Dienstag, 25. Februar 2020

Weltwirtschaftsforum in Davos Diese Milliardäre sind gegen den Kapitalismus

Programmpunkte des Weltwirtschaftsforums in Davos

Auch im 50. Jahr seines Bestehens trägt das Weltwirtschaftsforum im Schweizer Bergdorf Davos wieder den Untertitel "verpflichtet, den Zustand der Welt zu verbessern". Vor der Konferenz, die an diesem Dienstag beginnt, veröffentlicht die Entwicklungshilfeorganisation Oxfam ihre alljährliche Studie: Die weltweit 2153 Milliardäre besäßen mehr Vermögen als 60 Prozent der Menschheit zusammen.

Alles wie immer also? Nicht ganz. Manche Dauergäste können nicht mehr zu dem exklusiven Treffen in die Alpen kommen, andere wollen nicht mehr - beides Zeichen für eine weltweit geänderte Stimmung. Selbst der konservative britische Premier Boris Johnson verfügte, seine Regierung müsse "fürs Volk liefern und nicht mit Milliardären Champagner schlürfen" (für Wirtschaftsminister Sajid Javid wurde kurzfristig noch eine Ausnahme zugelassen).

Für diejenigen, die noch kommen, wird es eine Übung im Spagat: den Kapitalismus attackieren, um den Kapitalismus im Geschäft zu halten. Gleich mehrere der 2153 Milliardäre tun sich neuerdings mit fundamentaler Systemkritik hervor, wie unsere Übersicht zeigt.

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