Gipfel in Singapur Trumps bizarres Videogeschenk für Kim

Szene aus Donald Trumps Video für Kim Jong-un

Szene aus Donald Trumps Video für Kim Jong-un

Foto: Facebook / The White House

Für die "Tageschau" ist es "zu bizarr, um wahr zu sein"; der "New Yorker" sieht eine "sensationelle Idiotie": US-Präsident Donald Trump hat seinem nordkoreanischen Gegenüber Kim Jong-un bei ihrem Treffen am Dienstag einen gut vier Minuten langen Film präsentiert. Im Stile eines Hollywood-Trailers zeigt es "einen Mann" (Kim), der vor einer Entscheidung steht: sein Land ins Licht zu führen oder aber in den Abgrund.

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Illustriert wird das Ganze mit vielen Stockfoto-Archiaufnahmen - von vollen Regalen, riesigen Flaggen, den Pyramiden von Gizeh, laufenden Pferden und Basketball-Dunks, aber auch von startenden Atomraketen und einer verwüsteten, schwarz-weißen Welt.

Kim habe der Film gefallen, glaube er, berichtete Trump bei einer anschließenden Pressekonferenz. Viele Medien kritisierten das Filmchen allerdings, sahen "Plattitüden und abgeschmackte Szenen" ("Tagesschau") und "abgedroschene Bilder" ("New York Times") - Times-Filmkritiker James Poniewozik gibt gleichzeitig aber auch zu bedenken, dass bei "politischem Kitsch Abgedroschenheit und Klischeehaftigkeit oftmals das Wesentliche sind."

Die "Times" geht in ihrer Kritik allerdings noch einen Schritt weiter - und schneidet und vertont eine neue, sehenswerte Version des Trailers. Kernfrage: "Was wäre, wenn wir bis jetzt viel zu viel über Außenpolitik nachgedacht hätten, und wenn die Welt eigentlich einen Filmtrailer gebraucht hätte?"

luk
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