Mittwoch, 20. November 2019

Handelsstreit Trump poltert - China hält trotzdem an Gesprächen fest

US-Präsident Donald Trump
MANDEL NGAN/ AFP
US-Präsident Donald Trump

Trotz der Ankündigung neuer Sonderzölle durch US-Präsident Donald Trump will China vorerst an weiteren Handelsgesprächen mit den USA festhalten. "Das chinesische Verhandlungsteam bereitet sich darauf vor, zu Verhandlungen in die USA zu reisen", sagte Außenamtssprecher Geng Shuang am Montag in Peking auf Fragen von Journalisten. Allerdings wollte der Sprecher selbst auf wiederholte Nachfragen den bisher ins Auge gefassten Termin nicht bestätigen.

Ursprünglich waren die Gespräche in Washington für diesen Mittwoch geplant. Zudem erwähnte Geng Shuang nicht ausdrücklich, ob der Chefunterhändler, Vizepremier Liu He, die Delegation anführen werde. "Wir sammeln auch Informationen über die Lage", sagte der Sprecher auf Fragen der Journalisten zu der neuen Verhandlungsrunde und dem geplanten Termin. Zuvor hatten US-Medien berichtet, dass China eine Absage oder Verschiebung der Verhandlungen erwäge.

US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag völlig überraschend eine Erhöhung der Sonderzölle angekündigt - mit der Begründung, dass ihm die Verhandlungen zu langsam vorangingen. Die bisher schon geltenden zusätzlichen Zölle auf Wareneinfuhren aus China im Wert von 200 Milliarden Dollar sollen ab Freitag von bisher zehn auf 25 Prozent erhöht werden, wie Trump auf Twitter ankündigte.

Als Reaktion auf die Eskalation durch Trump fielen die Kurse an den asiatischen Börsen. In Hongkong ging der Hang-Seng-Index nach Handelsauftakt mehr als drei Prozent zurück. Auch die Börsen in China sackten um bis zu sechs Prozent ab. In Deutschland verlor der Dax ebenfalls mehr als 1,5 Prozent.

luk / AP / dpa

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung