europäische Union hat sich auf härtere Strafmaßnahmen gegen Russland geeinigt. Sie sollen mehrere Einzelpersonen und Unternehmen betreffen.
Kreml in Moskau: Neue Saktionen

Kreml in Moskau: Neue Saktionen

Foto: ALEXANDER ZEMLIANICHENKO/ AP

Brüssel - Im Konflikt mit Russland um die Ukraine hat die Europäische Union eine Ausweitung ihrer Sanktionen beschlossen. Weitere 15 Russen und Ukrainer sollen auf die Sanktionsliste gesetzt werden, sagte ein EU-Diplomat am Donnerstag in Brüssel. Darauf einigten sich demnach die EU-Botschafter der 28 Mitgliedstaaten.

Erstmals wurden auch 18 Organisationen und Unternehmen auf eine schwarze Liste der EU gesetzt. Sie dürfen in der EU keine Geschäfte mehr machen. Über andere Verschärfungen der EU-Sanktionen soll erst später entscheiden werden.

Die Gesandten der Mitgliedstaaten kamen am Donnerstag in Brüssel in einem abhörsicheren Raum zusammen, wie EU-Vertreter berichteten. Den Teilnehmern der Sitzung war es demnach verboten, Mobiltelefone mit in den Raum zu nehmen.

Die EU-Botschafter waren am Dienstag von den EU-Außenministern beauftragt worden, nach dem Abschuss des malaysischen Verkehrsflugzeugs schärfere Sanktionen vorzubereiten.

Zuvor hatte die EU bereits 72 Ukrainer und Russen mit Einreiseverboten und Kontosperren belegt. Hinzu kommen zwei Unternehmen auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim. Die neuen Namen sollen bereits am Freitag im Amtsblatt der EU veröffentlicht werden. Dadurch treten die Maßnahmen in Kraft. Auch über eine Beschränkung von Waffenexporten wird diskutiert.

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