Corona-Verdachtsfall Chinas No-Covid-Politik sorgt für Panik im Ikea-Laden

Trotz strenger Maßnahmen ziehen die Corona-Zahlen in China wieder an und erreichten den höchsten Stand seit drei Monaten. Nun sorgte der Verdacht auf einen Corona-Fall in Shanghai für tumultartige Zustände in einer Ikea-Filiale.
Chinesische Ikea-Filiale: Schließung nach Corona-Verdacht

Chinesische Ikea-Filiale: Schließung nach Corona-Verdacht

Foto: CLARO CORTES IV/ REUTERS

Die Corona-Lage in China bleibt angespannt, die Unsicherheit in der Bevölkerung nach teilweise wochenlanger Quarantäne ist groß. Nun sorgte allein der Verdacht auf einen positiven Corona-Fall in einer Ikea-Filiale in Shanghai für panikartige Zustände. Ein Video auf Twitter zeigt, wie die Kunden versuchen, aus dem Gebäude zu fliehen.  Offenbar trieb sie die Furcht, in dem Laden eingeschlossen zu werden, da die Gesundheitsbehörde alle anwesenden Kunden in dem Geschäft einsperren wollte.

Der Ikea-Kundedienst bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters, dass das Einkaufszentrum wegen eines Covid-Verdachtfalls geschlossen wurde. Shanghai hatte in diesem Jahr den wohl härtesten Lockdown , den Chinas Regierung zur Eindämmung des Virus bislang verhängt hatte.

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Unterdessen hat China die höchsten Corona-Infektionszahlen seit mehr als drei Monaten gemeldet. Wie die nationale Gesundheitskommission am Sonntag mitteilte, seien aktuell mehr als 2400 Ansteckungen im Land registriert worden. Das ist der höchste Wert seit dem 12. Mai 2022. Bei drei Viertel der Fälle handele es sich jedoch um Infektionen, bei denen die Betroffenen keine Symptome zeigten.

Nach wie vor hält die chinesische Regierung an ihrer rigiden Strategie fest, bei der selbst kleine Ausbrüche mit Massentests und Lockdowns eingedämmt werden sollen. Die Maßnahmen sorgten zwar seit dem zweiten Halbjahr 2020 dafür, dass das Virus vorübergehend unter Kontrolle gebracht und sich die Volkswirtschaft rasch erholen konnte. Doch spätestens mit Verbreitung der hochinfektiösen Omikron-Variante stößt diese Strategie an ihre Grenzen.

Regelmäßige Lockdowns lähmen die zweitgrößte Volkswirtschaft und haben insbesondere den Binnentourismus regelrecht einbrechen lassen. Auf der südchinesischen Ferieninsel Hainan, wo derzeit landesweit die meisten Corona-Infektionen gezählt werden, sitzen weiterhin Zehntausende Touristen fest, nachdem die Lokalbehörden einen flächendeckenden Lockdown angeordnet haben.

hr/Reuters/DPA
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