Dienstag, 2. Juni 2020

Coronavirus und die Folgen 1,5 Millionen Infizierte und fast 90.000 Tote in den USA

Drohne im Einsatz in Paris

  • Deutschland verzeichnet nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) binnen 24 Stunden nur noch 342 Neuinfektionen im Zusammenhang mit dem Virus. 21 Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus gestorben.
  • China kündigt weitere wirtschaftspolitische Maßnahmen an.
  • In den USA ist die Zahl der Corona-Toten auf fast 90.000 gestiegen.
  • Frankreich kündigt einen Schutzschirm für Luftfahrt - und Autobranche an.

19.30 Uhr - Die Zahl der bekannten Infektionen in den USA übersteigt nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters die Marke von 1,5 Millionen. Die Zahl der Todesfälle nähert sich demnach der Marke von 90.000 an.

19.00 Uhr - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kündigt zum Zuckerfest nach Ramadan eine viertägige Ausgangssperre ab Samstag an. Zudem bleiben die Schulen im Land für den Rest des Schuljahres geschlossen, erklärt er nach einer Kabinettssitzung. Der Unterricht soll im September wieder aufgenommen werden.

18.30 Uhr - Die Zahl der Todesfälle in Großbritannien steigt um 160 auf 34.796. Wie das Gesundheitsministerium weiter bekanntgibt, sind insgesamt 246.406 Infektionen verzeichnet, 2684 mehr als am Vortag.

18.00 Uhr - In Italien steigt die Zahl der täglichen Toten zum erstem Mal seit dem 9. März um weniger als 100. Das Katastrophenschutzamt gibt sie mit 99 an und damit insgesamt 32.007. Die Zahl der bekannten neuen Infektionsfälle nimmt um 451 auf insgesamt 225.886 zu. Das ist der geringste Anstieg seit dem 2. März.

- US-Gesundheitsminister Alex Azar hofft auf eine Wiedereröffnung der amerikanischen Schulen im Herbst. "Wir müssen sehen, wie sich die Krankheit sich über den Sommer hin entwickelt", sagt er dem Sender Fox News Channel. "Aber ich bin recht zuversichtlich."

16.00Uhr - Europol verzeichnet während der Pandemie eine zunehmende Aktivität von Pädophilen im Internet. "Was am meisten Sorge bereitet, ist der Anstieg der Online-Aktivitäten von solchen, die Material mit sexuellem Missbrauch von Kindern suchen", erklärt die Direktorin der EU-Polizeibehörde, Catherine De Bolle, bei einer Anhörung im EU-Parlament. Sie beruft sich auf Daten der nationalen Polizeibehörden. Auch entsprechende Notfall-Telefone verzeichneten deutliche Zunahmen. De Bolle zufolge können noch mehr Fälle ans Licht kommen, wenn die Kinder in ihre Schulen zurückkehren und sich dort an ihre Lehrer wenden.

14.30 Uhr - Die Pariser Polizei muss im Kampf gegen Corona die Überwachung der Menschen mit Drohnen vorerst einstellen. Der Einsatz verstoße gegen Datenschutzrichtlinien und müsse "unverzüglich" beendet werden, teilte der Staatsrat als oberstes Verwaltungsgericht am Montag mit. Der Staatsrat störte sich daran, dass die Drohnen theoretisch die Identifizierung von Personen ermöglichen - der Einsatz von Drohnen an sich sei aber legitim. Die Polizei in Paris setzt die Drohnen ein, um verbotene Versammlungen mit zu vielen Menschen ausfindig zu machen. Behörden in ganz Frankreich haben Drohnen eingesetzt, um die Einhaltung der Ausgangssperre zu überwachen.

- Ungarn und Slowenien vereinbaren einen Fahrplan für die Öffnung der Grenzen zwischen beiden Ländern am 1. Juni. "Der Neustart unserer Wirtschaft ist nicht möglich ohne einen Neustart internationaler Zusammenarbeit", erklärt Ungarns Außenminister Peter Szijjarto auf seiner Facebook-Seite.

- Die Bundesregierung warnt vor Falschinformationen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Beispielsweise sei in Deutschland keine Impfpflicht gegen das Coronavirus geplant, sagt Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Die Bürger müssten genau hinsehen und sollten vor allem verlässliche Quellen nutzen. Falsche Informationen könnten Leben kosten.

12.30 Uhr - In Russland schwächt sich der rasante Anstieg bei den Neuinfektionen etwas ab. Mit 8926 Ansteckungen bleiben die Meldungen der Behörden den dritten Tag in Folge unter der Marke von 10.000, die im Mai bislang meist überschritten wurde. Die Gesamtzahl steigt damit binnen 24 Stunden auf 290.678. Nach den USA hat Russland die meisten Infektionen weltweit gemeldet. Die Zahl der Todesfälle legte um 91 auf 2722 zu.

12 Uhr - Die deutsche Wirtschaft wird sich nach Einschätzung der Bundesbank nur langsam vom tiefen Einbruch in Folge der Corona-Krise erholen. "Es spricht derzeit vieles dafür, dass sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Verlauf des zweiten Quartals im Zuge der Lockerungsmaßnahmen wieder aufwärtsbewegen wird und eine Erholung in Gang kommt", schreibt die Notenbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht Mai. "Es besteht aber eine sehr hohe Unsicherheit über die weitere Wirtschaftsentwicklung."

Frankreich will wegen der Corona-Krise einen Schutzschirm für die Auto- und die Luftfahrtbranche aufspannen.
Joel Saget/AFP
Frankreich will wegen der Corona-Krise einen Schutzschirm für die Auto- und die Luftfahrtbranche aufspannen.

Im ersten Quartal 2020 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zum Vorquartal um 2,2 Prozent geschrumpft. Damit stürzte Europas größte Volkswirtschaft in die Rezession - obwohl von den Einschränkungen zur Bekämpfung des Virus im ersten Vierteljahr im Grunde nur der März betroffen war.

"Trotz der eingeleiteten Lockerungen ist das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in Deutschland nach wie vor sehr weit von einem Zustand entfernt, der bislang als normal angesehen wurde. Die verfügbaren Konjunkturindikatoren zeichnen ein entsprechend düsteres Bild", konstatieren die Bundesbank-Volkswirte. "Die deutsche Wirtschaft bleibt auch im zweiten Quartal fest im Griff der Coronavirus-Pandemie. Die Wirtschaftsleistung dürfte nochmals erheblich niedriger ausfallen als im Durchschnitt des schon gedrückten ersten Vierteljahres." Diverse Prognosen im Markt gehen von einem Einbruch des deutschen BIP um bis zu 14 Prozent aus.

- Bundesfinanzminister Olaf Scholz bekommt für seinen Plan zur massiven Unterstützung der Gemeinden Rückendeckung von der Bundesbank. "Es spricht insgesamt Einiges dafür, die Kommunen von pandemiebedingten finanziellen Belastungen abzuschirmen", erklärte die Notenbank am Montag in ihrem Monatsbericht. "Dies stellt insbesondere eine Aufgabe der Länder dar." Eine solche Unterstützung ließe sich auch mit einer grundlegenden Reform der Gemeindefinanzierung verbinden.

11.00 Uhr - Die deutschen Baubetriebe rechnen trotz anziehenden Wohnungsbaus 2020 mit spürbaren Einbußen durch die Coronavirus-Krise. "Wir können uns glücklich schätzen, wenn die Bauwirtschaft am Ende des Jahres denselben Umsatz wie 2019 erwirtschaftet hat", sagte der Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa vom mittelständischen Branchenverband ZDB. Über alle Sparten hinweg rechne man mit einem Minus von 0,2 Prozent. "Wenn es schlechter läuft, können es auch nominal minus zwei Prozent werden." Bereinigt um steigende Preise dürfte dies dann real zu einem Rückgang der Erlöse um fünf Prozent führen.

- Die europäischen Staaten sollten sich nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits jetzt auf eine zweite tödliche Welle von Coronavirus-Infektionen einstellen. Es sei an der "Zeit für die Vorbereitung, nicht für Feierlichkeiten", sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, am Montag der britischen Zeitung "The Telegraph". Er reagierte damit auf die Lockerung von Maßnahmen gegen die Pandemie in mehreren Ländern.

Besonders besorgt äußerte sich der WHO-Regionaldirektor über die Möglichkeit einer "Doppelwelle". "In dem Fall könnten wir eine zweite Covid-Welle haben und eine saisonale Grippe oder die Masern." Viele Kinder seien nicht gegen die Masern geimpft, warnte Kluge. Die Länder müssten die Zeit nun nutzen, um ihr Gesundheitswesen zu stärken und zum Beispiel die Kapazitäten in Krankenhäusern auszubauen. Zwar gingen in Staaten wie Großbritannien, Frankreich und Italien die Fallzahlen zurück, sagte der Experte. Aber das bedeute noch nicht, dass sich die Pandemie dem Ende nähere. Wegen der Coronakrise hält die WHO ihre zweitägige Jahresversammlung bis Dienstag nur online ab.

- Belgien verzeichnet wegen der Corona-Pandemie nach Angaben von Forschern eine Übersterblichkeit von historischem Ausmaß. "April 2020 war der tödlichste April seit dem Zweiten Weltkrieg, sowohl in absoluten Zahlen als auch pro Einwohner", erklärten Forscher der Freien Universität Brüssel (VUB) am Montag. Demnach sind die überzähligen Todesfälle "aller Wahrscheinlichkeit nach vollständig auf Covid-19" zurückzuführen. Den Forschern zufolge starben im vergangenen Monat in Belgien knapp 15.000 Menschen - rund 6000 mehr, als zu erwarten gewesen wäre. "Dabei ist der April einer der Monate, in denen die Sterblichkeitsrate normalerweise sinkt, weil sie aufgrund von Grippeepidemien während der Wintermonate Januar, Februar und März höher ist", sagte Patrick Deboosere, Professor für Demografie an der VUB, der Nachrichtenagentur AFP.

10.30 Uhr - Die Europäische Union will den Weg für einen Einsatz des Medikaments Remdesivir bei Covid-19-Patienten womöglich in Kürze frei machen. "Es könnte sein, dass eine bedingte Marktzulassung in den kommenden Tagen erteilt werden kann", sagte der Direktor der europäischen Arzneimittelbehörde EMA, Guido Rasi, am Montag bei einer Anhörung im EU-Parlament in Brüssel. Die EMA hatte bereits kürzlich den Einsatz des noch nicht als Medikament zugelassenen Mittels des US-Biotechkonzerns Gilead außerhalb klinischer Studien empfohlen. Damit wird die Nutzung eines Medikaments ermöglicht, noch bevor es vollständig zugelassen ist. Wer nach einem Impfstoff sucht, lesen Sie hier im Überblick.

10.00 Uhr - Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron beraten im Tagesverlauf in einer Videokonferenz. Eine deutsch-französische Initiative soll nach dem für 15.30 Uhr (MESZ) angesetzten Gespräch gegen 17.00 Uhr vorgestellt werden, teilt das französische Präsidialamt mit, ohne Details zu nennen. Aus dem Umfeld von Macron verlautete, es gehe auch um Gesundheitsthemen sowie die Erholung der Wirtschaft.

- Vor dem Treffen von Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften mit Kanzlerin Angela Merkel fordert die deutsche Industrie von der Regierung ein beherztes Vorgehen im Kampf gegen die drohende Rezession. BDI-Präsident Dieter Kempf sagt, es müssten jetzt konkrete Vorschläge zur Standortsicherung auf den Tisch kommen. Als Beispiele nennt er Steuersenkungen und Bürokratieabbau, seit langem Forderungen des BDI. "Der Gesetzgeber sollte die Abschreibungsregeln für Investitionen deutlich verbessern, um Investitionen zu stärken, etwa in Digitalisierung und Klimaschutz."

- Ungarns Regierung will die umstrittenen Corona-Dekrete Ende Mai wieder rückgängig machen. Ein entsprechender Vorschlag werde am 26. Mai im Parlament eingereicht, zitiert der Sender hirtv.hu den Stabschef von Ministerpräsident Viktor Orban, Gergely Gulyas. Die weitreichenden Sonderrechte der Regierung könnten dann nach wenigen Tagen Beratung Anfang Juni auslaufen. Orban hatte den Schritt am Freitag angekündigt, aber kein konkretes Datum genannt. Das Parlament hatte Orban im März das Recht eingeräumt, per Dekret zu regieren. Das hatte scharfe Kritik von Opposition und EU-Regierungen ausgelöst.

9.30 Uhr - Der Plan der EU-Kommission zur wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise nimmt langsam Gestalt an. Informierte Kreise bestätigten der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel einen Bericht der "Financial Times" vom Montag über Größenordnung und Verwendung des geplanten Programms. Dieses soll demnach "erheblich größer" sein als die 320 Milliarden Euro, die kürzlich in einem internen Papier genannt worden waren. Darüber hinaus sei nun das Ziel, den größeren Teil des Geldes als Zuwendungen zu vergeben - und nicht als rückzahlbare Kredite. Diese Eckpunkte hätten sich nach vielen Gesprächen mit den EU-Staaten, dem Europaparlament und innerhalb der Kommission ergeben, hieß es.

- Die japanische Wirtschaft ist wegen der Corona-Pandemie erstmals seit viereinhalb Jahren in eine Rezession gerutscht. Das Bruttoinlandsprodukt fiel von Januar bis März auf das Jahr hochgerechnet um 3,4 Prozent, wie aus den amtlichen Daten am Montag hervorging. Konsum, Exporte und Investitionen sanken jeweils. Im Vorquartal war die nach den USA und China drittgrößte Volkswirtschaft der Welt sogar um 7,3 Prozent geschrumpft - vor allem wegen der Anhebung der Mehrwertsteuer, wegen der viele Käufe vorgezogen worden waren. Bei zwei negativen Quartalen in Folge sprechen Ökonomen von einer Rezession.

Frankreich kündigt Schutzschirm für Luftfahrt - und Autobranche an
REUTERS/Regis Duvignau
Frankreich kündigt Schutzschirm für Luftfahrt - und Autobranche an

- Frankreich will wegen der Corona-Krise einen Schutzschirm für die Auto- und die Luftfahrtbranche aufspannen. Innerhalb von 15 Tagen solle ein Hilfsplan für die französische Autoindustrie stehen, kündigte Finanzminister Bruno Le Maire am Montag im Radiosender France Info an. Die französische Regierung hoffe auch, bis zum 1. Juli einen Plan bekanntgeben zu können, der dem Luftfahrtsektor des Landes helfen solle. Die Regierung arbeitet bereits an einem Paket staatlich garantierter Kredite in Höhe von rund fünf Milliarden Euro für den Autobauer Renault, der zu 15 Prozent im Staatsbesitz ist. Auch Air France erhält wegen der Coronavirus-Krise staatliche Unterstützung in Milliardenhöhe aus Frankreich und den Niederlanden.

9.00 Uhr - Das Corona-Kabinett der Bundesregierung hat die Beratungen über Konsequenzen aus den Coronavirus-Ausbrüchen in deutschen Schlachtbetrieben auf diesen Mittwoch verschoben. Es gebe noch Beratungsbedarf, hieß es am Montag aus Regierungskreisen in Berlin. Im Brennpunkt der Diskussion steht der Umgang mit saisonalen Arbeitskräften aus dem Ausland, nachdem die Fleischindustrie wegen prekärer Arbeits- und Unterkunftsbedingungen seit vielen Jahren in der Kritik steht. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat härtere Auflagen gefordert. Eigentlich wollte er in der Sitzung am heutigen Montag Vorschläge vorlegen, um das Arbeitsschutzgesetz zu ändern.

- Nach dem Corona-Ausbruch in einem Depot des Paketzustellers DPD hat der Kreis Heinsberg zusätzliche Mitarbeiter mobilisiert, um schnell die Kontakte der Infizierten nachzuverfolgen. Ein Krisenstab komme am Vormittag zusammen, um die weiteren Schritte zu beraten, sagte ein Kreissprecher. Alle rund 80 positiv Getesteten des Standorts in Hückelhoven seien in häuslicher Quarantäne, nach aktuellem Stand sei niemand im Krankenhaus, es gebe bisher nur milde verlaufende Fälle, sagte ein DPD-Sprecher. Der Paketzusteller hatte den Betrieb in Hückelhoven Ende vergangener Woche ausgesetzt und alle 400 Mitarbeiter in zweiwöchige Quarantäne geschickt.

- Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat Steuererhöhungen zur Finanzierung der Corona-Folgekosten ausgeschlossen. Kramp-Karrenbauer sagte der "Saarbrücker Zeitung" vom Montag: "Ich sehe nicht, wie Steuererhöhungen dazu beitragen könnten, dass Betriebe investieren und Menschen Geld ausgeben." Beides sei aber wichtig, damit die Wirtschaft wieder Fahrt aufnehme. "Volle Einkaufstüten, Schlangen an der Kaufhauskasse und besetzte Tische in Restaurants können auch schöne Bilder sein", sagte die CDU-Chefin. Sie mahnte die Bürger, dabei immer die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten.

8.00 Uhr - Vor der Beratung mit Kollegen aus beliebten Urlaubsländern dämpft Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) die Erwartungen. "Der Urlaub wird dieses Jahr nicht so sein, wie der, den man aus der Vergangenheit kennt", sagte Maas am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Die Corona-Pandemie sei noch nicht überwunden und man müsse Sicherheitsvorkehrungen schaffen für den Fall, dass die Infektionszahlen wieder steigen. Er hoffe aber sehr, dass der Sommerurlaub im europäischen Ausland möglich sein werde und sich dann auch "wie Urlaub anfühlt".

Maas will am Mittag mit seinen Kollegen aus beliebten Urlaubsländern der Deutschen darüber beraten, wie die Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie nach und nach gelockert werden können. Zu der Videokonferenz sind Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien eingeladen. Die Minister wollen unter anderem über Einreisebestimmungen, Quarantäneregelungen und eine Zusammenarbeit der Gesundheitsbehörden sprechen, sagte Maas. Ziel sei es, aus der weltweiten Reisewarnung, die derzeit in Deutschland gelte, nur noch einen Reisehinweis zu machen. So könnten die Bürgerinnen und Bürger selbst beurteilen, ob und wohin sie verreisen möchten.

7.30 Uhr - In den USA ist die Zahl der Corona-Toten auf fast 90.000 gestiegen. Wie die Johns-Hopkins-Universität am Sonntagabend (Ortszeit) mitteilte, starben in den vorangegangenen 24 Stunden 820 Menschen nach einer Coronavirus-Infektion. Dies sei die niedrigste Opferzahl seit dem 10. Mai. Landesweit wurden den Angaben zufolge bislang 1.486.367 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen - mehr als 30 Prozent der weltweit registrierten Infektionsfälle. Mit rund 89.500 Fällen sind die USA überdies mit Abstand das Land mit den meisten Corona-Toten weltweit.

- Europas größter Billigflieger Ryanair gerät in der Coronavirus-Krise noch schwerer in Bedrängnis und wird im ersten Geschäftsquartal einen höheren Verlust einfliegen als gedacht. So dürfte zwischen April und Juni ein Verlust von mehr als 200 Millionen Euro anfallen, teilte das Unternehmen am Montag mit den Zahlen zum vorigen Geschäftsjahr mit. Hier lesen Sie ausführlich weiter.

7 Uhr - China kündigt weitere wirtschaftspolitische Maßnahmen an. Die weltweite Nachfrage sei infolge des Ausbruchs des Coronavirus deutlich eingebrochen und der Handel stünde vor beispiellosen Herausforderungen, sagt Chinas Handelsminister Zhong Shan auf einer Pressekonferenz in Peking. Die Unternehmen hätten eine extrem schwierige Zeit. Der Virusausbruch sei für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes "ein gewaltiger Schock". Die Regierung wolle daher die Binnennachfrage ankurbeln und den Konsum fördern, fügt er ohne Angabe weiterer Details hinzu.

Maskenpflicht: Die Zahl der Neuinfektionen ist in Deutschland stark zurückgegangen
Boris Roessler/dpa
Maskenpflicht: Die Zahl der Neuinfektionen ist in Deutschland stark zurückgegangen

6 Uhr - Deutschland verzeichnet nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) binnen 24 Stunden 342 Neuinfektionen und 21 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Die Gesamtzahl der Ansteckungen liegt demnach bei 174.697, die Zahl der Todesfälle bei 7935.

5.30 Uhr - Mexiko meldet 2.075 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die Gesamtzahl der offiziell bestätigten Fälle liegt damit bei 49.219 Fällen. Die Zahl der Todesfälle durch Covid-19, die durch das neuartige Coronavirus verursachte Atemwegserkrankung, steigt um 132 auf insgesamt 5.177. Der stellvertretende Gesundheitsminister Hugo Lépez-Gatell gibt in einer Pressekonferenz bekannt, dass sich die Fälle in der vergangenen Woche in Mexiko-Stadt und der Region, die die höchste Infektionsrate des Landes aufweist, stabilisiert hätten. Die Behörden warnen allerdings, dass die tatsächliche Anzahl der Fälle bis zu neun Mal größer sein könnte, weil viele der Infizierten nicht zum Arzt gingen, keine Symptome entwickelten oder nicht richtig diagnostiziert würden. Mexiko kündigte in der vergangenen Woche einen Plan zur schrittweisen Wiederaufnahme der Wirtschaftstätigkeit ab dem 1. Juni an.

5 Uhr - Die chinesischen Behörden melden sieben neue Coronavirus-Fälle, am Vortag waren es fünf. Nach Angaben der nationalen Gesundheitskommissionen stammen vier von Reisenden aus der Inneren Mongolei.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Nachrichtenüberblicks haben wir berichtet, dass RKI habe seit Sonntag nur noch 2 Neuinfektionen in Deutschland registriert. Die Zahl ging auf eine fehlerhafte Angabe in den Nachrichtenagenturen zurück. Wir haben ebenso wie die Agentur die Angabe inzwischen korrigiert.

mit dpa, AFP und Reuters

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