Coronavirus und die Folgen Iran bittet USA um Ende von Sanktionen

Die Zahl der Infizierten in Deutschland steigt rasant. Noch scheut die Bundesregierung eine landesweite Ausgangssperre. Ökonomen gehen davon aus, dass die Weltwirtschaft bereits schrumpft. Lesen Sie die wichtigsten Entwicklungen im Newsblog.
Hospital in Teheran

Hospital in Teheran

Foto: Koosha Mahshid Falahi / Mizan News Agency via AP

  • Zur Eindämmung des Coronavirus gelten in ganz Bayern von diesem Samstag an weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist dann nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt.
  • Die Bundesregierung will einen 500 Milliarden Euro großen Rettungsschirm für Unternehmen spannen. Der Fonds solle Unternehmen vor der Pleite retten, indem er Garantien für ihre Verbindlichkeiten ausspricht.
  • Das Robert-Koch-Institut (RKI) vermeldet 14.000 Infizierte in Deutschland - ein Plus gegenüber dem Vortag von 2958 Fällen. "Wir sind in einem exponentiellen Wachstum", heißt es.
  • Die Zara-Mutter Inditex erwägt, das gesamte Verkaufspersonal von 25.000 Mitarbeitern in Spanien vorübergehend zu entlassen, sollte der Notstand des Landes über den 15. April hinaus andauern.

21.00 Uhr: Der Iran bittet die USA angesichts der Virus-Krise um Aufhebung von Sanktionen. Präsident Hassan Ruhani sagte staatlichen Medien zufolge, die Amerikaner sollten ihre Regierung zu diesem Schritt bewegen.

- Der Bundestag trifft wegen der Pandemie besondere Vorkehrungen für die anstehende Sitzungswoche. So werden Abgeordnete aufgefordert, dass Plenum nur dann zu betreten, wenn über einen Tagesordnungspunkt beraten wird, für den sie zuständig sind. Türen werden als Eingang beziehungsweise Ausgang gekennzeichnet, um Begegnungen beim Betreten und Verlassen des Plenarsaales zu verhindern. Im Plenum werden Sitze markiert, die nicht besetzt werden sollen. Dafür werden zusätzliche Sitzplätze für Abgeordnete auf der Besuchertribüne ausgewiesen. Namentliche Abstimmungen sollen an mehreren Urnen außerhalb der Plenarsaales durchgeführt werden. Die Abstimmungszeit wird üppiger als gewöhnlich bemessen, damit es nicht zur Bildung von Pulks kommt.

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Pandemie trifft Weltwirtschaft: Chronik der Corona-Krise

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- Der IWF rechnet mit "ziemlich schweren" Auswirkungen der Pandemie auf die Weltwirtschaft. Durch eine lange Wachstumsphase und hohe Beschäftigung im Vorfeld dürfte der aktuelle Schock aber abgefedert werden können, sagt IWF-Strategtiechef Martin Mühleisen. Das Hauptziel für Regierungen müsse sein, die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

- Die saarländische Landesregierung verschärft zur Eindämmung des Coronavirus die Maßnahmen. Der Ministerrat hat nach Angaben der Staatskanzlei eine Allgemeinverfügung für eine Ausgangsbeschränkung verabschiedet sowie die sofortige Schließung von Restaurants für Gäste verfügt, so dass nur noch Abverkauf oder Lieferung erlaubt sind. Die Maßnahme gelte bis einschließlich 3. April 2020.

- Die Bundeswehr unterstützt nach Angaben von Insidern den besonders von der Pandemie betroffenen Kreis Heinsberg. Die Truppe helfe mit 3000 der aktuell besonders schwer erhältlichen FFP2-Schutzmasken, 15.000 normalen Schutzmasken, 8000 Kitteln und zwei Beatmungsgeräten, heißt es.

20 Uhr: In Italien hat es binnen eines Tages so viele Todesfälle infolge der Virusinfektion gegeben wie nie zuvor. Die Zahl der Toten stieg um 627 auf 4032, wie die Zivilschutzbehörde mitteilte. Bisher waren es höchstens 475 Tote an einem Tag. In China, wo die Pandemie ihren Ursprung hat, waren nie mehr als 150 Tote an einem Tag gemeldet worden. In Italien stieg die Zahl der bekannten Infektionen zuletzt um knapp 15 Prozent auf 47.021. Bei den Todesfälle beträgt das Plus über 18 Prozent.

18 Uhr: Die Ausweitung der Coronakrise könnte künftige Bonuszahlungen für die weltweit rund 18 000 Mitglieder des VW-Managements gefährden, wie der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe berichtet. Die Rekordergebnisse des Konzerns lassen die variable Vergütung für das Jahr 2019, die im Frühjahr ausgezahlt wird, zunächst noch einmal steigen. Die Boni für Managerinnen und Manager der Marken VW, Škoda und Porsche erhöhen sich um je 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt erreicht die variable Vergütung für Spitzenkräfte unterhalb des Konzernvorstands mehr als eine Milliarde Euro. Vor Ausbruch der Epidemie hatte VW seinen Managern eine Gehaltsgarantie bis 2022 versprochen. Demnach stehen ihnen für das laufende Jahr mindestens 100 Prozent der Gesamtvergütung von 2019 zu, in den Folgejahren 90 und 80 Prozent. Für 2019 ist VW an seine Zusagen gebunden, doch ob der Konzern sie auch künftig wird halten können, ist fraglich. Sollte sich die Krise weiter zuspitzen, sagt ein VW-Manager, müssten Bonuszusagen womöglich überprüft werden. Der Konzern äußerte sich dazu nicht.

17 Uhr - Der Dax-Konzern Vonovia  , Deutschlands größter Wohnungsvermieter, wendet sich in diesen Tagen mit einem Schreiben an seine 400.000 Mieter, in dem das Unternehmen über seinen Umgang mit der Corona-Krise und deren Folgen informiert. In dem Brief, der manager magazin vorliegt, werden Mieter, die wegen der augenblicklichen Lage in finanzielle Not geraten, unter anderem gebeten, sich "vertrauensvoll und unter Angabe des Stichworts 'Zahlungsschwierigkeiten Coronavirus'" an Vonovia zu wenden. Es werde sich dann bemüht, eine Lösung zu finden. Auf seiner Website hatte der Konzern bereits ähnliche Informationen veröffentlicht. "Die Gesundheit unserer Mieterinnen und Mieter sowie unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat für uns oberste Priorität", heißt es dort. Sollten Mieter wegen der Corona-Krise Probleme mit der Mietzahlung bekommen, so seien beispielsweise Mietstundungen denkbar, sagte eine Vonovia-Sprecherin auf Anfrage. Zudem solle gegebenenfalls auf Mieterhöhungen verzichtet werden.

Foto: Frank Rumpenhorst/ picture alliance / Frank Rumpenhorst/dpa

16.00 Uhr - Die staatliche Förderbank KfW hatte bereits ein Sonder-Kreditprogramm für durch die Corona-Krise in Not geratene Unternehmen angekündigt. Jetzt hat das Institut Banken über die Konditionen dieses Programms informiert. Der wohl wichtigste Punkt: Die KfW übernimmt für kleine und mittlere Unternehmen nach der EU-Definition 90 Prozent des Kreditrisikos in Form einer Haftungsfreistellung. Für größere Unternehmen beträgt die Risikoübernahme dem Schreiben der Bank zufolge 80 Prozent. Beides gelte sowohl für Kredite, die in Betriebsmittel fließen, als auch für Investitionen, heißt es.

- Es gibt Leute, die wollen einfach immer eine Extrawurst braten. Elon Musk zum Beispiel: Lange hat sich der Tesla-Chef gegen die Schließung seines Hauptwerkes im kalifornischen Freemont gewehrt - jetzt muss die Fabrik doch dicht machen. Nach einer Machtprobe mit den Behörden hat der US-Elektroautobauer Tesla einem Produktionsstopp in seinem Werk in Fremont aufgrund der Coronavirus-Krise zugestimmt. "Wir halten uns an die gesetzlichen Vorschriften", teilte das Unternehmen von Tech-Milliardär Musk am Donnerstag mit. Vorangegangen waren - wie könnte es anders sein - tagelange Diskussionen mit Gesetzesvertretern.

Haushaltsregeln vorläufig außer Kraft gesetzt: Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission.

Haushaltsregeln vorläufig außer Kraft gesetzt: Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission.

Foto: Gian Ehrenzeller/ dpa

15.30 Uhr - Angesichts der erwarteten Wirtschaftskrise infolge der Coronavirus-Pandemie lockert die EU-Kommission die Haushaltsregeln. "Heute, und das ist ganz neu, aktivieren wir die allgemeine Ausweichklausel", sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Freitag in einem auf Twitter veröffentlichten Video. Nationale Regierungen dürften nun unbegrenzt in die Wirtschaft investieren.

- Apple lässt nach wochenlangen Produktionsengpässen in China nur noch zwei iPhones eines Modells pro Bestellung in seinem Online-Store kaufen. Das heißt, Kunden bekommen seit Freitag eine Warnmeldung, wenn sie zum Beispiel drei Geräte des iPhone 11 Pro zu ihrem Warenkorb hinzufügen - bei zwei iPhone 11 Pro und einem iPhone 11 gibt es dagegen keine Probleme. Apple hatte bereits im Februar gewarnt, dass es wegen der Coronavirus-Krise zeitweise Engpässe bei den iPhone-Beständen geben könnte. Die Fabriken der Apple-Fertiger wie Foxconn wurden nach den Ferien zum chinesischen Neujahrsfest wegen Reisebeschränkungen deutlich langsamer hochgefahren als geplant. Die Apple-Stores außerhalb Chinas sind bis auf weiteres geschlossen und Kunden müssen auf den Online-Shop ausweichen. Die gut 40 Läden in China sind inzwischen wieder normal geöffnet.

14.15 Uhr - Die landesweite Ausgangsbeschränkung in Bayern geht nach Angaben des Münchners Oberbürgermeisters Dieter Reiter auf seine Initiative zurück. Er habe bereits am Donnerstag entschieden, für die Landeshaupstadt noch vor dem Wochenende Ausgangsbeschränkungen anzuordnen, sagt Reiter auf einer Online-Pressekonferenz. Darüber habe er mit Ministerpräsident Markus Söder gesprochen, der seinerseits für eine gesamtbayerische Lösung plädiert habe. Ob das Oktoberfest stattfinden könne, werde im Juni entschieden.

- Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) will eine Ausgangsbeschränkung. Er werde deshalb dem Ministerrat vorschlagen, am Freitag eine entsprechende Allgemeinverfügung zu verabschieden und mit sofortiger Wirkung Restaurants im Saarland für Gäste zu schließen. "Gemeinsame Spaziergänge etwa in der Familie mit Abstand zu anderen bleiben weiter möglich. Niemand wird eingesperrt", betont Hans. Das Saarland stehe aber als Grenzland zum französischen Risikogebiet Grand Est vor einer besonders schwierigen Herausforderung.

- In der Lombardei gibt es keine Anzeichen der Entspannung in der Corona-Epidemie. Die jüngsten Zahlen zeigten nicht, dass sich das Virus langsamer verbreite, sagt der Präsident der norditalienischen Region, Attilio Fontana. Vielmehr steigen die Infektions- und Todeszahlen an. Um die massiven Ausgangsbeschränkungen durchzusetzen, solle nun das Militär helfen. 114 Soldaten sollten eingesetzt werden. Die Lombardei ist mit am stärksten betroffen von der Epidemie.

Meldungen zwischen 12 Uhr und 14 Uhr

14 Uhr - Großbritannien hat den Export von mehr als 80 Arzneimitteln verboten. Der Ausfuhrstopp gelte unter anderem für Adrenalin, Insulin, Paracetamol und Morphium, erklären die Behörden.

- Für London wird es laut einem Bericht des "Evening Standard" eine Anordnung geben, wonach Pubs, Restaurants, Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie Kinos in der britischen Hauptstadt schließen müssen, um die Coronavirus-Pandemie einzudämmen. Bislang hat die Regierung nur dazu geraten, Kneipen und Menschenansammlungen zu meiden. Für 18.00 Uhr MEZ ist eine Pressekonferenz von Premierminister Boris Johnson angesetzt.

- In Zeiten vermehrter Datennutzung wegen der Coronavirus-Pandemie wollen Netflix wie auch der Videodienst YouTube die Netze nicht unnötig verstopfen. Beide US-Konzerne gaben bekannt, ihre Übertragungsqualität in Europa zu drosseln. Damit reagieren sie auf Forderungen von EU-Industriekommissar Thierry Breton. Er hatte vor einem Zusammenbrechen der Netze gewarnt.

13.45 Uhr - Die italienische Wirtschaft wird nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds in diesem Jahr wegen den Auswirkungen der Corona-Pandemie schrumpfen. Der IWF rechnet für 2020 mit einen Einbruch der Wirtschaftsleistung um 0,6 Prozent, wie aus einer am Freitag vorgestellten Prognose hervorging. Zuletzt hatte der IWF noch mit einem Wachstum von etwa einem halben Prozent gerechnet.

- Chinas Wirtschaft zeigt nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) Zeichen der Normalisierung nach dem Schock durch die Coronavirus-Epidemie. Es blieben aber erhebliche Risiken bestehen, schreiben IWF-Vertreter in einem Blog zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie. Die meisten großen Unternehmen in China hätten die Arbeit wieder aufgenommen und viele Arbeiter seien zur Arbeit zurückgekehrt. Die Zahl der Infektionen könne allerdings wieder steigen, wenn national und international der Reiseverkehr wieder anlaufe.

- Wegen der Coronakrise soll Österreich nun sogar bis zum Ostermontag in Minimalbetrieb laufen. Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie sind Restaurantbesuche, Shopping-Touren und Veranstaltungen jeder Art nun bis zum 13. April untersagt. Bundeskanzler Sebastian Kurz gab am Freitag in Wien bekannt, dass die drastischen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus um drei Wochen verlängert werden.

- Auf dem deutschen Lebensmittelmarkt führt die Coronakrise zu Verschiebungen. Es zeichne sich ab, dass die Pandemie und damit verbundene Einschränkungen erhebliche Auswirkungen auf die Agrarmärkte haben, heißt es in einer am Freitag vorgelegten Analyse des Bauernverbands. So sei etwa die Nachfrage nach Milch, Sahne, Quark, Joghurt, Butter und Schnittkäse im Lebensmittelhandel stark vom Corona-Geschehen beeinflusst. Vor allem lagerfähige Produkte seien gefragt. Dadurch würden Nachfragerückgänge bei Hotels und Gaststätten teils mehr als kompensiert. Für viele Molkereien sei diese Verlagerung aber eine logistische Herausforderung. Eine sehr starke Nachfrage gebe es auch nach Frischfleisch und Verarbeitungsfleisch für die Wurstindustrie.

13.30 Uhr - In Berlin ist der erste mit dem neuen Coronavirus infizierte Patient gestorben. Es handelt sich um einen 95-jährigen Mann mit schweren Grunderkrankungen, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit mitteilt.

Weitere fast bundesweite Einschränkungen für Gastronomiebetriebe ab Samstag geplant

Weitere fast bundesweite Einschränkungen für Gastronomiebetriebe ab Samstag geplant

Foto: DPA

13.20 Uhr - Wegen der Corona-Krise wollen die Bundesländer nach Angaben des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) weitere deutliche Einschränkungen für Gastronomiebetriebe umsetzen. "Wir werden auch die Gastronomie ab morgen grundlegend schließen", sagte Söder am Freitag in München. "Keine Gastronomie hat mehr geöffnet, nur noch, wenn es um to go, Drive-in oder entsprechende Lieferungen geht. Dies ist auch etwas, was nahezu alle Bundesländer jetzt umsetzen wollen." Söder hatte zuvor auch Ausgangsbeschränkungen für Bayern verkündet, die ab Mitternacht gelten sollen.

13.15 Uhr - "Wir werden einen Ausverkauf deutscher Wirtschafts- und Industrieinteressen verhindern", sagt Wirtschaftsminister Peter Altmaier. "Dabei darf es keine Tabus geben. Vorübergehende und zeitlich begrenzte Staatshilfen, bis hin zu Beteiligungen und Übernahmen müssen möglich sein."

13 Uhr - Ungewöhnliche Partnerschaft: Mitarbeiter von McDonald's werden in den nächsten Wochen beim Discounter Aldi dabei helfen, den durch die Corona-Krise ausgelösten Kundenansturm zu bewältigen. Das kündigten die Unternehmen am Freitag in München an. Der Hintergrund: Wegen des eingeschränkten Restaurantbetriebs werden viele Beschäftigte des Hamburger-Imperiums derzeit nicht benötigt. Gleichzeitig sucht der Discounter händeringend Mitarbeiter für den Verkauf und das Auffüllen der Regale.

- Die britische Polizei bittet Unternehmen, Mitarbeiter für den freiwilligen Polizeidienst im Kampf gegen das Coronavirus freizustellen und weiterzubezahlen.

- Drohnen mahnen die wenigen Besucher der weitgehend verlassenen Strände an der Cote d'Azur zum Einhalten des Mindestabstands zu ihren Mitbürgern. "Halten sie eine sichere Distanz von mindestens einem Meter zwischen den Menschen ein", scheppert es unterhalb der berühmten Promenade des Anglais in Nizza aus den Lautsprechern der Fluggeräte. Die Polizei in der Stadt hat sich für das Projekt mit einem privaten Drohnen-Anbieter zusammengetan. Der Einsatz einer zweiten Drohne im Nobelort Cannes ist bereits geplant.

- Die Bundesregierung will am Montag weitere Maßnahmen vorstellen, um Unternehmen in der Corona-Krise zu helfen. Das sagt ein Sprecher des Finanzministeriums. "Die Arbeiten laufen jetzt." Die Hilfen würden sich an die Realwirtschaft richten, nicht aber Banken. Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums ergänzt, es werde keine Solidaritätslücke geben. Großen und ganz kleinen Unternehmen solle geholfen werden. Diskutiert würden in der Regierung zum Beispiel direkte Zuschüsse an Kleinstbetriebe.

Im Video: RKI-Chef appelliert, endlich "Augen zu öffnen"

Reuters

12.45 Uhr - NRW-Ministerpräsident Armin Laschet ist weiter skeptisch, ob eine Ausgangssperre wegen des Corona-Virus' bereits nötig ist. Eine Ausgangssperre sei das allerletzte Mittel, sagt er auf WDR 2. Der Staat müsse sorgsam abwägen, wenn er Grundrechte einschränkte. Wenn man eine ganz große Ausgangssperre verhindern wolle, müsse man andere Bereiche womöglich weiter herunterfahren. So werde man sich anschauen, ob Friseurgeschäfte und Baumärkte weiter geöffnet bleiben können.

12.35 Uhr - Die Zara-Mutter Inditex erwägt, das gesamte Verkaufspersonal von 25.000 Mitarbeitern in Spanien vorübergehend zu entlassen, sollte der Notstand des Landes über den 15. April hinaus andauern. Die Angestellten in der Logistik, den Zentraldienststellen und der Produktion seien jedoch davon nicht betroffen, teilte ein Vertreter des Unternehmens mit. Seitdem der Notstand zur Bekämpfung des Coronavirus in Spanien am Samstag ausgerufen wurde, sind die Geschäfte des Textilkonzerns geschlossen, obwohl das Unternehmen weiterhin die Gehälter seiner Mitarbeiter zahlt.

Zara-Shop in Barcelona

Zara-Shop in Barcelona

Foto: © Albert Gea / Reuters/ REUTERS

12.30 Uhr - Porsche rechnet wegen der Coronavirus-Krise vorerst mit einem deutlichen Rückgang der Verkaufszahlen. Vorstandschef Oliver Blume sagt, man erwarte derzeit für das erste Quartal einen Absatzrückgang um etwa zehn Prozent. An seinen Plänen und Erwartungen für das gesamte Jahr und an den Investitionen hält das Unternehmen aber vorerst fest. Für eine Abschätzung aller Folgen der Krise sei es jetzt noch zu früh. In China habe der Absatz im Februar um 75 Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen. Porsche setzt wegen der Coronavirus-Krise die Produktion für zunächst zwei Wochen aus und hat dafür bereits Kurzarbeit beantragt.

Meldungen zwischen 8 Uhr und 12 Uhr

12.00 Uhr - In Spanien steigt die Zahl der Coronavirus-Toten binnen eines Tages auf 1002 von 767, berichtet das Gesundheitsministerium. Zudem sind inzwischen 19.980 Infektionen bestätigt nach 17.147 am Donnerstag.

- Frankreich setzt ein Kriegsschiff ein, um schwer kranke Patienten von der Insel Korsika zu holen, damit sie in Krankenhäusern auf dem Festland versorgt werden können. Die Entscheidung habe Präsident Emmanuel Macron getroffen.

11.30 Uhr - Der russische Präsident Wladimir Putin lehnt nach Worten seines Sprechers Dmitri Peskow einen Coronavirus-Test ab. Er brauche den Test auch nicht, Putin sei gesund und zeige keine Symptome. "Gott sei Dank fühlt er sich immer blendend." In Russland sind bislang 199 Infektionsfälle bekanntgeworden. Das sind deutlich weniger als in vielen anderen europäischen Ländern. Allerdings ist die Zahl in den vergangenen Tagen erheblich gestiegen, und eine Patientin ist infolge der Infektion gestorben.

11.00 Uhr - Eine drohende Ausgangssperre in Deutschland sorgt für immer mehr Diskussion: SPD-Chefin Saskia Esken spricht sich gegen Ausgangssperren aus. "Ich finde die Idee problematisch, weil dann womöglich der Lagerkoller droht - vor allem, wenn Kinder mit im Spiel sind", sagt sie dem "Handelsblatt". Es dürfe keine größeren Menschenansammlungen geben, solange das Virus grassiert. "Da haben einige den Schuss noch nicht gehört." SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach befürchtet hingegen, "dass wir an Ausgangssperren nicht vorbeikommen, die wir auch länger durchhalten müssen". Vielen in der Bevölkerung scheine angesichts ihres Verhaltens der Ernst der Lage nicht klar zu sein, sagt er der "Augsburger Allgemeinen". Wer sich jetzt den Schutzmaßnahmen verweigere, unterliege einer Fehleinschätzung.

10.43 Uhr - Der Berliner Virologe Christian Drosten erwartet, dass die Ausnahmesituation wegen der Corona-Pandemie ein Jahr dauern könnte. "Wir müssen vielleicht davon ausgehen, dass wir gesellschaftlich ein Jahr im Ausnahmezustand verbringen müssen", sagt Drosten "Zeit"-Online. "Aber man wird wahrscheinlich nicht alle Maßnahmen genauso weiterführen, wie man sie jetzt gestartet hat." Um ein realistischeres Bild von der Zahl der Infizierten zu bekommen, plädiert der Experte der Berliner Charité dafür, jeden Haushalt, in dem ein Corona-Infizierter lebt, insgesamt als erkrankt zu zählen und entsprechend zu isolieren.

Außenminister Heiko Maas richtet einen dringenden Appell an die deutsche Bevölkerung.

Außenminister Heiko Maas richtet einen dringenden Appell an die deutsche Bevölkerung.

Foto: Annegret Hilse/ Reuters

10.37 Uhr - Die Warnung vor Reisen ins Ausland gilt Außenminister Heiko Maas zufolge bis Ende April. "Sie umfasst also auch die Osterferien", stellt er auf Twitter klar. Das sei für viele schmerzlich, aber absolut notwendig. "Bleiben Sie zu Hause! Schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen!", appelliert er an die Bevölkerung.

10.32 Uhr - In Griechenland wird die Wirtschaft nach Prognose der dortigen Zentralbank in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie stagnieren. Bislang war sie von einem Wachstum von 2,4 Prozent ausgegangen.

10.30 Uhr - Die Bundesregierung will einem Bericht des "Spiegel" zufolge einen 500 Milliarden Euro großen Rettungsschirm für Unternehmen spannen, die wegen der Corona-Pandemie in Not geraten. Der Fonds solle Unternehmen vor der Pleite retten, indem er Garantien für ihre Verbindlichkeiten ausspricht oder tatsächlich Kapital zuschießt, heißt es. Das liefe auf eine Teilverstaatlichung hinaus. Vorbild für das neue Instrument soll der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) sein, mit dem der Staat während der Finanzkrise vor zwölf Jahren Banken aus der Schieflage rettete. Sollten in der aktuellen Krise auch Banken wieder in Not geraten, wolle die Bundesregierung den Soffin wiederbeleben, berichtet das Nachrichtenmagazin.

10.21 Uhr - RKI-Chef Lothar Wieler zeigt sich erschüttert von der Lage. "Wir sind alle in einer Krise, die ein Ausmaß hat, das ich mir selber habe nie vorstellen können", sagt er. "Ich erwarte jetzt, dass die Krankenhäuser vorbereitet sind. Jetzt muss es soweit sein." Die noch niedrige Todesrate mit 31 Fällen werde sich schnell ändern. "Wir sind am Anfang einer Epidemie." Wieler kritisiert zugleich, dass Umfragen zufolge noch jeder Vierte von Panikmache spreche und die Krise damit kleinrede.

10.00 Uhr - Das Robert-Koch-Institut (RKI) vermeldet 14.000 Infizierte in Deutschland. Das ist gegenüber dem Vortag ein Plus von 2958 Fällen. "Wir sind in einem exponentiellen Wachstum", sagt RKI-Chef Lothar Wieler.

09.45 Uhr - Die Commerzbank-Ökonomen rechnen mit einem deutlichen Konjunktureinbruch in Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um 3,5 Prozent einbrechen, heißt es in der Prognose. "Das Coronavirus und das Einfrieren des öffentlichen Lebens werden die Wirtschaft zumindest im ersten Halbjahr einbrechen lassen", sagt Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Im kommenden zweiten Quartal dürfte die Wirtschaft mit 7,5 Prozent besonders stark schrumpfen, weil die Schließung vieler Geschäfte sowie der Einbruch bei Restaurants und Hotels dann stärker zu Buche schlagen sollten. "Ein Abebben der Epidemie würde es der deutschen Wirtschaft erlauben, sich von der Jahresmitte an zu erholen." 2021 sei dann als Gegenbewegung ein Wachstum von vier Prozent drin.

9.30 Uhr - Merck spendet Multiple Sklerose-Medikament für Covid 19-Tests in Frankreich. Auch der Darmstädter Chemie-und Pharmakonzern Merck schließt sich den Bemühungen vieler Pharmakonzerne an, bereits für andere Indikationen zugelassene Medikamente auf die Wirksamkeit bei der Bekämpfung des Corona-Virus zu testen. Merck stellte kürzlich dem französischen Institut National de la Santé et de la Recherche Médicale Muster seines Multiple Sklerose-Mittels Rebif zur Verfügung. Die Spende soll im Rahmen eines klinischen Versuchs verwendet werden, dass die Wirkung auf Corona-Patienten untersuchen soll. Rebif, seit 2002 auf dem Markt ist der erste Multiple Sklerose, dass für die Behandlung des Viris evaluiert wird.

09.15 Uhr - Strafgefangene haben in Belgien mit der Herstellung von Schutzmasken gegen das Coronavirus begonnen. Die Gefängnisse hätten Spezialtextil für 11.000 Masken. Das Problem: Es fehlen Nähmaschinen, berichtet die Nachrichtenagentur Belga. Die Behörde rief deshalb dazu auf, den Haftanstalten halbindustrielle oder industrielle Nähmaschinen zu spenden oder auszuleihen. Am Flughafen von Lüttich-Bierset landete laut Belga Freitagfrüh ein Flugzeug aus China mit einer Ladung von fünf Millionen Schutzmasken. Der Zivilschutz soll sie gemäß dem größten Bedarf über das Land verteilen.

- Der in Hamburg und Hannover tätige Sammeltaxi-Dienst "MOIA" stellt seinen Dienst wegen der Coronavirus-Krise aus Sicherheitsgründen laut eigener Mitteilung bis 1. April vorerst ein.

Verwaiste Straßen nicht nur am Willy-Brandt-Platz in Frankfurt Main: Die Menschen schon von sich aus, nach draußen zu gehen. Die Bundesregierung schreckt noch vor einer Ausgangssperre zurück.

Verwaiste Straßen nicht nur am Willy-Brandt-Platz in Frankfurt Main: Die Menschen schon von sich aus, nach draußen zu gehen. Die Bundesregierung schreckt noch vor einer Ausgangssperre zurück.

Foto: Andreas Arnold/ dpa

09.00 Uhr - Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, sagt im Inforadio Berlin: "Die Ausgangssperre ist auch kein Allheilmittel." Sie sei ein weiterer Schritt, löse aber nicht jede Schwierigkeit. Das eigentliche Problem sei, dass jeder es selbst in der Hand habe. Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans fordert ein bundesweit abgestimmtes Vorgehen in dieser Frage. Er votiert dafür, die Präventionsappelle auch mit Hilfe der Polizei durchzusetzen, "um sicherzustellen, dass niemand sich jetzt sozusagen in Urlaubsgefühle bewegt."

08.30 Uhr: In Corona-Zeiten ticken offenbar auch bei Siemens die Uhren anders: Vor einer gemeinsamen Telefonpressekonferenz von Aufsichtsratschef Jim Hageman Snabe mit Konzernchef Joe Kaeser verkündet die Kommunikationschefin: "Telefonkonferenzen sind in diesen Zeiten rare Mangelware. Der Operator hat uns exakt 60 Minuten gewährt. Danach wird die Leitung gekappt." Siemens selbst berichtet indes von 57 mit dem Coronavirus infizierten Fällen, davon 41 in Deutschland (Stand Donnerstag).

08.20 Uhr - Die Bank of England streicht die diesjährigen Stresstests für acht große Banken und Bausparkassen. So sollen die Institute die Chance haben, sich in der Coronavirus-Krise auf die Kreditvergabe zu konzentrieren, teilt die Notenbank mit. Der Test vom vergangenen Jahr habe gezeigt, dass das Bankensystem des Vereinigten Königreiches widerstandsfähig gegen eine tiefe Rezession im Land und weltweit sei. Auch andere regelmäßige Berichte über Bankenliquidität und Klimarisiken würden verschoben.

Meldungen bis 8 Uhr

08.00 Uhr - Bundesfinanzminister Olaf Scholz äußert die Hoffnung, dass Ausgangssperren in Deutschland nicht erforderlich werden. Alle müssten nun ganz schnell den Ernst der Lage begreifen, sagt er im Deutschlandfunk. Kanzleramtschef Helge Braun ergänzte, das Verhalten der Bürger am kommenden Wochenende werde maßgeblich darüber entscheiden, ob auch in Deutschland wegen der Corona-Krise Ausgangssperren verhängt werden. "Wir werden uns das Verhalten der Bevölkerung an diesem Wochenende anschauen", sagt er dem "Spiegel" laut Vorabbericht. "Der Samstag ist ein entscheidender Tag, den haben wir besonders im Blick."

07.50 Uhr - Das Internationale Olympische Komitee zieht nach Angaben seines Präsidenten Thomas Bach für die Sommerspiele in Tokio mehrere Szenarien in Betracht. Eine Absage stehe aber nicht auf der Agenda, sagt er der "New York Times".

07.30 Uhr - Kommen die vor allem von Deutschland lange Zeit abgelehnten Eurobonds jetzt doch? Italiens Wirtschaftsminister Roberto Gualtieri pocht darauf, Eurobonds aufzulegen. Diese Anleihen sollten speziell an die Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie und seiner wirtschaftlichen Konsequenzen geknüpft sein, sagt er der Zeitung "Il Corriere della Sera". "Wir haben es mit einem symmetrischen Schock zu tun, der alle betrifft, und darum müssen wir die Werkzeuge, die wir haben, auf innovative Weise nutzen."

06.45 Uhr - Bundesarbeitsminister Hubertus Heil verschiebt angesichts der Corona-Krise Gesetzesvorhaben wie die Regulierung befristeter Arbeitsverhältnisse und das Lieferkettengesetz. Die Vorbereitungen dafür liefen zwar weiter, aktuell seien aber andere Aufgaben dringlicher, sagt der SPD-Politiker dem Magazin "WirtschaftsWoche".

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China beginnt klinische Tests, Pharmariesen kooperieren: Wer an der Impfung gegen Covid-19 arbeitet

Foto: Gonzalo Fuentes / Pool / Reuters / AP / dpa

06.30 Uhr - Die Gewerkschaft Verdi kritisiert die Ausnahmeregelung, wonach Friseurgeschäfte weiterhin geöffnet bleiben dürfen. Zum Schutz von Beschäftigten und Kunden seien vielmehr Schließungen erforderlich, fordert Verdi-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle.

06.15 Uhr - Ökonomen gehen davon aus, dass die Weltwirtschaft nicht mehr wächst, sondern bereits schrumpft. Diese Einschätzung äußern 31 von 41 Volkswirten aus Amerika und Europa, die in dieser Woche von Reuters befragt wurden.

05.00 Uhr - Der Chef der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, fordert von der Bundesregierung, die massiven Einschränkungen im öffentlichen Leben schon jetzt klar zu befristen und ein Ausstiegsszenario vorzubereiten. "Ich glaube nicht, dass wir das, was wir jetzt tun, monatelang fortführen können. Die jetzigen Einschränkungen hält unsere Gesellschaft nicht ewig durch", sagt Reinhardt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. "Die Ängste und Sorgen würden die Menschen psychisch überfordern." Menschen ab 65 Jahre und andere Risikogruppen wie chronisch Kranke müssten aber darauf vorbereitet werden, "dass die jetzt geltenden Einschränkungen für sie länger gelten". Ausgangssperren lehnt Reinhardt ab.

04.40 Uhr - Argentinien verhängt im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus eine landesweite Ausgangssperre. Sie solle von Freitag ab Mitternacht bis zum 31. März gelten, sagt Präsident Alberto Fernandez in einer Fernsehansprache. Die Menschen dürfen ihre Häuser nur verlassen, um Grundbedarfsgüter wie Lebensmittel und Medikamente einzukaufen. Die Zahl der Infektionen in Argentinien stieg um 31 auf 128. Drei Todesfälle sind registriert. Das südamerikanische Land hat bereits seine Grenzen für 15 Tage geschlossen und Flüge aus stark von dem Virus betroffenen Ländern für 30 Tage ausgesetzt.

04.00 Uhr - Kalifornien hat wegen der Corona-Krise eine Ausgangssperre im gesamten US-Bundesstaat verhängt. Zur Eindämmung des Virus dürften die 40 Millionen Bewohner des bevölkerungsreichsten Bundesstaates ihre Häuser nur noch aus dringlichen Gründen verlassen, sagt Gouverneur Gavin Newsoms. Er verwies auf eine Modellrechnung wonach 56 Prozent der Einwohner in den nächsten acht Wochen an Covid-19 erkranken würden. Dies würde fast 20.000 Krankenhausbetten mehr erfordern, als der Bundesstaat derzeit bereitstellen könne.

02.50 Uhr - In Südkorea sind den Gesundheitsbehörden zufolge 87 neue Coronavirus-Fälle aufgetreten. Damit hält der Abwärtstrend der vergangenen Tage an, auch wenn es am Donnerstag eine leichte Zunahme wegen kleinerer Ausbruchsherde gegeben hatte. Insgesamt sind in Südkorea nun 8652 Infektionsfälle registriert.

02.29 Uhr - China meldet den zweiten Tag in Folge keine Ansteckungen im Inland. Allerdings gebe es 39 neue Infektionsfälle unter einreisenden Menschen, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Um das Virus weiter einzudämmen, müssen alle Einreisenden in der Volksrepublik für 14 Tage in Quarantäne. Insgesamt sind in China nun 80.967 Infektionsfälle registriert. Die Zahl der Todesopfer stieg den Angaben zufolge um drei auf 3248.

02.07 Uhr - Der Bürgermeister von Los Angeles weist alle Einwohner der zweitgrößten Stadt der USA an, wegen der Coronavirus-Pandemie zu Hause zu bleiben. Die Menschen müssten "sofort alle nicht lebensnotwendigen Bewegungen" einschränken, sagt Bürgermeister Eric Garcetti bei einer Pressekonferenz.

01.03 Uhr - Haiti ruft wegen des Coronavirus-Ausbruchs den Notstand aus. Nach dem Auftreten der ersten beiden Infektionsfälle schließt der verarmte Karibikstaat seine Grenzen und verhängt eine nächtliche Ausgangssperre.

00.05 Uhr - Deutschland kann die Virus-Krise trotz der wirtschaftlichen und finanziellen Belastung nach Worten von Bundesfinanzminister Olaf Scholz "sehr lange" durchhalten. Der Staat müsse angesichts sehr solider Finanzen nicht befürchten, "dass wir keine Möglichkeiten haben, die Mittel zu bekommen, die wir jetzt brauchen", sagt Scholz im ZDF. "Da geht es ja um sehr, sehr, sehr viel Geld."

mit Nachrichtenagenturen
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