Samstag, 25. Januar 2020

Nach Zinserhöhung - Trump-Rally als Gefahr für die Weltwirtschaft Dollar auf Steroiden - die große Sorge für 2017

4. Teil: Der Dollar als neuer Gradmesser für die Angst der Banken

Banken in Angst: Billionen stehen in Dollar-Krediten im Feuer
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Banken in Angst: Billionen stehen in Dollar-Krediten im Feuer

Der Baseler Forscher sieht im Dollar das derzeit beste "Barometer für Verschuldung und Kapazität zur Aufnahme von Risiken" des internationalen Kapitalmarkts. Gerade europäische Banken hätten in den vergangenen Jahren vor allem an asiatische Unternehmen gewaltige Mengen an Dollar-Krediten geliehen. Laut BIZ-Daten ist der Bestand von Nichtbanken in Drittländern auf annähernd zehn Billionen Dollar angestiegen - mit hohem Risiko, dass diese Kredite jetzt faulen.

Der mit dem Wechselkurs steigende Wert ihrer Schulden zerstört die Bilanzen der Schuldner vor allem in Schwellenländern, weil auf der Aktivseite Vermögenswerte in schwachen Landeswährungen gegenüberstehen. Und nicht nur die direkt Betroffenen werden zum Sparen gezwungen, es gibt auch Kaskadeneffekte über die örtlichen Kreditmärkte.

Nicht zuletzt - das ist die schlechte Nachricht vor allem für Europa - neigen die hiesigen Banken wieder stärker dazu, ihr Geld zusammenzuhalten anstatt es in Umlauf zu bringen. Ein starker Dollar ist in Hyun Song Shins Rechnung gleichzusetzen mit Risikoscheu.

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