Montag, 24. Februar 2020

Raffinerien, Autoindustrie, Handy-Sektor Coronavirus setzt Chinas Wirtschaft immer stärker zu

Chinas Automarkt kommt fast zum Erliegen

Das Coronavirus sucht sich immer mehr Opfer: Die Zahl der Toten steigt, die der Infizierten in manchen Regionen explodiert geradezu. Die Angst geht um, Messen werden abgesagt, Schiffe dürfen nicht anlegen, Airlines streichen weiter Flüge ... lesen Sie die wichtigsten Entwicklungen im Newsblog.

13.31 Uhr: Wegen des Coronavirus werden in der EU Engpässe bei Arzneimitteln und Schutzkleidung befürchtet. In China würden wichtige Wirkstoffe produziert, die für viele Medikamente nötig seien, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag bei einem Sondertreffen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel. Die Produktionsstopps wegen des Virus bei Herstellerfirmen in China könnten in einigen Wochen zu "Lieferengpässen in Europa" führen.

Die EU-Gesundheitsminister wollen bei dem Treffen eine Reihe von Absprachen treffen, um sich auf die mögliche weitere Ausbreitung des Virus vorzubereiten. Dazu gehört nach dem Entwurf der Schlussfolgerungen auch die Aufforderung an die EU-Kommission, mit nationalen Arzneimittelbehörden "die Folgen globaler Gesundheitskrisen (...) für die Verfügbarkeit von Medikamenten in der EU" zu bewerten.

12.55 Uhr: In Japan ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums erstmals ein Mensch an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Es handle sich um eine über 80 Jahre alte Frau, die in der an Tokio grenzenden Präfektur Kanagawa gewohnt habe. Nach Erkenntnissen der Behörden war die Frau in letzter Zeit nicht auf Auslandsreisen gewesen. Bislang sind in Japan mehr als 200 Infektionsfälle bestätigt. Die meisten davon sind Passagiere und Crewmitglieder des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess", das in Yokohama zunächst noch bis zum Mittwoch der kommenden Woche unter Quarantäne gestellt ist.

Bei der nun gestorbenen Frau war das Virus erst nach ihrem Tod festgestellt worden. Sie lag seit dem 1. Februar im Krankenhaus.

12.48 Uhr: Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat sich vorsichtig zu den Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie auf die Weltwirtschaft geäußert. "Es ist noch zu früh, um Prognosen abzugeben", sagte IWF-Chefin Kristalina Georgieva am Mittwoch im US-Fernsehsender CNBC. Der IWF erwarte zwar einen starken Rückgang der wirtschaftlichen Aktivitäten in China, worauf aber eine Phase schneller Erholung folgen könnte - wie bei den Sars-Infektionen Anfang der 2000er Jahre. Daher gebe es wahrscheinlich nur "leichte" Auswirkungen auf den Rest der Welt, sagte sie.

Georgieva gab allerdings zu bedenken, dass die Weltwirtschaft zurzeit "etwas weniger stark" sei als in den Jahren 2002 und 2003 während der Sars-Epidemie. "China war anders, die Welt war anders. Dieses Virus hat eindeutig größere Auswirkungen, und die Weltwirtschaft war damals sehr stark", sagte Georgieva. Chinas Anteil an der Weltwirtschaft war damals zudem deutlich geringer als heute.

12.47 Uhr: Das Kreuzfahrtschiff "Aidavita" der Rostocker Reederei Aida Cruises hat die vietnamesische Hafenstadt Cai Lan in der Halong Bucht nicht anlaufen können. Die örtliche Tourismusbehörde habe Passagieren und Besatzung untersagt, an Land zu gehen, teilte ein Mitarbeiter der Behörde mit. Eine Begründung sei nicht genannt worden, sagte ein Sprecher von Aida Cruises am Donnerstag. Erst kürzlich hatten mehrere asiatische Länder dem Kreuzfahrtschiff "Westerdam" aus Sorge vor einer möglichen Covid-19-Einschleppung das Andocken untersagt. Erst Kambodscha stimmte einem Anlanden zu.

Auf der "Aidavita" befinden sich nach Angaben der Reederei rund 1100 zumeist aus Deutschland kommende Passagiere und 400 Crew-Mitglieder. Das Schiff sei zuletzt von den Philippinen gekommen und habe zuvor keinen chinesischen Hafen angesteuert. "An Bord der "Aidavita" gibt es weder Verdachtsfälle noch bestätigte Coronavirus-Erkrankungen", sagte der Aida-Sprecher. Kein Gast oder Crewmitglied an Bord habe sich in den letzten 14 Tagen in China aufgehalten.

12.26 Uhr: Singapur meldet den größten tägliche Anstieg an Coronaviren-Erkrankten. Acht neue Infizierte ließen die Zahl der Patienten, die an dem Virus erkrankt sind, auf 58 insgesamt steigen. Alle neuen Fälle konnten in Verbindung mit den bekannten Fällen gebracht werden. 15 Personen hätten sich erholt und seien aus dem Krankenhaus entlassen worden, sieben befänden sich auf der Intensivstation in kritischem Zustand.

Chinesischen Automarkt leidet unter stärkstem Einbruch seit 2012

11.25 Uhr: Der chinesische Automarkt hat seine Talfahrt nach dem Ausbruch des Coronavirus beschleunigt. Im Januar seien wahrscheinlich fast ein Fünftel weniger Fahrzeuge verkauft worden, teilte der chinesische Herstellerverband CAAM am Donnerstag mit.

Im Januar lieferten die Hersteller an die Autohändler mit 1,61 Millionen Fahrzeugen im Vergleich zum Vorjahr gut ein Fünftel weniger aus, hieß es weiter. Das war der stärkste Einbruch seit Jahresanfang 2012. Der Absatz klimaschonender Fahrzeuge, zu denen in China Hybrid- und Elektroautos gezählt werden, schrumpfte demnach sogar um die Hälfte. Damit ist der Verkauf von Fahrzeugen seit dem Ausbruch des Virus in einigen Regionen der Volksrepublik fast zum Erliegen gekommen.

11.18 Uhr: Die Auswirkungen der Coronavirus-Krise dürften nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) zum ersten Rückgang der globalen Nachfrage nach Rohöl seit etwa zehn Jahren führen. Die Nachfrage sei durch den neuartigen Coronavirus und die Auswirkungen auf die chinesische Wirtschaft "hart getroffen" worden, hieß es in dem am Donnerstag in Paris veröffentlichten Monatsbericht des Interessenverbands führender Industriestaaten. Die Experten räumten ein, dass es zum jetzigen Zeitpunkt schwer sei, eine präzise Prognose über die möglichen Folgen zu erstellen.

In den ersten drei Monaten des Jahres ist laut der aktuellen IEA-Prognose mit einem weltweiten Rückgang der Ölnachfrage um durchschnittlich 435.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag zu rechnen. Zuvor hatte der Interessenverband für das erste Quartal noch einen Zuwachs um 800.000 Barrel pro Tag prognostiziert.

11.01 Uhr: Die EU-Kommission hält ungeachtet neuer Risiken wie dem Ausbruch der Coronavirus-Epidemie an ihrer Wachstumsprognose für die Euro-Zone in diesem und im nächsten Jahr fest. Das Bruttoinlandsprodukt werde wie schon 2019 jeweils um 1,2 Prozent zulegen, sagte die Brüsseler Behörde am Donnerstag voraus und bekräftigte damit ihre Herbstprognose. "Insgesamt befindet sich die europäische Wirtschaft weiterhin auf einem Pfad des stetigen und moderaten Wachstums", betonte die Kommission.

11.00 Uhr - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn befürchtet wegen der Covid-19-Epidemie neue Arzneimittel-Engpässe in Europa. Hintergrund sei der Produktionsstopp in China bei wichtigen Wirkstoffen, der in einigen Wochen zu Knappheit in Europa führen könne, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag vor einem Sondertreffen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel. Die EU-Kommission müsse die Lage analysieren und Lösungsvorschläge machen.

10.58 Uhr: Die einzige direkte Flugverbindung zwischen Berlin und Peking ist wegen des Coronavirus bis Ende März ausgesetzt. Die zuständige Fluggesellschaft Hainan habe alle Flüge zwischen dem 13. Februar und dem 28. März gestrichen, berichtet dpa.

ChemChina: Der chinesische Raffineriebetreiber senkt wie andere Branchenschwergewichte auch seine Produktion

10.50 Uhr: Die Ausbreitung des Coronavirus und die Schutzmaßnahmen dagegen belasten die chinesische Wirtschaft und chinesische Unternehmen zusehends:

  • Der staatliche Raffineriebetreiber Chemchina etwa senkt Insidern zufolge seine Produktion um etwa 100.000 Barrel pro Tag. Er folgt damit den anderen Branchenschwergewichten Sinopec, PetroChina und CNOOC sowie unabhängigen Ölverarbeitern, die ihre Produktion ebenfalls gedrosselt haben.
  • Yuguang, einer der größten Blei- und Zinkkonzerne Chinas, hat seine Zinkfertigung von jährlich 300.000 Tonnen nach Angaben eines Unternehmensvertreters um die Hälfte gekappt. Hauptursache sei, dass das Unternehmen nicht mehr in der Lage sei, bei der Herstellung anfallende hohe Schwefelsäure-Bestände loszuwerden.
  • In großen Teilen Chinas haben Fabriken und Zulieferer, darunter auch jene im Handy-Sektor, als Teil der Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ihre Produktion unterbrochen. Branchenexperten rechnen damit, dass die Smartphone-Auslieferungen in Festland-China im ersten Quartal auf Jahressicht um etwa 40 Prozent einbrechen dürften.
FAW-VW Werk in Chengdu: Chinas angeschlagener Automarkt muss wegen der Coronaviurs-Epidemie einen weiteren Rückschlag hinnehmen

10.48 Uhr: Die japanische Regierung will zusätzlich umgerechnet etwa 86 Millionen Euro für die Bewältigung und Bekämpfung des Coronavirus zur Verfügung stellen. Eine Entscheidung, ob dazu die Haushaltsreserven angezapft werden, soll am Freitag getroffen werden, wie Ministerpräsident Shinzo Abe ankündigt. Insgesamt würden dann 128 Millionen Euro von der Regierung bereitgestellt.

10.36 Uhr: Unter den Menschen an Bord des unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes im japanischen Yokohama ist bei weiteren 44 Menschen eine Infektion mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium am Donnerstag bekannt. Die Betroffenen wurden in örtliche Krankenhäuser gebracht. Damit erhöht sich die Zahl der Menschen, die sich an Bord der "Diamond Princess" infizierten, auf 218. Vier von ihnen sind ernstlich erkrankt. Unter den Passagieren an Bord sind nach Erkenntnissen der deutschen Botschaft in Tokio auch zehn deutsche Staatsangehörige. Die Quarantäne gilt noch bis mindestens zum 19. Februar.

Der japanische Gesundheitsminister Katsunobu Kato gab am Donnerstag bekannt, dass die Regierung Senioren mit chronischen Krankheiten früher von Bord gehen lassen werde, sofern sie negativ getestet wurden und das wünschen. Sie müssen allerdings in spezielle vom Staat bereitgestellte Unterkünfte, bis die vorsorgliche Isolation endet. In diplomatischen Kreisen waren zunehmend Zweifel an der Art und Weise aufgekommen, wie die japanische Regierung mit dem Fall des

10.15 Uhr: Sorgen um die Auswirkungen des Coronavirus setzen dem ohnehin schwächelnden Automarkt in China zusätzlich zu. Im Januar lieferten die Hersteller an die Autohändler mit 1,61 Millionen Fahrzeugen im Vergleich zum Vorjahr gut ein Fünftel weniger aus, wie der Herstellerverband CAAM (China Association of Automobile Manufacturers) am Donnerstag in Peking mitteilte. Das war der stärkste Einbruch seit dem Jahresanfang 2012. Käufer mieden Autohäuser zunehmend angesichts der Epidemie. Der CAAM schätzt, dass der Ausbruch des Coronavirus die Autoproduktion in diesem Jahr um eine Million Fahrzeuge mindern könnte. 2019 waren in China rund 21 Millionen Autos verkauft worden.

10.00 Uhr: Die Internationale Energiebehörde (IEA) erwartet wegen der Coronavirus-Epidemie für das laufende Quartal den ersten Rückgang der weltweiten Öl-Nachfrage seit dem Höhepunkt der Finanzkrise 2009. Für das Gesamtjahr 2020 senkte die IEA ihre Prognose auf einen Bedarf von 825.000 Barrel am Tag (bpd). Das sind 365.000 bpd weniger als nach der bisherigen Schätzung.

9.53 Uhr: In Tokio ist ein Taxi-Fahrer einem Medienbericht zufolge positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Der Mann habe offenbar chinesische Fahrgäste befördert, berichtete der TV-Sender NHK unter Berufung auf das Gesundheitsministerium.

Menschen in Asien (hier eine Frau in Vietnam) sind auf öffentlichen Straßen kaum noch ohne Mundschutz anzutreffen. Das Coronavirus greift immer mehr um sich. In der besonders betroffenen chinesischen Provinz Hubei waren an einem Tag 14.840 neue Fälle registriert worden. Man fragt sich besorgt, ob die Behörden zuvor versucht haben, die Zahlen zu schönen.
Hau Dinh/AP/dpa
Menschen in Asien (hier eine Frau in Vietnam) sind auf öffentlichen Straßen kaum noch ohne Mundschutz anzutreffen. Das Coronavirus greift immer mehr um sich. In der besonders betroffenen chinesischen Provinz Hubei waren an einem Tag 14.840 neue Fälle registriert worden. Man fragt sich besorgt, ob die Behörden zuvor versucht haben, die Zahlen zu schönen.

09.32 Uhr: Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire geht davon aus, dass der Coronavirus-Ausbruch das Wirtschaftswachstum seines Landes in diesem Jahr um 0,1 Prozentpunkte schmälern wird. Diese Einschätzung basiere auf der Annahme, dass die Epidemie ihren Höhepunkt schon bald erreichen werde, sagt Le Maire dem Sender BFM TV.

09.07 Uhr: In ganz China sind nach Angaben der Nationalen Gesundheitsbehörde NHC bis Mittwoch 1367 Menschen durch das Virus gestorben. Zum Mittwoch ist das ein Anstieg um 254 Todesfälle. Die Zahl der Neuinfektionen betrug laut NHC 15.152. Insgesamt sind damit 59.805 Menschen erkrankt.

07.51 Uhr: Die Behörden von Hubei bitten sämtliche Unternehmen in der Provinz, ihren Betrieb nicht vor dem 20. Februar wieder aufzunehmen. Hubei ist das Epizentrum der Coronavirus-Epidemie.

07.00 Uhr: Das neuartige Coronavirus könnte nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) auch international noch große Probleme bereiten. "Die globale Entwicklung legt nahe, dass es zu einer weltweiten Ausbreitung des Virus im Sinne einer Pandemie kommen kann", heißt es in einem Bericht, den das Berliner Institut am Mittwoch veröffentlicht hat.

Aktuell halten die Experten die Gefahr für die deutsche Bevölkerung weiterhin für gering, da es hierzulande nur wenige Fälle gibt, die fast alle miteinander zusammenhängen. Alle Betroffenen stehen unter Quarantäne, ihre Kontaktpersonen werden regelmäßig getestet. Mit einem Import weiterer Fälle nach Deutschland müsse jedoch gerechnet werden, schreibt das RKI auf seiner Homepage. "Auch weitere Übertragungen und Infektionsketten in Deutschland sind möglich."

05.35 Uhr: Obwohl Nordkorea offiziell noch keinen Coronavirus-Fall gemeldet hat, verschärft das Land seine Präventionsmaßnahmen. Ohnehin eines der bereits abgeschotteten Länder der Welt, hat Nordkorea Flüge und Zugverbindungen mit Nachbarstaaten eingestellt, obligatorische Quarantänezeiten von 30 Tagen für kürzlich angekommene Ausländer eingeführt, den internationalen Tourismus ausgesetzt und damit grenzüberschreitendes Reisen nahezu vollständig unterbunden. Einige südkoreanische Medien berichteten von mehreren Infizierten und von möglichen Todesfällen durch das Virus in Nordkorea. Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Pjöngjang äußerten gegenüber dem offiziellen staatlichen US-Auslandssender "Voice of America", dass sie über keinen Coronavirus-Fall informiert seien.

04.35 Uhr: Der Chef der Kommunistischen Partei in der chinesischen Provinz Hubei ist seines Amtes enthoben. Das berichtet die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Shanghais Bürgermeisterin Ying Yong ersetzt Jiang Chaoliang, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf das Zentralkomitee der Partei.

04.15 Uhr: Japan erlaubt Personen über 80 Jahren und Menschen mit Vorerkrankungen die Quarantäne des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" vorzeitig zu verlassen. Ursprünglich sollten alle Passagiere und Besatzungsmitglieder erst am 19. Februar von Board gehen, berichtet der japanische Sender NHK. Nach Angaben des Gesundheitsministers Katsunobu Kato sind auf dem Schiff 44 Neu-Infektionen gemeldet worden.

03.48 Uhr: Die Regierung in Hongkong erklärt, dass sie die Schulen noch bis zum 16. März geschlossen halten werde. Es sei für Schüler "keine Eile" geboten, in die Stadt zurückzukehren.

02.49 Uhr: Die US-Fluglinie United Airlines wird ihre Verbindungen nach China bis Ende April weiterhin aussetzen. Ursprünglich sollte die Strecke ab dem 21. Februar wieder bedient werden. Mit der Ankündigung der United mit Sitz in Chicago haben nun alle US-Passagierfluggesellschaften, die China regulär anfliegen, ihre Flüge bis Ende April aus ihren Flugplan gestrichen. Grund sei ein dramatischer Rückgang der Nachfrage.

MS Westerdam: Zwei Wochen irrte der Luxuskreuzer auf hoher See, durfte nirgendwo festemachen, obwohl niemand an Bord mit dem Coronavirus infiziert sei, hieß es
Soe Zeya Tun / REUTERS
MS Westerdam: Zwei Wochen irrte der Luxuskreuzer auf hoher See, durfte nirgendwo festemachen, obwohl niemand an Bord mit dem Coronavirus infiziert sei, hieß es

02.31 Uhr: Die "MS Westerdam" der Reederei Carnival hat einen Hafen in Kambodscha angelaufen. Das Kreuzfahrtschiff erreicht nach Angaben einer Schiffsverkehrseite einen Ankerpunkt in der kambodschanischen Hafenstadt Sihanoukville. Obwohl keine Passagiere an Bord an dem Virus erkrankt sind, wurde das Schiff von Japan, Taiwan, Guam, den Philippinen und Thailand abgewiesen und kreuzte 2 Wochen auf See.

Das Schiff mit rund 1500 Gästen und 800 Besatzungsmitgliedern an Bord lag demnach 2,5 Kilometer vom Hafen entfernt. Die Passagiere würden demnach medizinisch untersucht und auf Fieber überprüft. Wer Symptome des neuen Virus hat, wird auf Sars-CoV-2 getestet. Laut dem Hafendirektor sollten am Donnerstag erst einmal 600 Menschen das Schiff verlassen, 800 weitere am Freitag. Unter den Passagieren sind nach Angaben der Reederei Holland America Line 57 Deutsche.

01.18 Uhr: Eine zweite Person ist in San Diego (Kalifornien) an COVID-19 erkrankt. Das berichtet der Sender CNBC unter Berufung auf die US-Zentren für Seuchenkontrolle und -prävention (CDC). Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

01.07 Uhr: Die Zahl der Todesfälle in der besonders stark betroffenen chinesischen Provinz Hubei ist nach Behördengaben am Mittwoch deutlich um 242 auf 1310 gestiegen. Zudem seien an einem Tag 14.840 neue Fälle registriert worden, teilt die Gesundheitskommission mit. Zum Vergleich: mit nur rund einem Zehntel an Neuinfektionen am Vortag von 1638 deutete sich ein Rückgang der Infektionsrate an.

Der sprunghafte Anstieg der Neuerkrankungen sei laut der Gesundheitskommission auf ein neues Verfahren bei der Diagnose des Coronavirus zurückzuführen. Die Gesamtzahl der bekannten Erkrankungen in der Provinz rund um die Stadt Wuhan liegt damit bei 48.206. Die offizielle Gesamtzahl der Krankheitsfälle in Festlandchina stieg nach Bekanntwerden der jüngsten Zahlen nun auf mehr als 59.000.

mit Nachrichtenagenturen

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