Newsblog Coronavirus ruft japanische Finanzaufsicht auf den Plan

Die Zahl der Virus-Toten in China ist nach offiziellen Angaben auf mehr als 2000 gestiegen. Die Gesamtzahl der Erkrankten hat 74.185 erreicht. Die  wichtigsten Entwicklungen Newsblog.
Hongkong im Zeichen des Coronavirus

Hongkong im Zeichen des Coronavirus

Foto: Kin Cheung/ AP

11.15 Uhr: Der Sportartikelhersteller Puma  rechnet trotz der Belastungen durch das Coronavirus in diesem Jahr mit einem Umsatz- und Gewinnsprung. Das Coronavirus belaste zwar die Geschäfte in China. Das Management um Konzernchef Björn Gulden zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die negativen Auswirkungen nur kurzfristiger Natur sind. Die Aktie sprang am Mittwochvormittag nach zwischenzeitlichen Verlusten um mehr als 8 Prozent nach oben. Das operative Ergebnis (Ebit) soll 2020 von 440 Millionen auf 500 bis 520 Millionen Euro steigen, teilte Puma bei der Bilanzvorlage in Herzogenaurach mit. Der Konzerngewinn soll sich von 262 Millionen Euro 2019 deutlich verbessern.

10.15 Uhr - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier blickt wegen der Coronavirus-Epidemie nicht mit "übertriebener Sorge" auf die Konjunktur. "Selbstverständlich können Lieferausfälle aufgrund der Verbreitung des Virus in China dazu führen, dass auch industrielle Prozesse in Deutschland verlangsamt oder unterbrochen werden", sagt der CDU-Politiker der "Passauer Neuen Presse". "Das haben wir genau im Blick. Aus heutiger Sicht gehen wir davon aus, dass diese Folgen beherrschbar bleiben."

09.39 Uhr - Das Coronavirus belastet die Geschäfte des Sportartikelherstellers Adidas in China. So sei eine erhebliche Anzahl eigener sowie auch Partnerläden derzeit geschlossen, teilte Adidas am Mittwoch in Herzogenaurach mit. In den übrigen Läden sei das Kundenaufkommen zudem deutlich gesunken. Infolgedessen liege die Geschäftstätigkeit in China seit dem chinesischen Neujahr am 25. Januar etwa 85 Prozent unter dem Vorjahresniveau, hieß es. Auf die Geschäftstätigkeit außerhalb Chinas habe Adidas noch keine wesentlichen Auswirkungen feststellen können, auch wenn in anderen Märkten - vor allem Japan und Südkorea - ein etwas reduziertes Kundenaufkommen beobachtet worden sei.

09.30 Uhr - Die japanische Finanzaufsicht FSA sorgt sich wegen der Folgen des Coronavirus um die heimischen Banken. Sie befürchte, dass Kredite an chinesische Gläubiger ausfallen könnten, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Behörde habe daher bereits am 7. Februar eine Umfrage zu den Aktivitäten der Banken in China gestartet. Sie habe die Institute zudem aufgerufen, Kreditnehmern entgegenzukommen, wenn diese um eine Aufstockung ihrer Darlehen oder eine Anpassung der Darlehensbedingungen bitten. Von der FSA war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Viele japanische Banken haben Filialen in China und Hongkong, die vor allem die chinesischen Tochterunternehmen japanischer Firmen bedienen.

9.05 Uhr - Mehr Wettbewerb, träge Autokonjunktur und Coronavirus: Der Kunststoffkonzern Covestro rechnet im laufenden Jahr mit einem weiteren Gewinnrückgang. Das teilte der Konzern anlässlich seiner Zahlen mit.

04.00 Uhr - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat keine Hinweise auf ein Übergreifen der Epidemie auf Nordkorea. Der Leiter des WHO-Notfallprogramms, Mike Ryan, kündigte an, das abgeschottete Land mit Labormaterialien auszustatten, damit dort Tests vorgenommen werden könnten. In südkoreanischen Medien ist von mehreren Fällen und möglichen Todesopfern im abgeschotteten Norden berichtet worden. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben war nicht möglich.

03.23 Uhr - In Hongkong ist ein zweiter Todesfall registiert worden. Das sagt eine Sprecherin des Princess Margaret Krankenhauses der Nachrichtenagentur Reuters. Der 70-jährige Mann habe an Vorerkrankungen gelitten und gehörte zu den 62 bestätigten Fällen in der Stadt.

03.19 Uhr - Nach zwei Wochen Quarantäne gehen die Passagiere des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Yokohama von Bord. Das berichtet der japanische Sender NHK. Zunächst hätten 500 Passagiere das Schiff verlassen, bis Freitag sollten es alle sein. Die "Diamond Prinzess" wird von Carnival betrieben.

02.45 Uhr - Die Gesundheitsbehörden in Südkorea haben 15 weitere Fälle bestätigt. Elf davon stünden mit einem bekannten Überträger in der Provinz Nord Gyeongsang in Verbindung, teilen die Zentren für Seuchenkontrolle mit. Damit steigt die Gesamtzahl der nachgewiesenen Erkrankten in Südkorea auf 46.

02.37 Uhr - In mehreren chinesischen Städten droht nach Darstellung der staatlichen Medien ein Mangel an Blutkonserven. Viele potenzielle Spender blieben wegen der Reisebeschränkungen zu Hause. Einem Bericht der Zeitung "China Daily" zufolge hat die Stadt Shiyan Mitglieder der Kommunistischen Partei, Regierungsangestellte, Soldaten, Krankenhausmitarbeiter und Studenten aufgefordert, mit gutem Beispiel voranzugehen und Blut zu spenden.

01.09 Uhr - Die Zahl der Virus-Toten in China ist nach offiziellen Angaben auf mehr als 2000 gestiegen. Auf dem Festland seien am Dienstag 136 weitere Todesfälle gemeldet worden, gab die Nationale Gesundheitskommission bekannt. Damit steige die Gesamtzahl auf 2004. Es seien zudem 1749 neue Fälle nachgewiesen worden - die niedrigste Zahl seit dem 29. Januar - nach 1886 am Vortag. Die Gesamtzahl der Erkrankten haben damit 74.185 erreicht.

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