Coronavirus BMW verlängert Produktionsstopp in China

Das Coronavirus breitet sich weiter aus und sorgt mittlerweile auch für Todesfälle außerhalb von China. Lesen Sie die wichtigsten Entwicklungen im Newsblog.
Coronavirus im Modell: Chinas Wissenschaftler hoffen auf einen Durchbruch bei der Behandlung der Infizierten

Coronavirus im Modell: Chinas Wissenschaftler hoffen auf einen Durchbruch bei der Behandlung der Infizierten

Foto: DPA

16.30 Uhr: Hoffnungen auf einen Durchbruch in der Bekämpfung des Coronavirus haben auch zur Wochenmitte den Aktien an der Wall Street Rückenwind verliehen. Der Dow Jones Industrial setzte die am Montag begonnene Erholung fort und stieg im frühen Handel um 1,1 Prozent. Der deutsche Leitindex Dax  legte ebenfalls deutlich zu. Analyst Pierre Veyret vom Handelshaus ActivTrades begründete die Erleichterung an den Märkten mit Meldungen, wonach in China ein Medikament zur Behandlung von mit dem Virus infizierten Menschen gefunden worden sei. Den Angaben zufolge könnte die Epidemie des Coronavirus am 21. Februar den Höhepunkt erreichen.

15.30 Uhr - BMW verlängert wegen des Coronavirus den Produktionsstopp seiner Werke in China um eine weitere Woche. Die Fertigung in den gemeinsam mit dem chinesischen Partner Brilliance betriebenen Fabriken in Shenyang solle nun am 17. Februar wieder aufgenommen werden, sagt ein Sprecher des deutschen Konzerns. Büroangestellte sollen weiterhin von zu Hause aus arbeiten.

13.58 Uhr - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat einer Regierungssprecherin zufolge am Mittwoch im Kabinett über das Coronavirus berichtet. Es gebe unverändert zwölf bestätigte Fälle in Deutschland, sagt eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Derzeit werde zur besseren Koordinierung ein Termin für ein Treffen der EU-Gesundheitsminister gesucht. Ein Sprecher des Außenministeriums ergänzt, Deutschland beobachte die Lage in China genau und rate von nicht notwendigen Reisen dorthin ab.

13.15 Uhr - Die kurzfristigen Unsicherheiten für die Konjunktur in Europa gehen nach Worten von EZB-Chefin Christine Lagarde vor allem auf globale Risiken wie die Handelsstreitigkeiten und geopolitische Konflikte zurück - "und jetzt auf den Ausbruch des Coronavirus und seine potenziellen Auswirkungen auf das weltweite Wachstum", sagt die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) in Paris.

Adidas muss viele seiner Stores in China vorübergehend schließen

Adidas muss viele seiner Stores in China vorübergehend schließen

Foto: REUTERS

12 Uhr - Adidas schließt wegen des Coronavirus eine größere Anzahl seiner fast 500 Sportartikelläden in China. "Wir setzen die geltenden lokalen Richtlinien der Behörden an unseren Standorten in China um", teilte der Sportausrüster am Mittwoch mit. "Dazu gehört auch die Schließung einer beträchtlichen Anzahl unserer eigenen Geschäfte im Land." Darüber hinaus beobachte Adidas ähnliche Entwicklungen bei seinen örtlichen Franchise-Nehmern, die rund 11.500 weitere Läden betreiben. Dies wirke sich negativ auf das Konzerngeschäft in China aus. In der Nacht zuvor hatte der Wettbewerber Nike vor wesentlichen Einbußen auf dem chinesischen Markt aufgrund des Coronavirus gewarnt.

11.33 Uhr - Das Coronavirus könnte nach Erkenntnissen von Medizinern von schwangeren Frauen auf ihre ungeborenen Kinder übertragen werden. Das berichtet der staatliche Fernsehsender CCTV unter Berufung auf Ärzte in der Wuhan Kinderklinik. Sie verweisen auf eine mit dem Virus infizierte Frau, die am 2. Februar ihr Kind zur Welt brachte. Dreißig Stunden später sei das Neugeborene getestet und das Virus bestätigt worden.

11.20 Uhr: Der südkoreanische Elektronikkonzern LG wird wegen des neuen Coronavirus nicht auf der Mobilfunk-Messe Mobile World Congress in Barcelona vertreten sein, erklärte der Konzern am Mittwoch. Das Unternehmen folge mit Blick auf die Sicherheit seiner Mitarbeiter und der Öffentlichkeit der Empfehlung vieler Gesundheitsexperten, im Moment auf unnötige internationale Reisen zu verzichten. Der MWC gilt als die weltweit wichtigste Veranstaltung der Mobilfunkbranche. Im vergangenen Jahr zählte die Messe über 100 000 Besucher und mehr als 2400 Aussteller.

11.30 Uhr: Ein Kreuzfahrtschiff mit mehr als 1800 Passagieren an Bord ist am Mittwoch wegen des Verdachts auf das Coronavirus in der Finanzmetropole Hongkong festgesetzt worden. Bei drei Menschen, die zwischenzeitlich mit dem Schiff der asiatischen Gesellschaft Dream Cruises gereist waren, war das Virus festgestellt worden, teilten chinesische Behörden mit. Drei Mitglieder der Besatzung litten an Fieber, sie wurden in ein Krankenhaus gebracht und dort isoliert, wie die Gesundheitsbehörde des Hafens mitteilte. Mehr als 20 weitere Crew-Mitglieder würden untersucht. Die Passagiere mussten den Angaben zufolge an Bord bleiben. Zunächst war unklar, wie lange das Schiff nun in Hongkong bleiben muss. Die drei infizierten Passagiere waren nach Informationen des Lokalsenders RTHK bereits am 24. Januar wieder von Bord gegangen.

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Kreuzfahrtschiff "World Dream" am Kai Tak-Kreuzfahrtterminal in Hongkong

Kreuzfahrtschiff "World Dream" am Kai Tak-Kreuzfahrtterminal in Hongkong

Foto: Vincent Yu/ dpa

0.00 Uhr - Hongkong stellt jeden Besucher vom chinesischen Festland für zwei Wochen unter Quarantäne. Das kündigt Carrie Lam, die Regierungschefin der chinesischen Sonderverwaltungszone, an. Außerdem würden zwei Kreuzfahrt-Terminals in Hongkong geschlossen. Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle sei auf 21 gestiegen.

Mitarbeiter des Hongkonger Gesundheitswesens befragen und untersuchen am Bahnhof West Kowloon Station Reisende auf ihren Gesundheitszustand

Mitarbeiter des Hongkonger Gesundheitswesens befragen und untersuchen am Bahnhof West Kowloon Station Reisende auf ihren Gesundheitszustand

Foto: Informationsdienst der Hongkonger Regierung/AP/dpa

09.50 Uhr: Der taiwanische Apple-Zulieferer Foxconn will einem Insider zufolge von kommender Woche an Schritt für Schritt die Produktion in China wieder hochfahren. Es könne dann aber mindestens eine bis zwei Wochen dauern, bis die Fertigung wieder vollständig laufe, sagt eine Person mit direkter Kenntnis der Pläne. Foxconn habe bei den örtlichen chinesischen Behörden die Wiederaufnahme des Betriebes beantragt.

09.30 Uhr: Nach dem Aussetzen der Flüge nach China prüft die Lufthansa ihre Verbindungen nach Hongkong. "Wir beobachten die Situation", sagt ein Konzernsprecher. Bei einer neuen Entscheidungsgrundlage werde man die Lage neu sondieren. Derzeit fliege die Lufthansa zwölfmal wöchentlich in die Finanzmetropole und die Tochter-Airline Swiss siebenmal. Jüngst haben die US-Fluglinien United Airlines und American Airlines bereits ihre Flugverbindungen nach Hongkong ausgesetzt.

09.27 Uhr: Russland will die Einfuhr von Nahrungsmitteln aus China nicht beschränken. Das werde nicht erwogen, sagt Vize-Agrarminister Maxim Uwaydow. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass das Virus über Lebensmittel übertragen werden könne.

09.21 Uhr: Die Fluggesellschaft Cathay Pacific mit Sitz in Hongkong schraubt aufgrund des Nachfrageeinbruchs ihre Kapazitäten zurück und bittet ihre Angestellten, unbezahlten Urlaub zu nehmen. Alle 27.000 Mitarbeiter seien aufgerufen, in den kommenden Monaten drei Wochen freizunehmen.

09.15 Uhr: Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus will die Weltbank ihre globale Wachstumsprognose für dieses Jahr senken. Dies betreffe "mindestens den ersten Teil von 2020" sagte Weltbank-Präsident David Malpass.

Airbus stoppt Endmontage in China

Airbus stoppt Endmontage in China

Foto: SHENG LI/ REUTERS

09.13 Uhr: Japans Zentralbank (BoJ) ist bereit zum geldpolitischen Handeln, sollte der Coronavirus die konjunkturellen Aussichten eintrüben. Der stellvertretende BoJ-Chef Masazumi Wakatabe signalisierte am Mittwoch, eine Lockerung der Geldpolitik stehe zwar nicht unmittelbar bevor. Die Risiken blieben allerdings hoch und beträfen auch wachsende Unsicherheit, wie die Ausbreitung des Virus Chinas Wirtschaft und die globale Konjunktur bremsen könnte. Die Notenbank müsse "höchst aufmerksam" beobachten, wie das Virus Japan über eine Störung der Lieferketten und sinkende Touristen-Zahlen treffen könnte. "Die BoJ wird nicht zögern, zusätzliche Lockerungsmaßnahmen zu ergreifen, wenn die Risiken sehr groß werden" sagte Wakatabe, der als Befürworter einer aggressiven Lockerung gilt.

8.58 Uhr: Der Flugzeugbauer Airbus hat wegen des Coronavirus den Bau von Passagierflugzeugen in China gestoppt. Die A320-Endmontagelinie im Airbus-Werk Tianjin sei geschlossen, teilte der Luftfahrt- und Rüstungskonzern am Mittwoch in Toulouse mit. Wo dies machbar sei, ermögliche man den Mitarbeitern, per Computer von zu Hause aus zu arbeiten. Ziel sei, dass die Beschäftigten nicht zu den Airbus-Standorten fahren müssten.

Die von Chinas Behörden verhängten Reisebeschränkungen behindern die Abläufe bei Airbus. Neben der Produktion sind auch die Auslieferungspläne in Gefahr. Der Hersteller will wenn nötig Alternativen prüfen, um die Auswirkungen zu begrenzen. Airbus fertigt in Tianjin vor allem Mittelstreckenjets der A320-Reihe für den chinesischen Markt.

08.25 Uhr: Wegen der Coronavirus-Epidemie in China werden für den südkoreanischen Autohersteller Hyundai und seine kleinere Schwester Kia die Zulieferteile zunehmend knapp. Bei Hyundai Motor werde von diesem Freitag an der größte Teil des Betriebs in den sieben Werken in Südkorea still stehen, sagte ein Sprecher des südkoreanischen Branchenführers am Mittwoch. Eine Ausnahme sei die Busproduktion im Nutzfahrzeug-Werk in Jeonju. Auch im Ausland sollen die Fabriken weiter betrieben werden. Bei Kia Motors sei die Fertigung zurückgefahren worden, doch die Produktion solle vorerst weiter laufen.

Die einheimische Produktion bei Hyundai soll zunächst bis zum nächsten Dienstag ausgesetzt werden. Der VW -Rivale musste bereits seit Dienstag drei Linien stoppen, einschließlich der Produktion von Fahrzeugen seiner Nobelmarke Genesis im Hauptwerk von Ulsan. Hyundai hatte erklärt, mit der Gewerkschaft über eine vorläufige Stilllegung weiterer Produktionsstraßen in Ulsan zu sprechen.

07.51 Uhr: Taiwan verwehrt allen Chinesen, die auf dem Festland leben, bis auf weiteres die Einreise. Dies gelte von Donnerstag an, teilt die Regierung in Taiwan mit.

07.48 Uhr: Der Chef des Organisationskomitees der Olympischen Sommerspiele in Tokio (24. Juli bis 9. August) ist "extrem besorgt" wegen des sich weiter ausbreitenden Coronavirus. "Wir sind sehr in Sorge, dass die Ausweitung des Virus wie eine kalte Dusche auf die Spiele wirken könnte", sagte OK-Chef Toshiro Muto am Mittwoch vor einem Treffen mit dem Internationalen Paralympischen Komitee (IPC) in der japanischen Hauptstadt. Er hoffe, so Muto weiter, "dass das Virus so schnell wie möglich ausgerottet wird. Wir werden mit dem Internationalen Olympischen Komitee, dem IPC, der Regierung und der Stadt Tokio kooperieren, um die Epidemie zu stoppen."

07.29 Uhr: Usbekistan fliegt 84 Staatsbürger aus Wuhan zurück in die Heimat. Nach der Ankunft in der Hauptstadt Taschkent würden die Passagiere unter Quarantäne gestellt, teilt die Fluggesellschaft Uzbekistan Airways mit. An Bord der Maschine seien Ärzte und Spezialisten, um sich um die Fluggäste zu kümmern.

07.20 Uhr: In der chinesischen Finanzmetropole Shanghai bleiben die Schulen mindestens bis Ende Februar geschlossen. Das teilt die Bildungsbehörde der Stadt mit. Betroffen seien alle Schularten. Man bemühe sich um Online-Unterricht für die Schüler, die vor einer Infektion mit dem Virus geschützt werden sollen.

Patient in Wuhan: In Wuhan stirbt im Schnitt jeder 20. Infizierte an der Lungenkrankheit, insgesamt ist die Sterblichkeitsrate aber deutlich niedriger

Patient in Wuhan: In Wuhan stirbt im Schnitt jeder 20. Infizierte an der Lungenkrankheit, insgesamt ist die Sterblichkeitsrate aber deutlich niedriger

Foto: Yijiu/XinHua/dpa

7.00 Uhr: Wegen des Coronavirus-Ausbruchs in China haben die USA mehr als 300 weitere Menschen aus der besonders betroffenen Stadt Wuhan ausgeflogen. Zwei Flugzeuge seien am Dienstag (Ortszeit Washington) in der zentralchinesischen Metropole gestartet, teilte das US-Außenministerium mit. Nach Angaben eines Ministeriumsvertreters wurden die Passagiere vor dem Abflug untersucht.

4.25 Uhr: Bord eines unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes in Japan sind zehn Fälle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium am Mittwoch bekannt. Sie wurden in der Tokioter Nachbarprovinz Kanagawa, wo das Schiff vor Anker liegt, ins Krankenhaus gebracht. Ob auch Deutsche darunter positiv getestet wurden, konnte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Tokio nicht sagen. Auch der Deutschen Botschaft in Tokio lagen zunächst keine Informationen vor. An Bord des Schiffes befinden sich laut der Reederei "Princess Cruises" auch acht deutsche Passagiere.

Die rund 3700 Passagiere und Crew-Mitglieder sollten zunächst für weitere 14 Tage an Bord bleiben, sagte Gesundheitsminister Katsunobu Kato. Anlass für die Quarantäne-Maßnahme war ein 80-Jähriger aus Hongkong, der am Samstag positiv auf das Coronavirus getestet worden war. D

4.15 Uhr: Der weltgrößte Sportartikelhersteller Nike hat vor wesentlichen Einbußen auf dem chinesischen Markt aufgrund des Coronavirus gewarnt. Es sei mit "erheblichen Auswirkungen" auf das China-Geschäft zu rechnen, teilte das Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Der Sportartikel-Riese Nike warnt so deutlich wie bislang noch kein Konsumgüterkonzern vor geschäftlichen Nachteilen aufgrund des Coronavirus. Für Nike ist China einer der wichtigsten Absatzmärkte. Die Hälfte seiner Geschäfte dort hat der US-Konzern geschlossen.

3.24 Uhr: Die Geschäfte der chinesischen Dienstleister sind im Januar so schlecht gelaufen wie seit 3 Monaten nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex fiel von 52,5 im Dezember auf 51,8 im Januar, wie die am Mittwoch veröffentlichte Unternehmensumfrage der Institute Caixin und Markit ergab. Trotz des Tiefs lag der Wert immer noch über dem 8-Monats-Tief vom Oktober und über der Marke von 50, ab der Wachstum signalisiert wird. Die Dienstleister stehen für mehr als die Hälfte der chinesischen Wirtschaft.

In der Umfrage spiegeln sich noch nicht die ersten Auswirkungen des Coronavirus wider, der erst Ende Januar ausbrach. Ökonomen und Regierungen gehen davon aus, dass die wirtschaftlichen Folgen des Virus das Wachstum stark belasten könnten.

3.01 Uhr: Wegen der Verbreitung des Coronavirus ist das internationale Reitturnier in Hongkong abgesagt worden. Das teilte der Veranstalter auf seiner Homepage mit. "Es war keine einfache Entscheidung, aber es ist notwendig, um die Gesundheit und Sicherheit unserer Gäste zu garantieren", hieß es. Aufgrund der Verbreitung des Virus sind in China bereits mehrere Sportveranstaltungen abgesagt worden.

Das Turnier in Hongkong gehört zur Masters-Serie, bei der ein Bonus von einer Million Euro zu verdienen ist. Weitere Stationen sind in Lausanne und Paris.

01.27 Uhr: Neuseeländer, Australier und Einwohner der Pazifischen Inseln sind auf dem Flug aus Wuhan nach Neuseeland. Die Maschine der Air New Zealand wird voraussichtlich um 18.30 Uhr in Auckland (Ortszeit, 06.30 MEZ) landen. Nach Angaben des neuseeländischen Außenministeriums bestiegen 193 Passagiere das Flugzeug, darunter 100 neuseeländische Staatsbürger und ständige Einwohner, 23 australische Staatsbürger und 70 Personen zumeist von den Pazifischen Inseln. Nach der Ankunft würden australische Passagiere auf der von Australien geführten Weihnachtsinsel unter 14-tägige Beobachtung stehen. Die übrigen Evakuierten würden für zwei Wochen auf einem Militärstützpunkt im Norden Aucklands in Quarantäne gestellt. In Australien sind 13 Infektionsfälle bestätigt, Neuseeland und andere pazifische Länder haben bisher keine Fälle gemeldet.

1.05 Uhr: Die Gesamtzahl der an den Folgen des Corona-Virus gestorbenen Personen ist am Dienstag in China auf 490 gestiegen. Das sind 65 mehr als am Vortag, teilt die Nationale Gesundheitskommission mit. Alle 65 Toten sind in der Provinz Hubei gemeldet. Die Zahl der in China bestätigten Infektionen ist am Montag um 3887 auf 24.324 geklettert.

00.51 Uhr: Die amerikanische Fluglinie United Airlines setzt ihre Flugverbindungen nach Hongkong vom dem 08. bis zum 20. Februar aus. "Wir werden die Situation weiter beobachten und falls nötig Änderungen an unserem Zeitplan vornehmen", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. United fliegt die chinesische Sonderverwaltungszone im aktuellen Streckenplan drei Mal täglich an. Bereits am Dienstag hatte American Airlines den Flugdienst nach Hongkong eingestellt.

00.37 Uhr: Auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" der Reederei Carnival haben sich einem Medienbericht zufolge rund ein Dutzend Personen mit dem Virus infiziert. Wie der TV-Sender Asahi unter Berufung auf das Gesundheitsministerium berichtet, sind zehn der 3700 Passiere und Besatzungsmitglieder positiv auf das Virus getestet worden. Tags zuvor hatte das Gesundheits-Screening an Bord des im Hafen von Yokohama unter Quarantäne stehenden Schiffes begonnen, nachdem ein mit dem Virus infizierter Passagier aus Hongkong vergangenen Monat auf dem Schiff reiste.

Das geschah gestern

12.51 Uhr: Wegen der Verbreitung des Coronavirus in China sind Spiele in der asiatischen Fußball-Champions-League, an denen chinesische Vereine beteiligt sind, verschoben worden. Wie der asiatische Fußballverband AFC am Dienstag bekannt gab, fiel die Entscheidung nach einem Dringlichkeitstreffen der sechs nationalen Mitgliedsverbände, die an der AFC Champions League East teilnehmen.

Betroffen sind die vier Teams Chiangrai United Peking, Guangzhou Evergrande, Shanghai SIPG und Shanghai Shenhua. Die ersten drei Runden der Gruppenspiele im Februar und März wurden auf April und Mai verschoben. Die erste K.o.-Phase wird voraussichtlich ebenfalls verschoben, die letzten 16 Spiele könnten im Juni statt im Mai stattfinden.

Die einzige Ausnahme ist ein Spiel Pekings am 18. Februar in Thailand. Da sich das Team derzeit in einem Trainingslager in Südkorea befindet, seien laut AFC "möglicherweise keine Quarantänemaßnahmen" notwendig.

11.40 Uhr: Die Formel-1-Rennställe diskutieren am Mittwoch angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus über eine mögliche Absage oder Verlegung des Großen Preises von China in Shanghai. Das bestätigte Red-Bull-Teamchef Christian Horner am Montag bei einem Medientermin in London. "Im Moment könnten wir niemanden dort hinschicken, weil niemand dort hinkommen würde", sagte Horner dem Fachportal "motorsport.com". Das Rennen auf dem Shanghai International Circuit am Rande der Millionen-Metropole ist für den 19. April geplant. Zuvor hatte der Motorsport-Weltverband (FIA) bereits mitgeteilt, die Situation in China zu beobachten.

11.30 Uhr: Die Sterblichkeitsrate der neuartigen Lungenkrankheit in China liegt im Schnitt bei 2,1 Prozent. Das bedeutet, dass rund jeder 50. nachweislich Erkrankte an dem Virus stirbt. In der schwer betroffenen Metropole Wuhan in Zentralchina erreicht sie allerdings knapp 5 Prozent, wie Jiao Yahui von der Gesundheitskommission am Dienstag in Peking berichtete. In der gesamten Provinz Hubei, dessen Hauptstadt Wuhan ist, sind es demnach 3,1 Prozent. Bis Dienstag war die Zahl der bestätigten Virusfälle in China auf 20 438 gestiegen. Die Zahl der Toten in der Volksrepublik stieg um 64 auf 425. In Hongkong gab es den zweiten Toten außerhalb Festland-Chinas.

09.05 Uhr: Swatch sagt seine eigene Uhrenmesse wegen des Coronavirus ab. Die Messe "Time to Move" war für Anfang März geplant. Nun sollen die beteiligte Marken Breguet, Blancpain, Glashütte Original, Jaquet Droz, Harry Winston und Omega ihre neuen Produkte zu einem späteren Zeitpunkt bei regionalen Veranstaltungen präsentieren. Swatch hatte die Messe selbst aus den Boden gestampft, da der Uhrenhersteller sich gegen eine Teilnahme an der Messe "Baselworld" entschieden hatte.

Video: Erneut Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne

Reuters

09.00 Uhr: Die chinesische Entwicklungsbank begibt Insidern zufolge eine einjährige Sonderanleihe mit einem Volumen von 14,3 Milliarden Yuan (etwa zwei Milliarden Dollar). Damit sollen Mittel zum Kampf gegen die Epidemie eingesammelt werden, sagen zwei mit dem Vorgang unmittelbar vertraute Personen.

Macau schließt alle Kasions

Macau schließt alle Kasions

Foto: ROGER DAVIES/ AFP

08.38 Uhr: Erstmals ist die Krankheit bei einem Bürger Malaysias nachgewiesen worden. Der 41-Jährige habe sich im vergangenen Monat mit Arbeitskollegen aus China - darunter einem aus Wuhan - in Singapur getroffen, erklärt Gesundheitsminister Dzulkefly Ahmad. Die Symptome seien dann eine Woche nach seiner Rückkehr nach Malaysia aufgetreten.

0 8.09 Uhr: Ein am Sonntag aus Wuhan ausgeflogener belgischer Staatsbürger ist positiv auf das Virus getestet worden. Das geben die belgischen Gesundheitsbehörden bekannt. Acht weitere Rückkehrer seien nicht infiziert.

07.50 Uhr: Vietnam weist das Militär staatlichen Medien zufolge an, 950 zurückkehrende Staatsbürger aus China für 14 Tage unter Quarantäne zu setzen. Die Menschen sollen in zwei Stützpunkten untergebracht werden.

07.44 Uhr: Japans Notenbankchef Haruhiko Kuroda zeigt sich besorgt über die wirtschaftlichen Folgen, die der Virus-Ausbruch haben könnte. Er werde den Auswirkungen auf die Wirtschaft und Preise in Japan seine "maximale Aufmerksamkeit" widmen, sagt er vor dem Parlament.

07.02 Uhr: Taiwan lässt ab Freitag keine Ausländer mehr einreisen, die sich in den vergangenen 14 Tagen in China aufgehalten haben.

06.42 Uhr: Die Regierung von Macau kündigt an, für zwei Wochen die Kasinos zu schließen.

06.31 Uhr: Eine Südkoreanerin ist nach einer Thailandreise am Virus erkrankt. Die 42-Jährige sei am 19. Januar nach Südkorea zurückgekehrt, teilen die Koreanischen Zentren für Seuchenkontrolle (KCDC) mit. Ein Aufenthalt in China wurde in der Mitteilung nicht ausdrücklich ausgeschlossen. Es wäre der erste Fall einer Ansteckung in Thailand.

06.22 Uhr - Der Autobauer Hyundai fährt die Produktion in Südkorea herunter. Die Nachrichtenagentur Yonhap machte dafür eine unterbrochene Lieferkette wegen des Virusausbruchs in China verantwortlich. Die Bänder sollten vom 7. bis zum 10. oder 11. Februar komplett stillstehen. Ein Hyundai-Vertreter bestätigt eine Aussetzung der Produktion, jedoch ohne weitere Details zu nennen.

05.52 Uhr: Der japanische Automobilhersteller Nissan plant nach dem 10. Februar die Wiederaufnahme der Produktion in China in seinem Unternehmen Dongfeng. Auch in der Region Hubei, Zentrum des Coronavirus-Ausbruchs, soll nach dem 14. Februar die Produktion wieder anlaufen. Der Produktionsplan könne sich noch ändern, sagt eine Unternehmenssprecherin.

05.03 Uhr: Im Hafen von Yokohama in Japan sind mehr als 3700 Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes unter Quarantäne gestellt. Ein Mann aus Hongkong, der im vergangenen Monat auf dem Schiff reiste, wurde positiv auf Coronavirus getestet. Der 80-jährige Mann flog nach Japan und bestieg das Schiff "Diamond Princess" der Reederei Carnival Japan am 20. Januar in Yokohama und landete am 25. Januar in Hongkong, wie das Unternehmen mitteilt. Die Reederei gehört zu dem britisch-amerikanischen Kreuzfahrtunternehmen Carnival. Carnival bestätigt, dass sich die Umschlagszeit des Schiffes um etwa 24 Stunden verzögert, damit die Behörden die Gesundheit aller 2666 Gäste und 1045 Besatzungsmitglieder an Bord überprüfen können.

Arzt betrachtet CT-Bilder: Die Zahl der Todesopfer, die am Coronavius erkrankt sind, steigt.

Arzt betrachtet CT-Bilder: Die Zahl der Todesopfer, die am Coronavius erkrankt sind, steigt.

Foto: Chogo/ dpa

04.49 Uhr: Die Polizei in China nimmt der staatlichen Nachrichtenagentur zufolge eine Frau fest, die den Kontakt mit einer Person aus einem vom Coronavirus betroffenen Gebiet "absichtlich verschleiert" haben soll. Die 36-jährige Frau befindet sich in der nördlichen Gemeinde Tianjin in Untersuchungshaft. Es gibt zunächst keine Details darüber, ob oder wann sie freigelassen wird. Ein High Court in der nordöstlichen Provinz Heilongjiang sagt, dass laut einer Gerichtsmitteilung vom 31. Januar Menschen, die das Virus absichtlich verbreiten, die Todesstrafe drohen könnte.

03.45 Uhr: In Hongkong ist laut dem lokalen Nachrichtensender TVB erstmals eine Person an den Folgen des Coronavirus gestorben. Bei dem 39-jährigen Mann hätte vor der Ansteckung mit dem Virus bereits eine Grunderkrankung vorgelegen, erklären die örtlichen Behörden. Der Mann ist der zweite Tote außerhalb Chinas, der an dem Erreger gestorben ist. In Hongkong sind 15 infizierte Personen bestätigt, darunter eine, die sich nicht in China, sondern in Hongkong angesteckt hat.

02.44 Uhr: Chinas Zentralbank will der vom Virusausbruch getroffenen Wirtschaft erneut zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Über sogenannte Repo-Geschäfte wurden bereits am Montag Liquidität im Wert von 1,2 Billionen Yuan (173,8 Milliarden Dollar) zugeschossen, nun kündigt die People's Bank of China (PBOC) einen weitere Finanzspritze am Dienstag in Höhe von 500 Milliarden Yuan (71,22 Milliarden Dollar) an.

02.17 Uhr: Die Regierung in Taiwan fliegt 247 der rund 500 in Wuhan befindlichen Bürger aus. Am späten Montagabend (Ortszeit) landet die Maschine am internationalen Flughafen in Taipeh. Die Passagiere werden für 14 Tage unter Quarantäne gestellt. Die taiwanesische Regierung beschwert sich, dass China zunächst nicht auf Forderungen eingegangen sei, betroffene Bürger auszufliegen, obwohl Peking anderen Regierungen - einschließlich der Vereinigten Staaten und Großbritannien - eine solche Erlaubnis erteilt habe. Bisher sind in dem Land 10 Fälle des Virus registriert, laut chinesischen Angaben soll auch ein Taiwanese in Wuhan infiziert sein. Die Regierung rationiert Gesichtsmasken auf zwei pro Person pro Woche.

01.04 Uhr: Die Gesamtzahl der an den Folgen des Corona-Virus gestorbenen Personen ist am Montag in China auf 425 gestiegen. Das sind 64 mehr als am Vortag, teilt die Nationale Gesundheitskommission mit. Alle 64 sind in der Provinz Hubei gemeldet. Die Zahl der in China bestätigten Infektionen ist am Montag um 3235 auf 20.438 geklettert.