Montag, 1. Juni 2020

Coronavirus breitet sich aus Coronavirus könnte Luxusgüter-Branche 40 Milliarden Euro Umsatz kosten

Ausgabenfreudig und dem Luxus verbunden: Chinas junge Oberschicht ist für die Luxusgüterindustrie mit zur wichtigsten Kundengruppe geworden. Jetzt befürchten die Hersteller der Branche erhebliche Umsatzeinbußen

18.30 Uhr: Die USA rechnen mit mehr Ansteckungsfällen in den USA. Damit der Staat sich dagegen wappnen kann, fordert Gesundheitsstaatssekretär Alex Azar vom verantwortlichen Senatsausschuss die Freigabe von 2,5 Milliarden Dollar. Damit könne die Ausbreitung der Krankheit besser überwacht werden. Zudem könnten die Behörden in den Bundesstaaten und Orten sowie die Entwicklung von Impfstoffen und Therapien unterstützt werden. Außerdem könnten zum Beispiel Schutzmasken angeschafft werden.

18 Uhr: Am Schweizer Aktienmarkt war auch am Dienstag Ausverkauf angesagt. Weiterhin bestimmen die Schlagzeilen zu der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus die Schlagzeilen. Am Nachmittag wurde der erste Fall in der Schweiz gemeldet, und die Indizes fielen weiter zurück. Der Swiss Market Index (SMI ) weist mittlerweile eine negative Jahresperformance aus. Bereits am Montag hatte die Epidemie dem Bluechip-Barometer den größten Kurseinbruch seit August 2015 eingebrockt. Nach einem zaghaften Stabilisierungsversuch sorgten auch die US-Börsen am Nachmittag für einen Umschwung. Der tonangebende US-Leitindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen war nach einem freundlichen Start ins Minus gerutscht, was auch diesseits des Atlantiks wieder für Unsicherheit sorgte. Der Dax Börsen-Chart zeigen schloss unter 12.800 Punkten und damit auf dem tiefsten Stand seit 4 Monaten.

15.30 Uhr - Die Coronavirus-Epidemie dürfte die Luxusgüterbranche Umsatz und Gewinn in Milliardenhöhe kosten. Das hat eine Studie der Finanzgesellschaft Alliance Bernstein und der Berater von Boston Consulting Group (BCG) ergeben, die 28 Vorstands- und Finanzchefs von Luxusmarken nach ihrer Einschätzung befragt haben. Demnach könnte das Virus den Branchenumsatz um 30 bis 40 Milliarden Euro schmälern und die Gewinne um insgesamt rund 10 Milliarden Euro schrumpfen lassen.

Großen Anteil dürfte daran die Entwicklung in China haben. "Die Verkäufe im Großraum China sind plötzlich zum Erliegen gekommen, und der Mangel an reisenden Chinesen bremst die Verkäufe in Asien und Europa", zitiert die "FT" Alliance Bernstein. Chinesische Staatsangehörige machen rund 110 Milliarden Euro und damit etwa ein Drittel der Einnahmen von Luxusgüterunternehmen aus, so der Investmentmanager. Dazu kämen noch umgerechnet 258 Milliarden Euro, die chinesische Touristen weltweit ausgeben.

Die Aktien von Luxusgüterunternehmen sind stark gefallen, seit das Ausmaß des Ausbruchs in China Mitte Januar deutlich wurde. Der MSCI für Luxus- und Bekleidungskonzerne ist seit dem 17. Januar um 12 Prozent gesunken.

15.15 Uhr: Die Deutsche Post und ihre italienischen Partner haben alle Operationen in den italienischen Gemeinden, die derzeit gesperrt sind, ausgesetzt. Dies gilt auch für die Abholung und Zustellung durch den Unternehmensbereich DHL Express, berichtet die "Financial Times". Der Logistikgigant hatte zuvor alle Abhol-, Zustell- und Lagerdienstleistungen von DHL in der Provinz Hubei ausgesetzt.

Passagiere in Mailand

15.00 Uhr: Die italienischen Behörden nehmen massive Preiserhöhungen für Hygienemasken und Desinfektionsmittel unter die Lupe. "Wir haben beschlossen, eine Untersuchung einzuleiten nach Berichten über die wahnsinnigen Online-Preise, die für diese Produkte in den vergangenen zwei Tagen verlangt worden sind", sagte die stellvertretende Mailänder Chefanklägerin Tiziana Siciliano. "Der Preis für Atemschutzmasken im Internet ist von einem Cent auf zehn Euro gestiegen, und eine Ein-Liter-Flasche Desinfektionsmittel, die vorige Woche für sieben Euro im Handel war, kostete gestern bis zu 39 Euro." Weil Hygienemasken und Desinfektionsmittel in Apotheken knapp werden, wenden sich viele Menschen an Online-Händler.

Giuseppe Conte
Mick Tsikas/AAP/ DPA
Giuseppe Conte

14.15 Uhr - Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte äußert sich optimistisch, dass die Maßnahmen im Kampf gegen den Coronavirus-Ausbruch in Italien bald greifen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir in den kommenden Tagen eine Eindämmung der Krankheit erreichen werden." Conte tritt auch Sorgen wegen möglicher Folgen für den Tourismus entgegen. Italien sei ein sicheres Land für Urlauber, wahrscheinlich sicherer als viele andere Länder. Italien ist in Europa am stärksten von der Epidemie betroffen. Bislang gibt es dort mehr als 280 Infektionen, sieben Todesfälle wurden gemeldet.

13.19 Uhr - In dem wegen einer Corona-Infektion gesperrten Hotel auf Teneriffa halten sich vermutlich auch deutsche Urlauber auf. "Wir müssen davon ausgehen, dass sich unter den von den Quarantänemaßnahmen Betroffenen auch deutsche Staatsangehörige befinden", heißt es in Kreisen des Auswärtigen Amtes in Berlin. "Der Leiter des Konsulats in Las Palmas de Gran Canaria befindet sich auf dem Weg nach Teneriffa, um sich ein Bild der Situation vor Ort zu machen."

13.07 Uhr - Im Iran ist Vize-Gesundheitsminister Iradsch Harirchi mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Harirchi habe sich angesteckt und werde unter Quarantäne behandelt, teilt ein Ministeriumssprecher mit.

12.53 Uhr - In Österreich sind zwei Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das erklärte Tirols Landeschef Günther Platter am Dienstag gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Es sind die ersten Covid-19-Patienten in der Alpenrepublik. Eine betroffene Person stamme offenbar aus der Lombardei. Noch sei unklar, wo sich die beiden Menschen angesteckt hätten. Die beiden 24-Jährigen seien nicht lebensbedrohlich erkrankt, sondern litten bisher nur an Fieber. Die Patienten hatten sich selbst an die Leitstelle Tirol gewandt und ihre Symptome geschildert. Tests auf den Erreger seien positiv ausgefallen.

12.47 Uhr - Auch in Kroatien gibt es einen ersten bestätigten Coronavirus-Fall. Das teilt Ministerpräsident Andrej Plenkovic mit.

Sehen Sie im Video: Italien riegelt Coronavirus-Gebiete ab

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Bild: DPA

12.34 Uhr - Der Dax drehte am Dienstag nach Kursgewinnen zum Handelsstart ein Prozent ins Minus und lag mit 12.908 Punkten deutlich unter die Marke von 13.000. Auch in Italien wurden Aktien reihenweise aus den Depots geschmissen. Der Leitindex der Mailänder Börse gab nach dem Kurssturz vom Montag in Höhe von 5,4 Prozent um weitere 1,3 Prozent nach.

12.33 Uhr - Die Lufthansa stockt ihre Frachtflüge nach China wieder auf. Zum Sonntag (1. März) werde das Angebot um einen Umlauf auf dann acht wöchentliche Frachtverbindungen ausgebaut, kündigte ein Sprecher der Lufthansa Cargo AG am Dienstag an. "Mit unserem Sonderflugplan können wir flexibel auf die Nachfrage reagieren", sagte er zur Begründung.

Der Konzern hatte wegen des neuartigen Coronavirus für seine sämtlichen Fluggesellschaften zunächst die Passagierflüge zum chinesischen Festland gestrichen. Die Frachttochter Lufthansa Cargo hatte ein Minimalangebot von fünf Umläufen pro Woche aufrechterhalten und zuletzt auf sieben Hin- und Rückflüge aufgestockt. Das ist allerdings noch weit vom Normalmaß mit 15 Umläufen entfernt, zumal die Frachträume der Passagiermaschinen mindestens bis zum internationalen Flugplanwechsel am 28. März nicht zur Verfügung stehen.

Geschäfte teils ausverkauft: In Pioltello, nahe Mailand sind die Regale in den Supermärkten leer

12.18 Uhr - Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus droht immer stärker zum Hemmschuh für die konjunkturelle Entwicklung zu werden. Unter den deutschen Exporteuren verschlechterte sich die Stimmung merklich, teilte das Münchener Ifo-Institut am Dienstag mit. Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire sieht die Epidemie angesichts der Verwundbarkeit international verzahnter Lieferketten gar als "Game Changer" für die Globalisierung - also ein Ereignis, das die bisherige Entwicklung völlig umkrempelt.

Die Ausbreitung des Virus hatte bereits am Montag die Börsen weltweit auf Talfahrt geschickt. Am Dienstag setzte sich der Kursrutsch an den asiatischen und europäischen Handelsplätzen zunächst nicht fort, allerdings blieb die Stimmung angespannt.

12.10 Uhr - Die Türkei stellt alle 132 Menschen an Bord eines aus dem Iran kommenden Flugzeugs wegen des Coronavirus für 14 Tage unter Quarantäne. Passagiere und Besatzung würden nun in einem eigens vorbereiteten Krankenhaus in Ankara isoliert und auf das neuartige Virus getestet, teilt Gesundheitsminister Fahrettin Koca mit. Bei den Passagieren handele es sich um türkische Bürger, die aus dem Iran mit einer Maschine von Turkish Airlines zurückgeholt worden seien, nachdem die Türkei am Wochenende die Grenzen zu dem Nachbarland wegen des dortigen Coronavirus-Ausbruchs geschlossen hatte. Der Flug aus Teheran hatte eigentlich in Istanbul landen sollen, war aber nach Ankara umgeleitet worden. Medienberichten zufolge soll es einen Verdacht auf Infektionsfälle an Bord gegeben haben.

11.22 Uhr - In Italien bestätigten die Behörden den ersten Coronavirus-Fall im Süden des Landes. Eine Frau auf Sizilien sei positiv getestet worden, teilt die Regionalverwaltung mit. Dabei handele es sich um eine Touristin aus der Lombardei, dem Zentrum des Virus-Ausbruchs in Norditalien. Sie werde in einem Krankenhaus in Palermo behandelt. Ihre Mitreisenden seien unter Quarantäne gestellt worden. Italien ist in Europa am stärksten von der Epidemie betroffen. Die Zahl der Infektionsfälle stieg dort zuletzt auf mehr als 260. In der Lombardei wurden 34 Fälle registriert, sechs in der benachbarten Region Venetien. Außerdem meldete Südtirol bei einem Mann aus Terlan einen positiven Test.

11.21 Uhr - In dem Hotel auf Teneriffa, in dem ein Gast positiv auf Covid-19 getestet wurde, sind derzeit 1000 Touristen untergebracht. Sie dürfen den Hotelkomplex nicht verlassen. Der Arzt liegt mittlerweile auf der Isolierstation eines Krankenhauses. Es handelt sich um den dritten Coronavirus-Fall in Spanien. Der Erreger war bei einem Deutschen auf der Kanareninsel La Gomera und bei einem Briten auf Mallorca nachgewiesen worden.

11.20 Uhr - Die Dreharbeiten von "Mission: Impossible" in Venedig mit US-Schauspieler Tom Cruise sind wegen des Coronavirus unterbrochen worden. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, hieß es aus dem Haus Paramount Pictures. Der Film soll im Sommer 2021 in die Kinos kommen.

Mailand im Zeichen des Coronavirus

11.12 Uhr - Im Kampf gegen eine Ausbreitung des Coronavirus im Iran fordert die Regierung die Bürger auf, zu Hause zu bleiben. Das wäre besser für den Schutz der Menschen, erklärt das Gesundheitsministerium. In den vergangenen 24 Stunden habe es 34 neue Infektionen gegeben, davon allein 16 in der Stadt Kom. Laut der Nachrichtenagentur Irna bestätigten die Behörden zudem zwei weitere Todesfälle. Insgesamt sind 16 Menschen im Iran an dem Coronavirus gestorben und 95 infiziert.

10.56 Uhr - Saudi-Arabien warnt einem Medienbericht zufolge seine Bürger wegen des Coronavirus vor Reisen nach Italien und Japan. Die Behörden raten dazu, solche Reisen zu vermeiden, wie der TV-Sender Al-Arabiya berichtet.

10.27 Uhr - Das irakische Gesundheitsministerium gibt vier Fälle von Coronavirus-Erkrankungen in der Ölstadt Kirkuk im Norden des Landes bekannt, wie die staatliche Nachrichtenagentur meldet.

10.19 Uhr - Das Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich in Italien offenbar weiter aus - auch weit in den Süden. Auf Sizilien gibt es den ersten Fall. Eine Frau aus Bergamo in der nördlichen, besonders betroffenen Region Lombardei sei in Palermo positiv getestet worden, erklärte Regionalpräsident Nello Musumeci am Dienstag. Das Ergebnis sei nun nach Rom geschickt worden für eine weitere Bestätigung. Die Frau sei als Touristin mit einer Gruppe unterwegs gewesen. Italienische Medien meldeten zudem einen ersten Fall in der Toskana.

10.10 Uhr - Die spanischen Behörden teilen mit, dass sie hunderte Touristen auf den kanarischen Inseln untersuchen, da in einem Hotel ein Tourist positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Während der Untersuchungen sei das Hotel gesperrt, hieß es.

09.59 Uhr - Das Europäische Parlament ruft seine Mitarbeiter auf, vorübergehend zu Hause zu bleiben, falls sie zuletzt in Regionen in Norditalien waren, die vom Coronavirus betroffen sind. Dasselbe gelte für China, Singapur und Südkorea.

09.50 Uhr - In Großbritannien sollen sich Menschen vorübergehend in Isolation begeben, wenn sie sich zuletzt in Norditalien aufgehalten haben und grippeähnliche Symptome aufweisen. Dazu ruft Gesundheitsminister Matt Hancock auf.

9.40 Uhr - Die halbstaatliche türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines hat wegen der Coronavirus-Krise vorübergehend alle Flüge nach China eingestellt. Das erklärte die Airline in einer Stellungnahme in der Nacht auf Dienstag. Die Maßnahme soll zunächst bis zum 29. Februar gelten. Die Gesellschaft weitete zudem Einschränkungen für Verbindungen in den Iran aus. Flüge zu allen Zielen außer nach Teheran würden nun bis zum 10. März ausgesetzt.

Auch in Japans Großstädten ist die Gesichtsmaske mittlerweile selbstverständliches Kleidungsstücke

09.34 Uhr - Die japanische Fußball-Profiliga unterbricht wegen des Coronavirus ihren Spielbetrieb, wie der Sender NHK berichtet. Demnach sollen die nächsten Begegnungen erst wieder in der ersten Märzhälfte stattfinden.

9.10 Uhr - Die Messe Frankfurt verschiebt die Messe "Light + Building" in den September. Eigentlich hätte die im März stattfinden sollen, aber aufgrund von Covid-19 entscheiden sich die Veranstalter nun für einen späteren Termin.

09.03 Uhr - Der Irak weitet sein Einreiseverbot aus. Neben Reisenden aus China und dem Iran darf bis auf weiteres auch niemand mehr einreisen, der aus Italien, Thailand, Südkorea, Japan und Singapur kommt, wie das Gesundheitsministerium in Bagdad mitteilt. Ausgenommen davon seien irakische Staatsbürger, Diplomaten und offizielle Delegationen. Zugleich rät der Irak von Reisen in die aufgelisteten Länder ab.

08.52 Uhr - Das chinesische Außenministerium teilt mit, die Regierung in Peking arbeite eng mit Südkorea und Japan zusammen, um die gemeinsamen Maßnahmen zur Bekämpfung der Epidemie auszuweiten

8.50 Uhr - Japan steht am Rande einer raschen Ausbreitung von Coronavirus-Fällen, warnte ein Expertengremium am Dienstag laut einem Bericht der Nach einem Bericht der "Financial Times". Das Regierungsgremium erklärte, dass die 160 bestätigten Fälle des Landes in mehr als 16 verschiedenen Präfekturen festgestellt wurden und in zahlreichen Fällen die Quelle der Infektion nicht klar war. "Wir stehen am Scheideweg", sagte Shigeru Omi, Leiter der Japan Community Health Care Organization und ehemaliger Regionaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, am Dienstag. "Die lokale Übertragung läuft bereits."

08.25 Uhr - Italien fordert von der EU Flexibilität bei der Bewertung der Haushaltslage des Landes. Die EU sollte Italien bei den Etatzielen entgegenkommen, wenn sich die Coronavirus-Epidemie erheblich auf die Wirtschaftsleistung auswirken sollte, sagt die stellvertretende Wirtschaftsministerin Laura Castelli dem Radiosender RAI Uno. Der EU stünden dafür Ressourcen zur Verfügung.

07.45 Uhr - Im Iran sind zwei weitere Menschen an dem Virus gestorben, wie das Internetportal Eghtesaonline unter Berufung auf den Chef der Medical Science University of Saveh berichtet. Demnach steigt die Totenzahl in dem Land auf 14.

07.34 Uhr - In Taiwan hat das Parlament ein Konjunkturpaket über umgerechnet 1,82 Milliarden Euro (60 Milliarden Taiwan-Dollar) gebilligt, das die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus auf die exportabhängige Wirtschaft des Landes abfedern soll. Es sieht unter anderem Kredite für kleine Firmen vor.

06.45 Uhr - Vietnams Textilindustrie stellt sich auf einen starken Dämpfer durch die Folgen des Coronavirus ein. Der Branchenverband sagt gravierende Materialengpässe ab dem zweiten Quartal voraus. Wichtige Zulieferer sitzen in China, Japan und Südkorea.

06.22 Uhr - Das vietnamesische Gesundheitsministerium teilt mit, dass alle 16 infizierten Menschen im Land inzwischen genesen seien. Seit dem 13. Februar seien keine neuen Erkrankungen bekanntgeworden.

06.17 Uhr - Die japanische Regierung ruft die heimischen Unternehmen dazu auf, den Beschäftigten nach Möglichkeit Heimarbeit und Schichtarbeit zu empfehlen. Damit soll die Ausbreitung des Coronavirus aufgehalten werden.

05.53 Uhr - Singapore Airlines friert die Rekrutierung von Bodenpersonal bis auf weiteres ein. Das Unternehmen würde die Situation genau beobachten und bei Bedarf zusätzliche Maßnahmen ergreifen, die der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit nicht schaden, teilte die Fluggesellschaft mit.

04.17 Uhr - Das oberste chinesische Gesetzgebungsorgan verbietet laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua ab sofort den Handel und Konsum von Wildtieren. "Seit dem Ausbruch der neuartigen Coronavirus-Krankheit (COVID-19) wächst unter den Menschen die Besorgnis über den Verzehr von Wildtieren und die versteckten Gefahren, die dies für die öffentliche Gesundheit mit sich bringt", sagt Zhang Tiewei, ein Sprecher des Nationalen Volkskongresses. Es sei sowohl dringend als auch notwendig, dass die Entscheidung im "kritischen Moment für die Prävention und Bekämpfung der Epidemie" getroffen werde.

Die Entscheidung des Nationalen Volkskongresses sieht vor, dass der illegale Konsum und Handel mit Wildtieren "streng bestraft" wird, ebenso wie die Jagd, der Handel oder der Transport von Wildtieren zum Zwecke des Konsums. Die Verwendung von Wildtieren für nicht essbare Zwecke, einschließlich wissenschaftlicher Forschung, medizinischer Verwendung und Anzeige, würde einer strengen Prüfung, Zulassung und Quarantäneinspektion unterzogen. Wissenschaftler vermuten, haben aber noch nicht beweisen können, dass das neue Coronavirus von Tieren an den Menschen weitergegeben wurde.

03.51 Uhr - Ein vierter Passagier des in Japan festgemachten Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" ist nach Angaben des staatlichen Fernsehens NHK an dem Coronavirus gestorben. Der Passagier sei über 80 Jahre gewesen alt, sagt NHK. Japan wird wegen seines Umgangs mit der Situation auf dem Kreuzfahrtschiff, das von Carnival betrieben wird, kritisiert. Hunderte haben sich auf dem Schiff infiziert. Auch in Japan steigt die Zahl der Patienten. Es wird erwartet, dass die Regierung im Laufe des Dienstags eine Reihe von Maßnahmen zur Bekämpfung des Problems vorstellt.

03.34 Uhr - Die US-Regierung fordert vom Kongress 2,5 Milliarden Dollar zur Bekämpfung des Virus, darunter mehr als eine Milliarde für die Entwicklung eines Impfstoffes. "Die Trump-Regierung nimmt die Ausbreitung der COVID-19 Coronavirus-Krankheit weiterhin sehr ernst. Heute übermittelt die Regierung dem Kongress einen zusätzlichen Finanzierungsplan in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar, um die Entwicklung von Impfstoffen zu beschleunigen, die Vorbereitungs- und Reaktionsaktivitäten zu unterstützen und dringend benötigte Ausrüstung und Vorräte zu beschaffen", sagt Rachel Semmel, eine Sprecherin des Finanzhaushaltes des Weißen Hauses.

03.18 Uhr - Japan hält an den Olympischen Sommerspielen fest. Der japanische Gesundheitsminister Katsunobu Kato sagt, es sei noch zu früh, um über eine Absage der Olympischen Spiele in Tokio infolge des Coronavirus und dessen Ausbreitung in Japan zu sprechen. Zuvor wurden Fragen laut, ob die am 24. Juli beginnenden Sommerspiele verschoben oder abgesagt werden sollten. Ein Londoner Bürgermeisterkandidat erklärt, London sei bereit, die Spiele bei Bedarf auszurichten.

03.06 Uhr - Mastercard korrigiert seine Prognose für das erste Quartal zwischen zwei bis drei Prozent nach unten. Für das laufende Quartal erwarte das Unternehmen nun ein Umsatzwachstum zwischen neun und zehn Prozent, da sich das Virus grenzüberschreitend auf Reisen und E-Commerce auswirke, erklärt das Unternehmen. Der Kreditkartenaussteller geht auch davon aus, dass das Nettoumsatzwachstum im Jahresverlauf im Jahr 2020 im unteren Zehnprozentbereich liegen werde, wenn sich die Auswirkungen des Virus auf das erste Quartal beschränkten.

02.47 Uhr - Die US-Zentren für Seuchenkontrolle und Prävention rät Amerikanern, wegen des Coronavirus-Ausbruchs alle unnötigen Reisen nach Südkorea zu vermeiden. Südkorea meldet 60 neue Fälle, wodurch die Gesamtzahl der infizierten Patienten im Land nach Angaben der Gesundheitsbehörden auf 893 steigt.

01.52 Uhr - Die Zahl der Virus-Erkrankungen in Festland-China steigt nach Angaben der Behörden um 508 an. Am Vortag hatte es 409 neue Fälle gegeben. Damit liegt die Zahl der Erkrankten demnach insgesamt nun bei 77.658. Die Zahl der Toten steigt um 71, nach 150 am Tag zuvor. Allein in der Provinz Hubei sind 68 der 71 Toten gemeldet und 499 der insgesamt 508 Neuerkrankungen. Insgesamt starben damit bislang 2663 Menschen in China an den Virus-Folgen.

00.23 Uhr - Nach dem Corona-Ausbruch in Italien rechnet NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann einem Zeitungsbericht zufolge auch mit Infektionen in Nordrhein-Westfalen. "Mit einem Import von einzelnen Fällen auch nach Nordrhein-Westfalen muss gerechnet werden", sagt Laumann der Düsseldorfer Zeitung "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe). Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung bleibe aber derzeit weiterhin gering. "Wenn ein Fall oder mehrere Fälle im Land auftreten sollte, sind wir gut darauf vorbereitet", so Laumann weiter.

mit Nachrichtenagenturen

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