Mittwoch, 8. April 2020

Coronavirus und die Folgen Angela Merkel muss in häusliche Quarantäne

Angela Merkel geht in häusliche Quarantäne: Die Kanzlerin hatte laut Agenturberichten noch am Freitag zu einem Arzt Kontakt, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet worden ist, heißt es.

Weil ein sie behandelnder Arzt positiv auf das Coronavirus getestet wurde, geht Angela Merkel in häusliche Quarantäne. Bund und Länder haben sich auf ein massiv verschärftes Kontaktverbot in Deutschland geeinigt. Emirates stellt den Passagierbetrieb weltweit auf unbestimmte Zeit ein. Amazon schränkt sein Bestellangebot ein. Lesen Sie die wichtigsten Entwicklungen im Newsblog.

  • Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) warnt vor einer Pleitewelle "unvorstellbaren Ausmaßes".
  • Emirates stellt ab 25. März alle Passagierflüge auf unbestimmte Zeit ein.
  • In Deutschland hat sich der Anstieg der Infektionen und Todesfälle durch das Virus vorerst verlangsamt.
  • Netflix will in ganz Europa die Übertragungsgeschwindigkeiten drosseln, um die wegen der Corona-Krise belasteten Internet-Kapazitäten zu schonen. Disney verschiebt auf Bitten der französischen Regierung aus dem gleichen Grund den Start seines Streaming-Dienstes in Frankreich.
  • Italien fährt angesichts der ungebrochen rasanten Ausbreitung des Coronavirus seine Wirtschaft immer weiter herunter.

19.30 Uhr - Das Internationale Olympische Komitee (IOC) erwägt angesichts der Coronavirus-Krise nun doch eine Verschiebung der Sommerspiele in Tokio. Eine Entscheidung solle binnen vier Wochen fallen. Zu den Szenarien, die bis dahin diskutiert würden, gehöre auch eine Verschiebung der Spiele, die vom 24. Juli bis 9. August 2020 dauern sollten. Eine ersatzlose Streichung stehe aber nicht zur Debatte.

18.50 Uhr - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich am Sonntag vorsichtshalber in häusliche Quarantäne begeben, weil sie Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt hatte. Der Mediziner, der die Kanzlerin am Freitag prophylaktisch gegen Pneumokokken geimpft hatte, sei inzwischen positiv auf das Virus getestet worden, teilte Merkels Sprecher Steffen Seibert am Sonntagabend mit. "Auch aus der häuslichen Quarantäne wird die Bundeskanzlerin ihren Dienstgeschäften nachgehen", betonte er. Merkel werde sich "in den nächsten Tagen regelmäßig testen lassen, weil ein Test jetzt noch nicht voll aussagekräftig wäre", erklärte Seibert.

18.30 Uhr - Großbritannien will rund 1,5 Millionen Menschen, die ein hohes Ansteckungsrisiko haben, auffordern, für mindestens zwölf Wochen ihre vier Wände nicht zu verlassen. Der Nationale Gesundheitsdienst werde den besonders verwundbaren Teil der Bevölkerung in den kommenden Tagen entsprechend kontaktieren, erklärt die Regierung. Dabei gehe es um die Rettung von Leben.

17.30 Uhr - Im Kampf gegen das Coronavirus hat Griechenland ein weitgehendes Ausgangsverbot verhängt. Ab 6 Uhr Ortszeit am Montag dürfen die Menschen nur noch das Haus verlassen, um Lebensmittel einzukaufen, zum Arzt, zur Apotheke oder zum Sport zu gehen sowie den Hund auszuführen. Auch zur Arbeit, soweit sie nicht von zuhause aus erledigt werden kann, dürfe das Haus verlassen werden, teilte der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis am Sonntag mit. "Wer ausgeht, muss seinen Ausweis oder seinen Pass dabeihaben."

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) warnt vor einer enormen Pleitewelle in Deutschland. Deshalb solle die Bundesregierung alle Hilfen jetzt mit einer Staatsgarantie "von 100 Prozent" absichern.

16.50 Uhr - Zur Eindämmung der Corona-Krise haben sich Bund und Länder auf ein weitgehendes Kontaktverbot in Deutschland geeinigt. Treffen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit werden verboten. Zu dem Katalog gehören weitere verschärfende Maßnahmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel mahnt, die zusammen mit den Ministerpräsidenten beschlossenen Einschränkungen der öffentlichen Kontakte seien Regeln, es seien keine Empfehlungen. Die Polizei werde auf ihre Einhaltung achten.

16.00 Uhr - Die spanische Regierung verlängert den zunächst auf zwei Wochen begrenzten Notstand um weitere 15 Tage. Demnach soll das Ausgehverbot für alle Spanier bis zum 11. April gelten. Die Bevölkerung darf ihre Häuser nur für unaufschiebbare Aufgaben und Besorgungen verlassen. Ministerpräsident Pedro Sanchez kündigt an, das Parlament um Zustimmung bitten.

- US-Präsident Donald Trump gibt den Autoherstellern Ford, General Motors und Tesla grünes Licht für die Produktion von Atemgeräten und Ausrüstungen zu Kampf gegen die Pandemie. Dies solle schnell geschehen, twittert der Präsident.


Airport Dubai: Die im internationalen Passagierverkehr weltweit führende Airline Emirates stellt den Passagierbetrieb mit dem 25. März komplett auf unbestimmte Zeit ein. Frachtflüge würden vorerst fortgesetzt, heißt es.

15.20 Uhr - Emirates wird wegen der Corona-Pandemie ab dem 25. März alle Passagierflüge auf unbestimmte Zeit einstellen. "Die Welt ist quasi in Quarantäne", erklärte Emirates-Gruppenchef Sheikh Ahmed bin Saeed Al Maktoum, laut Mitteilung. Als globale Airline könne man Passagierflüge nicht mehr gewinnbringend anbieten, so lange bis die Länder ihre Grenzen wieder öffneten.

Die in Dubai ansässige Emirates betonte, die Aussichten für die Reisenachfrage in allen Märkten blieben kurz- bis mittelfristig schwach. Deshalb werde die Gesellschaft nach Worten von Al Maktoum zugleich die Kosten empfindlich kürzen:

  • Die Mehrheit der Mitarbeiter der Emirates-Gruppe wird für drei Monate auf 25 bis 50 Prozent ihres Gehalts verzichten müssen. Angestellte der Junior-Ebene werden von der Kürzung des Grundgehalts ausgenommen.
  • Emirates-Präsident Tim Clark und der Präsident der zur Gruppe gehörenden Dienstleistungsunternehmen Dubai National Air Transport Association (Dnata), Gary Chapman, verzichten drei Monate lang komplett auf ihr Gehalt.
  • Stellen wolle die Airline vorerst nicht streichen, das Personal sei aber angewiesen, Urlaub und unbezahlten Urlaub zu nehmen, heißt es in der Mitteilung weiter.

Die Corona-Krise trifft die Luftfahrtbranche bis ins Mark. Die meisten Akteure haben das Passagiergeschäft nahezu komplett eingestellt. Hierzulande schicken Lufthansa und der Flughafenbetreiber Fraport ihre Beschäftigten zu Tausenden in Kurzarbeit. Andere Wettbewerber haben massive Stellenstreichungen angekündigt oder sind wie die Alitalia nur noch über eine Verstaatlichung zu retten.

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Europas größter Billigflieger Ryanair hat die Gehälter seiner Angestellten ebenfalls um bis zur Hälfte gekürzt. Die Airline stellt sich darauf ein, dass ihre Maschinen die kommenden drei Monate nicht starten können. Ohne Unterstützung bei der Lohnfortzahlung durch den Staat, seien Massenentlassungen kaum zu verhindern, warnte Konzernchef Michael O'Leary kürzlich (rei).


15.00 Uhr - Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) warnt vor einer Pleitewelle "unvorstellbaren Ausmaßes". "Deshalb wäre es in dieser Situation nur konsequent, wenn die Bundesregierung alle Hilfen jetzt mit einer Staatsgarantie von 100 Prozent absichert", sagt DIHK-Chef Eric Schweitzer. Dann könnten die Banken das Geld sofort weiterreichen. "Der Staat ist ja in der Krise weiterhin kreditwürdig, alle privaten Akteure sind es nicht."

14.45 Uhr - Die Stadt Hanau verbietet Hamsterkäufe. Ab Montag dürfen Waren nur noch in haushaltsüblichem Umfang an eine Person abgegeben werden, teilt die Stadtverwaltung mit. "90 Prozent der Menschen sind vernünftig, aber der kleine Teil der Unvernünftigen gefährdet zunehmend die Versorgungslage", erklärt Oberbürgermeister Claus Kaminsky die Verfügung.

14.30 Uhr - Der Unterhaltungskonzern Disney verschiebt auf Bitten der französischen Regierung den Start seines Streaming-Dienstes in dem Land, um in der Coronavirus-Krise keinen zusätzlichen Druck auf die Netze aufzubauen. Als neuen Termin nannte Disney am Sonntag nun den 7. April. In Deutschland und anderen europäischen Ländern soll der Service Disney+ unverändert am 24. März online gehen. Genauso wie der Rivale Netflix will Disney zudem den Datendurchsatz in Europa um ein Viertel reduzieren, wodurch Nutzer nicht die bestmögliche Bildqualität bekommen dürften.


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14.15 Uhr - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder haben ihre Beratungen über weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie begonnen. In der Telefonkonferenz soll es vor allem darum gehen, ob es bundesweite Ausgangsbeschränkungen gibt.

14 Uhr - Amazon nimmt in Italien und Frankreich in der Coronavirus-Krise keine Bestellungen mehr für einige Artikel an, die nicht für das tägliche Leben wichtig sind. Das hänge auch damit zusammen, dass die Mitarbeiter in den Verteilzentren mehr Abstand voneinander hielten, um die Ansteckungsgefahr zu verringern, erklärte ein Sprecher des Online-Händlers am Sonntag. Bei Händlern, die ihre Waren über die Amazon-Plattform verkaufen, aber den Versand in Eigenregie übernehmen, gelte die Einschränkung nicht.

12.45 Uhr - Die Bundesregierung passt in der Coronavirus-Krise ihr Kredit-Sonderprogramm für mittelständische und große Unternehmen an. Demnach wird die staatliche Förderbank KfW bei Betriebsmittelkrediten statt wie bisher 80 Prozent nun 90 Prozent des Kreditrisikos übernehmen. Das geht aus einer Mitteilung der KfW an die Banken hervor, die manager-magazin.de vorliegt.

12.30 Uhr - Autobranchenexperte Ferdinand Dudenhöffer schlägt in einer manager-magazin.de vorliegenden Studie einen Verzicht auf die Mehrwertsteuer bei hochwertigen Konsumgütern wie Autos vor. Dies könnte in der Corona-Krise die private Nachfrage wieder ankurbeln, schreibt der Wissenschaftler der Uni St. Gallen am Sonntag. Nachfrageimpulse seien wichtig, damit die Hersteller und ihre Zulieferer in der aktuellen Flaute nicht ihre Kapazitäten und damit Arbeitsplätze abbauten. Derzeit diskutierte Instrumente wie Kurzarbeit und Liquiditätshilfen seien zwar wichtig, könnten angesichts der Höhe aber auch nur eine beschränkte Zeit fließen. Andernfalls riskiere der Staat seine Finanzierungskraft und das Vertrauen in das Finanzsystem. Kurzarbeitergeld und Liquiditätshilfen zum Beispiel nur für die deutsche Autoindustrie würden den Staatshaushalt monatlich mit gut sechs Milliarden Euro belasten, rechnet Dudenhöffer vor.

12.00 Uhr - In Spanien wächst die Zahl der Corona-Toten unvermindert schnell. Am Sonntag wurden 1720 Todesopfer gemeldet, fast 400 mehr als bis zum Vortag - als der Zuwachs gut 300 betragen hatte. Die Zahl der insgesamt bestätigten Infektionsfälle stieg weiter auf 28.572 von 24.926 am Vortag.

- Frankreichs Präsident Emmanuel Macron droht Großbritannien mit einer Grenzschließung. Hintergrund sei die Unzufriedenheit damit, dass die britische Seite weniger drastische Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus ergriffen habe, schreibt die Zeitung "Liberation". Macron und der britische Premierminister Boris Johnson hatten am Freitag miteinander telefoniert. Ähnliche Debatten über Grenzschließungen gab es in den vergangenen Tagen auch zwischen EU-Staaten.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (rechts) wirft dem britischen Premier Boris Johnson (Bild Archiv) vor, zu wenig gegen die Ausbreitung des Corona-Virus zu tun und droht Großbritannien mit Grenzschließung.
Thierry Chesnot/Getty Images
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (rechts) wirft dem britischen Premier Boris Johnson (Bild Archiv) vor, zu wenig gegen die Ausbreitung des Corona-Virus zu tun und droht Großbritannien mit Grenzschließung.

11.45 Uhr - Die Bundesregierung hat laut einem Bloomberg-Bericht bei Autobauern angefragt, ob sie medizinische Ausrüstung herstellen können. Die Entscheidung darüber liege bei den Firmen, zitiert die Agentur das Bundeswirtschaftsministerium. Über solche Sonderproduktionen wird seit einigen Tagen diskutiert, unter anderem sprechen General Motors (GM) und Ford mit der US-Regierung über die Produktion von Beatmungsgeräten. Hierzulande hat Volkswagen angeboten, Bauteile für Beatmungsgeräte via 3-D-Drucker zu produzieren.

11.15 Uhr - Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat sich gegen ein zeitlich begrenztes bedingungsloses Grundeinkommen zur Abmilderung der Corona-Folgen ausgesprochen. "Dass man Steuergeld unabhängig von der Bedürftigkeit austeilt, halte ich für falsch", sagt er der "Welt am Sonntag" zu entsprechenden Überlegungen. Wichtig sei vielmehr eine schnelle Auszahlung des Kurzarbeitergeldes, der zugesagten Liquiditätshilfen und der Grundsicherung.

10.15 Uhr - Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei hat am Sonntag in der Corona-Krise ein Hilfsangebot der USA abgelehnt und erneut das Gerücht in den Raum gestellt, dass die Amerikaner das Virus selbst verbreitet haben könnten, um ihre Feinde China und den Iran zu schwächen.

10.00 Uhr - Turkish Airlines nutzt derzeit 85 Prozent seiner Passagierflugzeuge nicht, erklärt die Airline laut dem englischsprachigen Reuters-Dienst am Sonntag. Die Türkei hat Flüge aus mehr als 60 Ländern untersagt. Fluggäste, die älter als 65 sind, dürfen zudem nicht mehr mit Turkish Airlines reisen, nachdem die Regierung Ankara am Samstag eine Ausgangssperre für seine Senioren verhängt hat.

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, fordert harte Strafen für Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen.

09.30 Uhr - Einen Nebeneffekt hat die Coronavirus-Pandemie auch: In den Quarantäne-Gebieten verbessert sich laut Wissenschaftlern die Luftqualität entscheidend. In Norditalien habe sich die Konzentration des Schadstoffs Stickstoffdioxid "im Durchschnitt fast halbiert", sagt Vincent-Henri Peuch vom europäischen Erdbeobachtungsprogramm Copernicus . Die Europäische Umweltagentur berichtet über ähnliche Luftveränderungen in Barcelona und Madrid, wo die spanischen Behörden Mitte März eine Ausgangssperre verhängten. Das Phänomen reinerer Luft war zuerst in China aufgefallen, dem Ursprungsland der Coronavirus-Pandemie.

09.00 Uhr - In Deutschland sind erneut weniger Neuansteckungen durch das Coronavirus gemeldet worden. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag 18.610 Infizierte, das waren 1948 mehr als am Vortag. Damit sind die Neuansteckungen den vierten Tag in Folge rückläufig, am Samstag war die Zahl der Krankheitsfälle noch um 2705 gewachsen. Allerdings warnte das Institut, am Wochenende seien nicht aus allen Ämtern Daten übermittelt worden, so dass der tatsächliche Anstieg der Fallzahlen höher liegen kann als gemeldet. "Die Daten werden am Montag nachübermittelt", erklärte das RKI. Die Zahl der Toten bezifferte das Institut am Sonntag mit 55, verglichen mit einem für den Samstag gemeldeten Anstieg um 15 auf 46.

08.00 Uhr - Sterben Coronaviren bei einer von 26 bis 27 Grad ab? Das wird derzeit vielfach in sozialen Netzwerke behauptet und geteilt.

Richtig ist: Coronaviren halten deutlich höhere Temperaturen aus. Und: Die Körperkerntemperatur liegt bei fast allen Menschen bei mehr als 35 Grad Celsius. Würde Sars-CoV-2 tatsächlich bei weniger als 30 Grad Celsius sterben, wäre der Erreger im menschlichen Körper gar nicht lebensfähig. Die Weltgesundheitsorganisation stellt klar: Das Coronavirus kann sich auch in warmen Ländern mit hoher Luftfeuchtigkeit ausbreiten. Forscher untersuchen derzeit, wie sehr höhere Außentemperaturen die Verbreitung des Coronavirus zumindest eindämmen könnten. Selbst aus Ländern mit derzeit höheren Temperaturen als 27 Grad - etwa Malaysia - wurden allerdings viele Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet.

07.00 Uhr - Die Online-Videothek Netflix will in ganz Europa ihre Übertragungsgeschwindigkeiten drosseln, um die wegen der Corona-Krise besonders belasteten Internet-Kapazitäten zu schonen. Für die kommenden 30 Tage würden die Streaming-Bandbreiten gesenkt, Zuschauer könnten deshalb leichte Qualitätseinbußen bemerken. Wegen der Virus-Pandemie arbeiten viele Menschen online von zuhause aus, was die Leitungskapazitäten stark belastet.

05.45 Uhr - In Thailand ist die Zahl der Infektionen sprunghaft angestiegen. Sie legte um 188 auf 599 zu, wie die Behörden mitteilen. Es ist der bislang größte Zuwachs an einem Tag in dem asiatischen Land. "Die meisten der neuen Fälle wurden in Bangkok gefunden und waren unter jungen Menschen, die weiterhin soziale Aktivitäten haben, was zu weiteren Infektionen führen kann", sagte ein Sprecher des Gesundheitsminsteriums. Bislang gibt es einen Todesfall in Thailand wegen des Coronavirus.

04.33 Uhr - Zur Eindämmung des Coronavirus verhängt El Salvador eine 30-tägige Ausgangssperre. Dies teilt Präsident Nayib Bukele mit.

04.00 Uhr - Australien legt im Kampf gegen die Corona-Krise ein zweites Konjunkturprogramm auf. Das Hilfspaket habe ein Volumen von umgerechnet 36 Milliarden Euro. Die Regierung will die Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen ankurbeln und die Arbeitslosenunterstützung erhöhen. Sie hatte erst in der vergangenen Woche ein etwa zehn Milliarden Euro schweres Hilfspaket geschnürt.

03.30 Uhr - In der zentralchinesischen Provinz Hubei, dem Schwerpunkt des Coronavirus-Ausbruchs in der Volksrepublik, ist den Behörden zufolge den vierten Tag in Folge keine Neuinfektion gemeldet worden. Allerdings stieg die Zahl der aus dem Ausland eingeschleppten Fälle weiter an, wie die Nationale Gesundheitskommission am Sonntag mitteilte. Von 46 Neuinfektionen gingen alle bis auf eine darauf zurück. Dabei handelt es sich vor allem um chinesische Heimkehrer. Die Zahl der Infektionen in China stieg damit insgesamt auf 81.054, die Zahl der Todesfälle legte um sechs auf 3261 zu.


Deutschland erwartet am Sonntag ein Konzert der besonderen Art


03.40 Uhr - Die Premier League strebt eine Wiederaufnahme der Spiele in der höchsten englischen Fußball-Liga am 1. Juni an. Ziel sei es, die Saison dann binnen sechs Wochen abzuschließen, bevor im August dann die neue Spielrunde starte, berichtet der "Sunday Telegraph". Bei dem Plan handele es sich ein "Best-Case-Szenario", das darauf abziele, die schweren Verluste der Vereine zu begrenzen, die trotz des Spielbetriebsstopps wegen des Coronavirus weiterhin die Spieler- und Trainergehälter zahlen müssen.

02.00 Uhr - In Südkorea hält der Abwärtstrend bei den Neuinfektionen an. Am Sonntag seien 98 neue Fälle gemeldet worden, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Die Gesamtzahl stieg auf 8897. Seit elf Tagen wurden nun stets Neuinfektionen in Höhe von maximal um die 150 oder sogar unter der Marke von 100 gemeldet. Der Höhepunkt war am 29. Februar mit 909 Neuinfektionen.


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01.30 Uhr - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet fordert harte Strafen für Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Epidemie gefordert. "Nur wenn Recht mit Sanktionen auch konsequent durchgesetzt wird, sind wir erfolgreich im Kampf gegen das Virus. Wir brauchen klare Maßnahmen mit harten Strafen für Regelbrecher. Daran arbeiten wir intensiv. Die Lage ist ernst. Es geht um Leben und Tod", sagt der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag" vor der Telefonschalte der Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), in der am Sonntag über weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Krise entschieden werden soll.


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01.00 Uhr - Die börsennotierten Unternehmen in Großbritannien sollen wegen der Corona-Krise laut Finanzaufsicht zufolge mindestens in den nächsten zwei Wochen keine vorläufigen Bilanzen veröffentlichen. Die Anweisung solle es den Firmen ermöglichen, die Folgen der Epidemie auf ihre Geschäfte besser einzuschätzen, teilt die Behörde mit. Die Unternehmen, bei denen eine Bilanzvorlage anstehe, würden umgehend informiert.

00.35 Uhr - Spanien steht in der Corona-Krise nach den Worten von Ministerpräsident Pedro Sanchez das Schlimmste noch bevor. "Wir haben noch nicht die Folgen der stärksten und schädlichsten Welle zu spüren bekommen, die unsere materiellen und moralischen Fähigkeiten bis an die Grenze testen wird, ebenso wie unsere Haltung als Gesellschaft", sagt Sanchez.

00.00 Uhr - Italien fährt angesichts der ungebrochen rasanten Ausbreitung des Coronavirus seine Wirtschaft immer weiter herunter. Bis auf die Betriebe, die für die Aufrechterhaltung der Lieferkette des Landes unerlässlich seien, müssten alle Unternehmen bis zum 3. April schließen, kündigt Ministerpräsident Giuseppe Conte an. Supermärkte, Apotheken, Post- und Banken-Dienste sollen weiterhin geöffnet bleiben. Auch wichtige öffentliche Dienstleistungen einschließlich des Verkehrsektors würden gewährleistet. "Es ist die schwerste Krise in unserer Nachkriegszeit", betonte Conte.

mit Nachrichtenagenturen

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