Schwächeres Wachstum Weltbank kappt Konjunkturprognose für Asien

Die Weltbank hat ihre Prognosen für das Wirtschaftwachstum in China und anderen asiatischen Schwellenländern wie Thailand und Indonesien gesenkt. Vor allem die Exportwirtschaft schwächelt. Große Sorgen bereitet den Experten der wachsende Schattenbank-Sektor.
Stahlarbeiter in China: Schwächere Exporte bremsen das Wachstum

Stahlarbeiter in China: Schwächere Exporte bremsen das Wachstum

Foto: Getty Images/ChinaFotoPress

Singapur - China etwa würde sich laut Weltbank verstärkt um die Stärkung der Binnennachfrage kümmern, heißt es im Konjunkturbericht für Ostasien und den pazifischen Raum. Das abflauende Exportwachstum führe zu einer Konjunkturabkühlung. Auch die gesunkenen Rohstoffpreise seien ein Faktor. Diese wiederum würden sich in geringeren Investitionen in asiatische Wachstumsmärkte niederschlagen.

Für die ostasiatischen Volkswirtschaften erwartet das in Washington ansässige Institut daher nur noch Wachstumsraten von 7,1 Prozent in diesem Jahr. Im April war es noch von 7,8 Prozent ausgegangen. Die Schätzung für das nächste Jahr senkte die Weltbank auf 7,2 von 7,6 Prozent.

Für China nahm die Weltbank ihre Prognose für dieses Jahr auf 7,5 Prozent von 8,3 Prozent im Frühjahr zurück. Das ist weniger als die 7,75 Prozent, mit denen der Internationale Währungsfonds (IWF) derzeit kalkuliert. Der IWF wartet allerdings am Dienstag vor seiner Jahrestagung mit neuen Prognosen auf.

Auch für das nächste Jahr kappte die Weltbank ihre Prognose für die zweitgrößte Volkswirtschaft nach den USA und zwar um 0,3 Prozentpunkte auf 7,7 Prozent. Mit Sorge blicken die Experten auf den immer größer werdenden Schattenbanken-Sektor in China. Sie sprach von einer "ernsthaften Herausforderung", weil es eine enge Verbindung zum Bankensystem gebe, der Bereich aber weniger reguliert sei.

mahi/rtr
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