Mittwoch, 22. Januar 2020

Nach Zinserhöhung - Trump-Rally als Gefahr für die Weltwirtschaft Dollar auf Steroiden - die große Sorge für 2017

2. Teil: Reaganomics reloaded - Grund für weltweiten Alarm?

Nachdenklich: Trumps Chefökonom Gary Cohn fürchtet Nebenwirkungen

Cohns Nachdenklichkeit ist das Gegenprogramm zum Jubel der Börse nach Trumps Wahl. Gefühlt bedeutet "Make America Great Again" die Rückkehr der Reaganomics der 80er Jahre: ein starker Staat, der starke Schulden macht, begleitet von starken Zinsen, starken Aktien Börsen-Chart zeigen und einem starken Dollar Börsen-Chart zeigen. Der "Greenback" hat in wenigen Wochen kräftig zugelegt und ist jetzt 40 Prozent mehr wert als vor fünf Jahren.

Die meisten Bankanalysten sind sich sicher, dass der Außenwert der US-Währung noch steigen wird. Und damit verbunden ist in den Worten des Ökonomen David Beckworth von der George Mason University "eine der großen Fragen für 2017, wie gut die Weltwirtschaft eine weitere Stärkung des Dollar aushält". Sie sei gerade nicht in der besten Verfassung dafür.

Starker Dollar, schwache Weltwirtschaft - diese Gleichung zieht auch der "Economist" in einem Leitartikel (kostenpflichtig). Und regelrecht Alarm schreit - in feiner, akademischer Sprache - Hyun Song Shin, der Forschungsdirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), der Zentralbank der Zentralbanken. "Vielleicht gibt es gar keine Gewinner."

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