Neue Wirtschaftspartner EU und Kasachstan schließen Energie- und Rohstoffpartnerschaft

Die EU versucht weltweit neue Wirtschaftspartner zu finden. In den kommenden sechs Monaten sollen nun gemeinsame Projekte mit Kasachstan entwickelt werden. Darunter Bergbau- und Raffinerieprozesse.
Neue Wirtschaftspartner: Bundesaußenministerin Annalena Baerbock traf Kasachstans Ministerpräsidenten Alichan Smajilow im Oktober

Neue Wirtschaftspartner: Bundesaußenministerin Annalena Baerbock traf Kasachstans Ministerpräsidenten Alichan Smajilow im Oktober

Foto: IMAGO/Florian Gaertner / IMAGO/photothek

Die EU will in den Bereichen Energie- und Rohstoffversorgung künftig enger mit Kasachstan zusammenarbeiten. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (64) und Alichan Smajylow (49) unterzeichneten am Montag am Rande der Weltklimakonferenz COP27 eine entsprechende Vereinbarung, wie die EU-Kommission mitteilte. Das Abkommen ziele darauf ab, die Versorgung mit bestimmten Rohstoffen zu gewährleisten und Wertschöpfungsketten für nachhaltig erzeugten Wasserstoff und Batterien zu entwickeln.

Derzeit versucht die EU weltweit neue Wirtschaftspartner zu finden. So hatte sich während der Coronakrise etwa gezeigt, wie angewiesen die EU-Staaten auf funktionierende Lieferketten beispielsweise mit China sind. Zudem hat Russlands Krieg gegen die Ukraine die Abhängigkeit vieler EU-Staaten wie Deutschland von russischer Energie deutlich vor Augen geführt.

Gemeinsame Projekte in Bergbau- und Raffinerieprozessen

In den kommenden sechs Monaten sollen nun gemeinsame Projekte mit Kasachstan entwickelt werden. Als Beispiel werden nachhaltige Bergbau- und Raffinerieprozesse genannt. Deutschland hatte ebenfalls angekündigt, enger mit Kasachstan zusammenarbeiten zu wollen.

Auch mit anderen Ländern möchte die Europäische Union ihre Zusammenarbeit ausbauen. "Ich werde hier auf dieser COP27 drei Abkommen abschließen für grünen Wasserstoff, etwa mit Namibia und mit Ägypten", sagte von der Leyen im Gespräch mit dem TV-Sender "RTL/ntv".

Wasserstoff gilt als klimafreundlich, wenn er mit erneuerbarem Strom erzeugt wurde. Ende vergangener Woche hieß es aus der EU-Kommission zudem, dass auch mit Ländern wie Indonesien, Vietnam und Senegal und Indien Partnerschaften in der Mache seien.

mje/ dpa-afpx
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