Null-Covid-Politik Chinas Wirtschaft schwächelt im Juli

Die chinesische Wirtschaft ist im Juli langsamer gewachsen als von Analysten erwartet. Die Null-Covid-Politik belastet Unternehmen weiter. Um die Konjunktur anzukurbeln, senkt die Zentralbank die Zinsen.
Langsames Wachstum: Die chinesische Wirtschaft hat sich wegen der strengen Covid-Politik des Landes immer noch nicht vollständig erholt

Langsames Wachstum: Die chinesische Wirtschaft hat sich wegen der strengen Covid-Politik des Landes immer noch nicht vollständig erholt

Foto: MARK R. CRISTINO / EPA

Als Zeichen einer schwächelnden Konjunktur sind wichtige Wirtschaftsdaten in China im Juli erneut hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Wie das Pekinger Statistikamt am Montag berichtete, verlangsamte sich das Wachstum der Einzelhandelsumsätze im Juli im Vergleich zum Vorjahr auf 2,7 Prozent.

Auch die chinesische Industrieproduktion  legte im Juli mit 3,8 Prozent langsamer zu, als Analysten erwartet hatten. Genau wie die Anlageinvestitionen, die im Zeitraum von Januar bis Juli noch um 5,7 Prozent zulegten.

Um der Wirtschaft neuen Schwung zu geben, senkte Chinas Zentralbank am Montag überraschend erstmals seit Januar den Zinssatz für einjährige Refinanzierungsgeschäfte mit den Banken. Dieser fiel um 10 Basispunkte auf 2,75 Prozent.

Die Konjunktur leidet darunter, dass Peking nicht von seiner "Null-Corona-Politik" abrückt. Diese hat zum Ziel, jeden Ausbruch im Keim zu ersticken. Zahlreiche Millionenstädte hatten besonders im Frühling strenge Maßnahmen verhängt, um die Verbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante zu verhindern. Auch Probleme auf dem Immobilienmarkt belasten das Wachstum in China.

dri/dpa
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