Mittwoch, 26. Juni 2019

Einfuhrzölle sollen fallen China erwägt weitere Öffnung seines Automarkts

Volkswagen in China (Symbolbild)

China erwägt einem Agenturbericht zufolge im Handelsstreit mit den USA, die Einfuhrzölle für Autos deutlich zu reduzieren. Die Regierung in Peking denke dabei über Zollsätze von zehn bis 15 Prozent statt der derzeitigen 25 Prozent nach, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Eine Entscheidung könnte bereits im kommenden Monat getroffen werden. Der chinesische Staatsrat war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Der chinesische Automarkt ist der größte der Welt und gerade für die deutschen Hersteller Daimler Börsen-Chart zeigen, BMW Börsen-Chart zeigen und Volkswagen Börsen-Chart zeigen enorm wichtig.

Vergangene Woche hatte die Regierung in Peking bereits angekündigt, dass internationale Autofirmen künftig mehr als 50 Prozent an chinesischen Zweigstellen besitzen dürfen. Das bedeutet, dass sie nicht mehr zwangsweise Gemeinschaftsfirmen mit lokalen Unternehmen gründen müssen, um in Chinas Automarkt mitzumischen.

Peking hatte auch niedrigere Zölle in Aussicht gestellt. Die Abgaben stehen im Mittelpunkt des Handelsstreits mit US-Präsident Donald Trump, der sie als "dumm" bezeichnet hat. Am Dienstag hatte Trump erklärt, es bestehe die Chance, dass die USA und China ein Handelsabkommen abschließen könnten. Finanzminister Steven Mnuchin werde in wenigen Tagen zu Verhandlungen nach China reisen.

luk, rtr, dpa-afx

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