US-Präsident tönt Trump will Coronavirus bereits besiegt haben

Desorientiert: Donald Trump

Desorientiert: Donald Trump

Foto: Evan Vucci/ AP

Der US-Präsident tönt, sein Land habe das Coronavirus bereits ausgeschaltet. Die Zahl der Toten in China steigt dagegen - und in den USA treten verschärfte Reisebeschränkungen in Kraft.

"Wir werden sehen, was passiert, aber wir haben es besiegt": Mit diesen Worten über das Coronavirus hat sich US-Präsident Donald Trump in einem Interview mit dem Fernsehsender Fox News an die Öffentlichkeit gewandt. Im Original sagte er: "We did shut it down."

Trump spielte in dem Interview die Gefahren um das Virus herunter. Jüngst ist die Zahl der Todesfälle in China ist nochmals deutlich gestiegen: um 57 auf 361, wie die chinesischen Behörden am Montag mitteilten. Demnach wurden bis Montagmorgen landesweit 2829 weitere Fälle von Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus registriert. Die offizielle Gesamtzahl der Krankheitsfälle stieg damit auf mehr als 17.200. Die Zahl der Erkrankten in Deutschland liegt nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums bei zehn.

Chinas Kritik an den USA

Die chinesischen Behörden gehen mit drastischen Maßnahmen gegen die Epidemie vor, vor allem mit der weitgehenden Abriegelung ganzer Städte. Am Sonntag stellten sie erstmals eine Stadt außerhalb der Provinz Hubei de facto unter Quarantäne: In der Neun-Millionen-Einwohner-Metropole Wenzhou an der Ostküste wurden unter anderem der öffentliche Verkehr ausgesetzt und 46 Autobahn-Mautstellen geschlossen.

Unterdessen übte das chinesische Außenministerium scharfe Kritik an den USA. Die Vereinigten Staaten hätten keinerlei substanzielle Hilfe geleistet, um das Virus einzudämmen. Im Gegenteil hätten die USA dazu beigetragen, Panik zu schüren.

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